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Mundgeruch beim Hund loswerden - so klappt's

Unangenehmer Mundgeruch bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben. Wenn Ihr Hund gerade etwas Stinkendes gefressen hat, dann ist es normal, dass er danach einen übel riechenden Mundgeruch hat. Allerdings kann Mundgeruch auch auf eine Krankheit hindeuten.

Mundgeruch beim Hund kann verschiedene Ursachen haben.
Mundgeruch beim Hund kann verschiedene Ursachen haben.

Was Sie benötigen:

  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Backpulver
  • Petersilie
  • Trockenfutter
  • Hundedrops
  • artgerechte Ernährung

Zahnstein als Auslöser für Mundgeruch

  • Mehr als 80 % der Haustiere leiden an Zahnstein. Er bildet sich im Laufe der Jahre, selbst wenn Sie Ihrem Hund Trockenfutter, Knochen und anderes hartes Futter anbieten. Zahnstein verursacht nicht nur einen übel riechenden Mundgeruch beim Hund, sondern kann auch ein Anzeichen für eine Zahnerkrankung oder eine Zahnfleischentzündung sein.
  • Bei einem Ekzem der Lefzen kommt es ebenfalls zu starkem Mundgeruch. Hier sammeln sich Pilze und Bakterien in der Hautfalte der Lefze. Es entwickelt sich eine Entzündung, die schließlich den Mundgeruch verursacht.
  • Aber auch Erkrankungen der inneren Organe wie Magen, Niere und Leber können beim Hund starken Mundgeruch verursachen. Daher sollten Sie Ihren Hund im Zweifelsfall dem Tierarzt vorstellen.
  • Die Bakterien können in den Hundekörper wandern und dort das Herz oder die Gelenke schädigen.

Riecht der Atem eher süßlich, nach Urin, sollten Sie die Nieren Ihres Hundes untersuchen lassen. Eine chronische Nierenentzündung äußert sich außerdem durch ständigen Durst und Verdauungsbeschwerden.

Zähneputzen beim Hund beugt Zahnstein vor

  • Gewöhnen Sie Ihren Hund so früh wie möglich daran. Im Handel gibt es speziell geformte Zahnbürsten für Hunde und Aufsätze, mit denen Sie Hundezähne sehr gut putzen können. Im Normalfall können Sie eine Zahncreme für Kleinkinder verwenden, da diese gut schmeckt und nicht scharf ist.
  • Das Milieu im Maul Ihres Hundes wird übrigens nicht nur durch das Zähneputzen positiv beeinflusst, sondern bereits dann, wenn Sie etwas Zahncreme in die Backentaschen des Hundes schmieren. Falls sich Ihr Hund das Zähneputzen also gar nicht gefallen lässt, dann tragen Sie nur etwas Zahnpasta an den Backenzähnen des Tieres auf.

Zahnpasta gegen Mundgeruch bei Ihrem Hund

  • Seit einer Weile gibt es im Fachhandel spezielle Zahncremes für Hunde. Diese beseitigen sicher den bereits bestehenden Zahnstein und beugen einer Neubildung vor. Putzen Sie anfangs ca. drei- bis viermal pro Woche die Zähne Ihres Hundes mit dieser Zahncreme. Sie enthält winzig kleine Schleifpartikel, welche den Zahnstein langsam entfernen.
  • Sie können auch einen Brei aus Wasser und Backpulver verwenden.
  • Nach ungefähr einem Monat wird der Hund kaum noch Zahnstein haben und sein Mundgeruch hat sich deutlich verbessert. Zur Vorbeugung können Sie Ihrem Hund nun weiterhin einmal im Monat die Zähne putzen.
  • Zusätzlich können Sie Ihrem Hund täglich etwas Petersilie über das Futter geben. Wenn Sie keine frische Petersilie im Haus haben, greifen Sie auf getrocknete oder gefrostete zurück. Inzwischen gibt es auch spezielle Petersilieleckerchen.
  • Hundedrops gegen schlechten Atem sind meist mit Minze und sorgen so für frischen Atem. Zusätzlich mit Vitamin C angereichert können Sie Ihrem Hund diese Atemerfrischer drei- bis viermal wöchentlich geben.
  • Alternativ können Sie Zahnstein beim Hund mit einem homöopathischen Mittel aus einem Erzgemisch aus Australien bekämpfen. Lassen Sie sich bei einem Tierheilpraktiker oder Tierarzt über diese einfache und schmerzlose Methode beraten.

Zahnsteinentfernung durch den Tierarzt

  • Wenn der Zahnstein bis an das Zahnfleisch heranreicht, entstehen Taschen, aus denen der faulige Geruch entströmt. Um den Zahnhals herum können dann Vereiterungen entstehen.
  • In ganz schlimmen Fällen, oder wenn das Tier bereits unter faulen Zähnen und stark entzündetem Zahnfleisch leidet, muss der Tierart eine Zahnsteinentfernung durchführen. Hierbei wird das Gebiss gründlich von allem Zahnbelag entfernt und bereits abgestorbene Zähne werden entfernt.
  • Begleitend und unterstützend können Sie Ihrem Hund spezielle Zahnpflegeprodukte in Form von Knochen und Leckerchen anbieten. Auf keinen Fall sollten Sie ihm Süßigkeiten, Butterbrot oder andere menschliche Mahlzeiten geben.

Zwischen dem 4. und 7. Monat ist Ihr Hund im Zahnwechsel. Durch das Herausfallen der Milchzähne und das Durchschieben der bleibenden Zähne entsteht häufig ein unangenehmer Geruch, der aber von allein wieder verschwindet.

Weitere Autoren: Manuela Vogt, Monika Justen-Rieckhoff

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