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Aus was besteht eine Atombombe?

Daraus besteht eine Atombombe.
Daraus besteht eine Atombombe.
Sie machen garantiert keinen Fehler, wenn Sie auf die Frage, aus was eine Atombombe besteht, antworten, dass es Atome sind. Schließlich besteht alles aus Atomen, aber der Fragensteller will sicher Näheres wissen wollen.

Was Atombombe bedeutet

  • Um den Begriff zu verstehen, sollten Sie sich zunächst eine herkömmliche Bombe ansehen. Diese explodiert, weil in ihr Sprengstoff gezündet wird, der in einem dichten Gefäß komprimiert wird. Durch die schnelle Verbrennung entsteht eine große Menge Gase. Dieses verursacht einen Druckanstieg in dem hermetisch abgeschlossenen Gefäß, der dieses mit einen Schlag zerreißt. Dabei werden Teile des Gefäßes, evtl. Beigaben wie Splitter oder Napalm weit herausgeschleudert. Zusätzlich entsteht eine Druckwelle, die Schaden anrichtet. Die Energie, die diesen Prozess in Gang setzt, bezieht die Bombe aus dem chemischen Vorgang der Verbrennung.
  • Eine Atombombe, die auch oft als Kernwaffe oder Nuklearwaffe bezeichnet wird, bezieht die Energie aus der Kernspaltung oder der Fusion von Atomkernen. In anderer Hinsicht unterscheidet sich eine solche Bombe kaum von herkömmlichen Bomben. Auch hier geht es um die schlagartige Freisetzung von Energie. Da bei diesen Prozessen meisten instabile Atomkerne entstehen, die ihrerseits Teilchen aussenden, kommt es zusätzlich zu einer radioaktiven Verstrahlung. Kennzeichen der A-Waffen ist, dass Atome verändert werden, während bei herkömmlichen Waffen lediglich Verbindungen hergestellt werden, d. h. Moleküle entstehen.

Daraus besteht eine Kernwaffe

  • Zur Zündung einer Atombombe brauchen Sie in der Regel konventionellen Sprengstoff. Also besteht auch diese Bombe zu einem Teil aus normalem Sprengstoff.
  • Damit die Kernspaltung in Gang kommt und abläuft, brauchen Sie eine bestimmte Menge von großen Atomkernen, die spaltbar sind. Diese Menge nennt man kritische Masse. Ab dieser Masse werden genügend Neutronen freigesetzt, um weitere Kerne zu spalten. Bei großen Atomkernen gilt, dass der große Kern ein höheres Energieniveau hat als die daraus entstehenden kleineren Kerne zusammen. Damit diese Vorgänge nicht unkontrolliert ablaufen, befinden sich in den Bomben zwei getrennte Behälter, in denen jeweils eine unterkritische Masse ist. Durch die Sprengung des herkömmlichen Sprengstoffs in der Bombe werden diese beiden Massen zu einer kritischen Masse vereint. In diesen Bomben werden Isotope von Uran, Plutonium und anderen schweren Atomen verwendet.
  • Bei Fusionsbomben, die auch Wasserstoffbomben genannt werden, wird eine herkömmliche kleine Atombombe zur Zündung benötigt. Durch diese Energie werden die Kerne von Deuterium (Wasserstoff mit einem zusätzlichen Neutron) und Tritium (Wasserstoff mit zwei zusätzlichen Neutronen) verschmolzen. Bei kleinen Atomkernen wird Energie durch das Verschmelzen freigesetzt, weil die dabei entstehenden Atomkerne ein niedriges Energieniveau haben als die kleinen ursprünglichen Kerne zusammen.

Nun wissen Sie, dass eine Atombombe aus Atomen besteht, deren Kerne entweder sehr groß oder sehr klein sind. Der Name rührt von der Tatsache her, dass die Kernbindungsenergie als Energiequelle für die Detonation verwendet wird.

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