Weizenkeimlinge ziehen - so geht´s

Weizenkeimlinge sind reich an Thiamin (Vitamin B1) und Vitamin B6. Sie können mit 50 Gramm Weizenkeimlingen, die sie selbst leicht ziehen können, Ihren täglichen Bedarf an Vitamin B1 decken. Zum Vergleich: Sie müssten ca. 500 Gramm Vollkornbort verzehren, um dieses Maß zu erreichen.
Nora D. Augustin
01.06.2011 Nora D. Augustin
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Bio-Weizenkörner
  • Küchenpapier und Teller oder Blech bzw. Gläser
  • (gefiltertes) Wasser
  • warmer, heller Ort

Sie können Weizenkeimlinge im Glas ziehen, auf Küchenpapier, auf Blechen oder in einem Keimgerät.

So ziehen Sie erfolgreich Weizenkeimlinge

  1. Kaufen Sie Weizenkörner im Reformhaus. Achten Sie darauf, dass Sie Bio-Weizen kaufen, der nicht chemisch behandelt, also pestizidfrei ist. Denn dann keimt Ihr Weizen nicht, sondern Sie laufen Gefahr, dass Ihre Weizenkörner anfangen zu vermodern und Sie dann gar schimmligen Weizen heranziehen. Weizenkeimlinge ziehen zu wollen ist übrigens ein guter Test, um festzustellen, ob der Weizen wirklich "bio" ist. Keimt er, ist er besonders gesund.
  2. Lassen Sie die Körner einen halben Tag lang in Wasser aufweichen. Sie sollten gefiltertes Wasser verwenden. Geben Sie die Weizenkeimlinge dann in Gläser, die Sie verschließen können (aber nicht mit luftdichten Deckeln verschließen).
  3. Alternativ können Sie einen Teller oder ein Backblech mit Küchenpapier belegen. Befeuchten Sie das Küchenpapier gut mit Wasser. Streuen Sie die Weizenkeimlinge gleichmäßig auf das Küchenpapier. Achten Sie dabei darauf, die Keime nicht zu dicht zu streuen. Außerdem sollte jeder Keimlinge Platz um sich herum haben, also nicht den Nachbarkeimling berühren.
  4. Stellen Sie den Teller oder das Küchenblech an einen warmen, hellen Ort. 18 bis 20 Grad sind ausreichend. Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf Ihre Keimlinge. Lassen Sie das Küchenpapier nicht austrocknen. Besonders ganz zu Beginn, bevor der Weizen keimt, ist das sehr wichtig.
  5. Eine zweite Alternative sind Keimgeräte, die Sie verwenden können. Es ist aber nicht notwendig, sich extra ein solches Gerät zu kaufen.
  6. Nach etwa zwei bis drei Tagen können Sie Ihre Keimlinge verzehren. Der Keimling sollte nicht sehr viel länger sein, als es das Korn ist, aus dem er gesprossen ist.
  7. Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, wie groß die Ernte sein wird. Wenn Sie eine Handvoll Weizenkörner keimen lassen, dann können Sie zwei Hände voll Weizenkeimlinge ernten.

Sie sollten die geernteten Keimlinge nicht lange aufbewahren, höchstens im Kühlschrank. Aber am besten verzehren Sie die Keimlinge gleich nach dem Ernten.

Diese Anleitung
Lars Schmidt
22.03.2012 Videoproducer Lars Schmidt

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