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Computeringenieur - Berufsbild

Computeringenieure sind Fachleute in der IT-Branche.
Computeringenieure sind Fachleute in der IT-Branche.
Viele junge Menschen träumen davon, Computeringenieur zu werden. In Wahrheit ist dies aber kein geschützter Berufsbegriff, sondern es versteckt sich eine ganze Reihe an Tätigkeiten hinter dem Namen. Das bietet aber auch eine Vielfalt an beruflichen Perspektiven.

Computeringenieur - oft verwendet, nicht definiert

Um es ganz klar vorauszuschicken: Die Tätigkeit des Computeringenieurs ist weder ein Studiums- noch ein Lehrberuf, denn dieser Job ist nicht geschützt, wodurch sich praktisch jeder so nennen kann. Viele Menschen tun dies auch, nämlich dann, wenn sie sich durch ihre berufliche Ausbildung in vielen Bereichen der IT-Branche gut auskennen und somit ein umfassendes Wissen haben, das sich eben auch am besten unter einem umfassenden Begriff zusammenfassen lässt. Als Ingenieur werden dabei stets Menschen bezeichnet, die in einem technischen Beruf arbeiten, aber eine wissenschaftliche beziehungsweise akademische Ausbildung besitzen. Doch wie gesagt, es nennen sich auch viele Techniker, die eine oder mehrere Lehren im IT-Bereich hinter sich haben, Computeringenieur. Wenn Sie selbst ein Interesse an dem Beruf haben, gibt es daher - Sie ahnen es schon - zahlreiche unterschiedliche Wege zum Ziel.

So kann die Karriere gelingen

  • Als goldener Weg für alle, die später im IT-Bereich arbeiten wollen, gilt ein Informatikstudium. Bei diesem beschäftigt man sich neben Technischem auch viel mit Logik und Mathematik, mit Stochastik und Programmiersprachen und mit dem Innenleben der Maschinen, die während der letzten Jahrzehnte praktisch unverzichtbar geworden sind.
  • Um dieses Studium aufnehmen zu können, sollten Sie daher nicht nur über ein technisches Grundinteresse verfolgen, sondern auch die trockene Mathematik mögen und verstehen. Logisches Denken, das dem Alltagsdenken so gar nicht entspricht, steht hier im Mittelpunkt und wird ausgebaut.
  • Alle, denen das zu trocken ist, können alternativ auch eine Ausbildung zum IT-Fachmann oder IT-Kaufmann machen. Diese findet meist unter Einbindung entsprechender Betriebe statt, in denen Sie eben schnell an die eigentliche Materie, nämlich Computer-Hardware und -Software, herangeführt werden. Dieser Weg ist ideal für alle, die sich schon immer mehr für das Innenleben eines Computers als für die vielen Einsen und Nullen interessiert hat, die sein System ausmachen.
  • Neben diesen beiden Ausbildungen gibt es natürlich zahlreiche Alternativen. Sehr technisch wird es beim IT-System-Elektroniker, sehr wirtschaftlich beim IT-System-Kaufmann.
  • Sie sehen schon: Das Spektrum ist groß. Entsprechend breit gefächert sind auch die Unternehmensgruppen, in denen Sie arbeiten können. Neben selbstständiger Tätigkeit können Sie bei Softwareentwicklern genau so gut anfangen wie bei Herstellern von Hardware, Sie können bei Firmen arbeiten, die PC-Sicherheitssysteme anbieten, aber auch bei Herstellern von Druckern, Notebooks und anderem.
  • Auch die Verdienstmöglichkeiten variieren stark. Gehälter von 35.000 bis 60.000 Euro brutto pro Jahr machen ungefähr den Durchschnitt aus, wobei Sie mehr verdienen, wenn Sie selbst im Entwicklungsbereich tätig werden, als wenn Sie beispielsweise hauptberuflich Computer reparieren. Es herrscht also ein Gefälle zwischen der wissenschaftlichen und der technischen Schiene. Ferner wachsen in dieser Branche die Verdienstmöglichkeiten mit den Jahren an Berufserfahrung.

Bedenken Sie aber, dass Sie sich zu dem Weg, den Sie einschlagen, stets ein theoretischeres beziehungsweise praktischeres Pendant suchen sollten, damit Sie genau das umfassende Wissen zu bieten haben, das Kunden von einem Computeringenieur erwarten.

helpster.de Autor:in
Sarah Müller
Sarah MüllerSarah hat Sozialwissenschaft studiert und sich dadurch mit Kultur auseinandergesetzt. Dabei lernte sie auch technische Themen kennen. Sie hat zu Ernährung und Sport geforscht.
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