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Ausgeprägter Adamsapfel - Informatives

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Männer lieben ihren dicken Knubbel am Hals.
Männer lieben ihren dicken Knubbel am Hals.
Glauben Sie, dass Sie einen ausgeprägten Adamsapfel haben? Warum ist das so? Woher kommen die Unterschiede? Und wie kann man einen (stark ausgeprägten) Adamsapfel gezielt kaschieren, wenn er einem nicht gefällt?

Die Bedeutung des Adamsapfels

Es ist ein dicker Knubbel im Hals: der Adamsapfel. Er tritt stark hervor, weil Adam im Paradies vom Apfel aß, der verboten war. Dabei ist ihm ein Stück des Apfels im Hals stecken geblieben.

Das Wort Adamsapfel stammt aus dem Lateinischen "Prominentia laryngea". In der Tat ist es ein ausgeprägter Knubbel, weil er im Bereich des Kehlkopfes beim Mann hervorsticht.

Es ist ein Abschnitt des Cartilago thyroidea (Schildknorpel), der ein Abschnitt des Kehlkopfes ist. Auch bei Frauen kann der Knubbel hervorstechen. Bei Ihnen auch?

Die Ausprägung ist deshalb so unterschiedlich, weil die Hormone an der Entwicklung schuld sind - die männlichen sowie die weiblichen. In der Pubertät entscheidet sich die Ausprägung. Ist bei Ihnen der Adamsapfel etwas ausgeprägter, liegt es daran, dass Sie mehr männliche Hormone als weibliche in sich tragen.

Denn bei den männlichen Jugendlichen ist die Ausprägung mit dem Stimmbruch verbunden. Es entsteht ein spitzwinkliges Vorwachsen des Schildknorpels. Durch dieses Vorwachsen werden die Stimmbänder (Ligamenta vocalia) in die Länge gezogen.

Im medizinischen Sprachjargon heißt der Kehlkopf Larynx. Der Kehlkopf ist wichtig, weil er einen Bereich des Atemtraktes bildet. Das heißt, er bildet vom Rachen zur Luftröhre den Übergang im Bereich des vorderen Halsbereiches. Bei Männern erkennen Sie es ganz genau in der Mitte des Halses.

Der Kehlkopf ist wichtig für den Schutz der Luftröhre, damit Speisestücke beim Schlucken im wahrsten Sinne des Wortes nicht im Halse stecken bleiben. Beim Schlucken wird der Kehlkopf nach vorne und nach oben gezogen. Somit kann der Kehldeckel (Verschlusseinrichtung am Kehlkopfeingang) verschlossen werden.

Der Kehlkopf ist aber auch dafür zuständig, dass die Stimmlippen reguliert werden. Das heißt, dass der Strom der Atemluft Schwingungen und Töne produziert und somit die menschliche Stimme.

Ein ausgeprägter Adamsapfel als Frau

Es ist möglich, dass ein "ausgeprägter" Adamsapfel bei Ihnen als Frau vorkommt. Dies liegt am Ungleichgewicht der männlichen und weiblichen Hormone.

Allerdings sieht man den Adamsapfel bei Männern oder Frauen auch deutlicher, wenn der Körperbau eher schmal ist und beide (Männer wie Frauen) wenig Fett haben.

Liegen bei Ihnen beispielsweise Stimmstörungen vor, kann dies ein Grund dafür sein, dass die Stimmbandschwingungen nicht optimal funktionieren. Experten raten bei einem fehlerhaften Ablauf der Schwingungen meist, einen Logopäden aufzusuchen. Diese Schwingungen können so recht gut beeinflusst werden.

Haben Sie als Frau ein Problem mit Ihrem Hormonhaushalt, sollten Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen. Die Möglichkeit besteht, dass Sie zu viele männliche Geschlechtshormone haben (Androgene).

So kaschieren Sie den Adamsapfel

Am effektivsten lässt sich ein Adamsapfel durch einen Schal oder ein Halstuch kaschieren. Im Winter ist ein Schal nichts Ungewöhnliches, im Frühling und Sommer binden Sie sich einfach ein dünnes Tuch um. Sogenannte Sommerschals bestehen aus leichten Stoffen wie Seide und sind daher auch nicht so warm, wenn es nicht gerade 30 Grad im Schatten hat.

Auch Rollkragen-Pullis helfen. Diese wirken jedoch leicht sehr zugeknöpft und stehen nicht jedem. Besser sind Blusen mit großem, gestärktem Kragen. Dieser bedeckt einen Teil des Halses und rückt den Kehlkopf in den Schatten.

Ansonsten können Sie sich auch mit einer Kette aushelfen. Sogenannte Choker werden eng um den Hals getragen. Auch längere Ketten können Sie einfach doppelt nehmen und somit ein Stück Ihres Halses bedecken.

Eine geschickt gestylte Frisur kann den Adamsapfel ebenfalls leicht verdecken: Ist das Haar vorne fransig und nach innen geföhnt, hängen manche Strähnen automatisch ein Stück vor der kritischen Stelle.

Zu guter Letzt: Wenn Sie sich mit Ihrem etwas größeren Kehlkopf gar nicht anfreunden können, gibt es Operationen, bei denen dieser abgeschliffen wird. Bei transsexuellen Frauen sind solche OPs Standard. Wie jede andere Operation beinhaltet aber auch diese gewisse Risiken und sollte nur durchgeführt werden, wenn Ihr Leidensdruck sehr groß ist.

helpster.de Autor:in
Iris Gödecker
Iris GödeckerIris ist in Westfalen geboren und hat lange im Gesundheitswesen gearbeitet. Heute ist sie als freie Autorin und ehrenamtlich in der Trauerhilfe tätig. Somit eine Expertin für die Kategorie Medizin und Familie.
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