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Der Ring des Polykrates - Inhalt

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Der Ring des Polykrates landet im Meer.
Der Ring des Polykrates landet im Meer.
„Der Ring des Polykrates“ ist eines der frühen Gedichte von Friedrich Schiller. Sein Inhalt: Das große Glück des Tyrannen Polykrates, das die Ballade in insgesamt 16 Strophen beschreibt. Dessen Freund, der König von Ägypten, ist sich sicher: Eines Tages wird das Glück seinen Preis fordern – auch von Polykrates.

Die Ballade besteht größtenteils aus einem Dialog zwischen Polykrates, Tyrann auf der griechischen Insel Samos, und seinem Freund Amasis, König von Ägypten. Sie lässt sich grob in mehrere Abschnitte einteilen:

Das Glück des Polykrates

  • Polykrates ist stolz auf seine Macht und alles, was er erreicht hat. Das zeigt sich auch in seinem Verhalten gegenüber Amasis, dem er sein Reich präsentiert.
  • Amasis stimmt zu, dass Polykrates ein wahrhaft vom Glück begünstigter Mann ist. Gleichzeitig warnt er vor Ereignissen, die noch eintreffen könnten: Ein Feind sinnt auf Rache, ein Schiff ist noch nicht von einer Reise zurückgekommen, ein feindliches Heer ist nahe.
  • Jedes Mal, wenn der Pharao neue Bedenken äußert, geschieht das Wunderbare. Den König erreicht eine Botschaft mit erfreulichem Inhalt: Der Feind ist gestorben, das Schiff wohlbehalten mit seiner kostbaren Ladung zurückgekehrt, das feindliche Heer von einem Sturm in die Flucht geschlagen worden.

Polykrates will bezahlen - mit seinem Ring

  • Amasis ist überzeugt, dass so viel Glück eines Tages Unglück nach sich ziehen wird. Auch er schätzte sich einst äußert glücklich, verlor aber schließlich seinen geliebten Sohn.

  • Er rät Polykrates, die Götter neben dem Glück auch um Unglück zu bitten. Seine Begründung: Eines Tages wird auch Polykrates einen Preis bezahlen müssen. Bei seinem gutem Geschick werde dieser umso größer ausfallen. Amasis schlägt Polykrates sogar vor, das Unglück willentlich herbeizuführen und seinen kostbarsten Besitz dem Meer zu überantworten.

  • Polykrates ist einverstanden. Sein kostbarster Besitz ist für ihn ein Ring. Ohne zu zögern, streift er ihn vom Finger und wirft ihn in die Fluten.

Ein Fisch mit ungewöhnlichem Inhalt

  • Die Handlung wird am nächsten Tag fortgesetzt: Ein Fischer schenkt Polykrates einen ungewöhnlich großen Fisch. Der königliche Koch macht sich sofort daran, das Tier zu zerteilen - und traut seinen Augen nicht, als er dessen Inhalt sieht: Er findet den Ring, den Polykrates am Tag zuvor ins Meer geworfen hat.
  • Amasis ist nun völlig überzeugt: Auf so viel Glück kann nur Unglück folgen. Schnell reist er ab, aus Angst, gemeinsam mit seinem Freund ein schlimmes Schicksal erleiden zu müssen.
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