Zahnstein beim Hund selbst entfernen - darauf sollten Sie achten

Zuckerfreie Ernährung und ab und zu Knochen sorgen für ein strahlendes Hundegebiss ohne Zahnstein. Zuckerfreie Ernährung und ab und zu Knochen sorgen für ein strahlendes Hundegebiss ohne Zahnstein.
Zahnstein beim Hund ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern zieht schmerzhafte Entzündungen bis hin zu Zahnverlust nach sich. Entfernen Sie Zahnbelag und Zahnstein regelmäßig selbst oder lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen. Bei Verzehr von Zucker und Fertigfutter müssen Sie besonders viel Maulhygiene betreiben, während eine artgerechte Ernährung mit Knochen die Selbstreinigung der Zähne unterstützt.
Monika Justen-Rieckhoff
08.02.2011 Monika Justen-Rieckhoff
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • antibakterieller Fingerling
  • rohe Lamm- oder Kalbsknochen

Mit richtiger Ernährung Zahnbelag beim Hund vermeiden

  • Zahnbelag und Zahnstein entstehen durch breiige Fütterung des Hundes. Dosenfutter bleibt an den Zähnen hängen und bildet Plaque. Auch Trockenfutter vermeidet keinen Zahnstein, denn in den meisten Futtersorten steckt Zucker, der für die kariesverursachenden Bakterien verantwortlich ist. Dieser wird übrigens auch unter anderen Bezeichnungen wie Melasse oder Saccharose aufgeführt.
  • Eine artgerechte Ernährung mit rohen Lamm- oder Kalbsknochen sorgt für eine Selbstreinigung der Zähne. Natürlich sollten Sie Ihrem Hund nicht nur rohe Knochen anbieten, sondern insgesamt auf eine gesunde und zuckerfreie Ernährung achten. Damit unterstützen Sie nicht nur sein Immunsystem, sondern auch die Gesunderhaltung der Zähne. Belohnen Sie Ihren Hund mit Leckerlis, dann sollten Sie zuckerfreie Sorten wählen. Diese gibt es mit Wild- oder Lammgeschmack und werden von den Hunden sehr gerne gegessen.

So entfernen Sie Zahnstein selbst

  • Benutzen Sie auf keinen Fall Metallwerkzeuge, denn mit diesen Instrumenten schaden Sie den Zähnen. Durch das Herumkratzen entstehen Risse, durch die Bakterien schnell in den Zahn eindringen können. Außerdem wird der Zahnschmelz irreparabel beschädigt, deshalb sollten Sie auch nur weiche Zahnbürsten, jedoch nie harte Bürsten, benutzen.
  • Besser geeignet ist ein Fingerling. Diesen stülpen Sie sich über den Zeigefinger und streifen damit über die Zähne Ihres Hundes. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Silberionen enthalten sind, denn diese wirken antibakteriell und verhindern so Karies und Zahnstein. Diesen Fingerling können Sie über längere Zeit benutzen, einfaches ausspülen mit warmem Wasser genügt. Wie beim Menschen wird auch beim Hund immer von Rot nach Weiß gearbeitet, also am Zahnfleisch ansetzen und dann erst über den Zahn streichen.
  • Leidet Ihr Hund schon über sehr viel Zahnstein, der nicht durch Putzen entfern werden kann, sollten Sie eine Kur mit Vermiculite D6 durchführen. Hierbei handelt es sich um ein homöopathisches Mittel, welches Sie über Apotheken beziehen können. Dieses Erzgemisch aus Australien kann Kalkablagerungen auflösen, weshalb der Zahnstein nach kurzer Zeit einfach abfällt. Das Mittel wird auch bei anderen Erkrankungen, die mit einem gestörten Kalkhaushalt in Zusammenhang stehen, verordnet. Geben Sie Ihrem Hund 3 Wochen lang täglich 1 Tablette. Zeigt sich nach dieser Kur keine Besserung, sollten Sie den Zahnstein vom Tierarzt entfernen lassen.
Diese Anleitung
Leser-Tipps (1) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • Izzy | 17.11.2011, 17:29

    Die Tipps an sich sind nicht schlecht, allerdings lässt sich vorhandener Zahnstein nicht einfach durch Putzen entfernen. Das Putzen mit dem Fingerling ist also nur präventiv sinnvoll, da Plaque entfernt wird, der die Grundlage für Zahnstein bildet. Ob homöopatische Mittel hier helfen könen wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln.

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