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Bauanleitung Kratzbaum - Tipps und Ideen für robuste Kratzbäume

Inhaltsverzeichnis

Katzen brauchen etwas für ihre Krallen.
Katzen brauchen etwas für ihre Krallen.
Katzen, die nur oder hauptsächlich in der Wohnung gehalten werden, brauchen einen Kratzbaum, um ihre Krallen an etwas schleifen und klettern zu können. Damit Ihre Katze Ihnen nicht die Wohnungseinrichtung zerkratzt, bekommen Sie hier eine Anleitung für einen Kratzbaum, in der Sie sich Anregungen zum Selbstbau holen können.

Was Sie benötigen

  • Material:
  • MDF-Platten mind. 10 mm Stärke (unterschiedliche Größen, je nach Wunschgröße des Kratzbaums)
  • Fichten-Rundholz (10 cm Durchmesser, 4 x 60 cm, 1 x 40 cm, 1x 30 cm und 1 x 10 cm)
  • Holzschrauben
  • Unterlegscheiben
  • Sisalseil
  • Teppich
  • Leim
  • evtl. Kissen
  • Spielzeug
  • Werkzeug:
  • Maßband
  • Stift
  • Stichsäge
  • Bohrmaschine
  • Holzbohrer (Größe 10 mm)
  • Forstnerbohrer
  • elektrischer Tacker (mit ausreichend Tackernadeln)
  • Akkuschrauber
  • Hammer
  • Nägel
  • Schleifpapier
  • Leimpinsel

Wenn Sie einen individuellen, stabilen Kratzbaum haben möchten, können Sie ihn mit einer Bauanleitung relativ einfach selbst bauen. In dieser Bauanleitung wird Ihnen ein Baum gezeigt, der selbst für Bastelanfänger recht leicht zusammenzubauen ist.

Wozu braucht man einen Kratzbaum?

  • Gerade Hauskatzen brauchen einen Kratzbaum, um ihre Krallen zu schärfen, zu klettern, sich zu beschäftigen und sich zurückziehen zu können. Aus diesem Grund haben Kratzbäume in der Regel mehrere Etagen, Boxen, um sich darin zu verstecken, Liegeflächen, Spielmöglichkeiten und Pfosten zum Kratzen.
  • Wenn Sie Ihrer Katze keinen Kratz- und Spielbaum bereitstellen, wird sie sich sicherlich andere Orte suchen. So kann es passieren, dass sich Ihre Samtpfoten ihre Krallen an den Möbeln wetzen, was hässliche Spuren hinterlassen wird.

Bauanleitung für einen einfachen Baum

  1. Als Schritt 1 der Bauanleitung empfiehlt es sich, die Kratzpfosten herzustellen. Tackern Sie dazu mehrmals den Anfang des Sisalseils ganz unten an dem Holzpfosten fest. Dann bestreichen Sie den halben Pfosten mit Leim.
  2. Das Sisalseil wird danach so straff und eng wie möglich um den Pfosten gewickelt (nach der Hälfte den Rest mit Leim bestreichen), sodass er komplett damit umwickelt ist.
  3. Oben angekommen verjüngen (aufspleißen) Sie das Seil am Ende (ca. 2 cm). Dann tackern Sie die einzelnen Teile so weit oben wie möglich am Holzpfosten fest.
  4. Die Bodenplatte können Sie sich schon im Baumarkt zuschneiden lassen, so können Sie gleich damit anfangen die Bohrlöcher für die Stützpfosten anzuzeichnen. Diese sollten in einem Quadrat gesetzt werden und etwa 10 - 15 cm vom Rand entfernt sein.
  5. Die Bohrlöcher werden danach durchbohrt und anschließend mit einem Forstnerbohrer circa 7 mm tief ausgefräst. In diese Mulden kommen später die Stützpfosten bzw. Füße der Bodenplatte.
  6. Zunächst beziehen Sie jedoch die obere Seite (ohne Fräslöcher) der Bodenplatte mit dem Teppich. Legen Sie den Teppich auf die Platte und schneiden Sie ihn so zurecht, dass Sie ihn noch nach unten umklappen können, um ihn an der Unterseite der Bodenplatte zu tackern.
  7. Ist der Teppich befestigt, können Sie die vier Stützpfosten aufstellen und die Bodenplatte darauf legen. Stechen Sie dann auf der Oberseite der Platte die Bohrlöcher durch den Teppich und Schrauben Sie die Stützpfosten fest.
  8. Setzen Sie dann vier der Kratzpfosten auf die Bodenplatte (bei vier Pfosten sollten diese am besten in einem Quadrat aufgestellt werden) und markieren die Platte von unten, um sie danach mit den Bohrlöchern zu versehen. Schrauben Sie die Kratzpfosten danach fest.
  9. Auch die Holzplatten für die Zwischenböden kann man sich im Baumarkt sägen lassen. Legen Sie sie auf die Kratzpfosten und markieren die Bohrlöcher darauf (sie sollten mittig sitzen). Bohren Sie die Löcher in die Platte und beziehen Sie diese mit Teppich.
  10. Stechen Sie die Bohrlöcher durch den Teppich und schrauben Sie die Plattform auf den Kratzpfosten fest. Die Kratzpfosten können vorgebohrt werden. Somit ist eine Ebene fertig. Auf dieser Plattform können Sie dann auf die gleiche Weise drei weitere Kratzpfosten befestigen, dort am besten in einem Dreieck.
  11. An einem der Kratzpfosten (dem höchsten) können Sie anschließend zum Beispiel eine Hängematte montieren. Diese kann ebenfalls selbst gebaut werden, indem Sie einfach mit einer Stichsäge aus einer Holzplatte innen ein Quadrat aussägen, sodass ca. 6 cm an den langen Seiten übrig bleiben und an den beiden kurzen Enden der Platte etwa 20 cm.
  12. In die Lücke der Platte können Sie dann ein Handtuch oder eine Mikrofaserdecke hineinlegen und an den Rändern festtackern. Die Decke sollte dabei natürlich nicht gespannt werden, sondern durchhängen, damit die Katze sich hineinkuscheln kann. An einem der 20 cm langen Enden wird danach die Hängematte auf dem Kratzpfosten angeschraubt. Vergessen Sie nicht die Bohrlöcher vorzubohren.
  13. Auf den zweithöchsten Pfosten können Sie eine Höhle montieren. Dazu müssen Sie die Bodenplatte der Höhle mittig auf dem Pfosten anschrauben (vorbohren) und drumherum drei Wände und ein Dach festnageln. In die Front sägen Sie mit der Stichsäge ein Loch (Lochgröße sollte der Katze angepasst werden, damit sie darin nicht stecken bleibt).
  14. Dieses Loch wird danach mit Schleifpapier glatt geschliffen, damit Ihre Katze sich keine Splitter einziehen kann. Bevor Sie die Front montieren, können Sie noch einen Teppich in die Höhle eintackern, oder ein Kissen hineinlegen. Dann wird das Frontbrett ebenfalls angenagelt.
  15. Auf den kürzesten Kratzpfosten können Sie noch einmal eine kleine, mit Teppich bespannte Plattform anschrauben (bespannen und vorbohren wie oben erklärt). So kann Ihre Katze diese Plattform auch als kleine Treppe zu der Höhle nutzen, wenn Sie die Pfosten demnach positionieren.
  16. Zum Schluss können Sie noch Spielzeug wie Seile oder Mäuse an einem Seil an den Kratzbaum tackern. Dann sind Sie auch schon am Ende der Bauanleitung angekommen.

Einen stabilen Kratzbaum zu bauen, ist also mit etwas handwerklichem Geschick gar nicht so schwer.

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