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Hund stinkt aus dem Mund - was tun?

Hund stinkt aus dem Mund - so helfen Sie ihm1:52
Video von Heike Funke1:52

Stinkt Ihr Hund aus dem Mund kann dies verschiedene Ursachen haben. Das Symptom spielt besonders bei Mund- und Organerkrankungen eine wichtige Rolle.

Ursachen, warum Ihr Hund aus dem Maul riecht

Langanhaltender, übler Mundgeruch bei Hunden ist ein Hinweis auf eine ernstzunehmende Erkrankung. Selten ist Geruch aus dem Maul damit erklärt, dass der Hund Knochen frisst, die er zuvor im Garten verbuddelt hat. Suchen Sie daher Ihren Tierarzt auf, um die Ursache zu klären.

Häufig sind Krankheiten des Verdauungstraktes die Ursache für üblen Mundgeruch. Dazu gehören nicht nur Entzündungen in der Mundhöhle, sondern auch Rachen-, Speiseröhren- und Magenerkrankungen. Zudem entstehen durch Störungen in der Leber und Funktionseinschränkungen der Nieren und der Bauchspeicheldrüse, unangenehme Gerüche aus dem Hundemaul.

Gründe für üblen Mundgeruch im Zahnbereich

Schwierigkeiten beim Fressen sind ein Hinweis auf eine Entzündung der Mundhöhle. Besonders Trockenfutter speichelt der Hund ein, bevor er es frisst. Hat er dabei Probleme, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt. Stellt er eine Zahnfleischentzündung fest, kann sich diese, je nach Auslöser, in der gesamten Maulhöhle ausbreiten oder lokal begrenzt bleiben. Schadhafte Zähne, Zahnstein und Zahnbelege (Plaque) sind dabei bekannte Ursachen einer Zahnfleischerkrankung

Um Zähne und Zahnfleisch Ihres Hundes gesund zu halten, pflegen Sie die Hundezähne regelmäßig. So verhindern Sie, dass Ihr Gefährte aus dem Mund stinkt. Eine regelmäßige Hundezahnpflege sorgt für eine gute Durchblutung des Zahnfleisches und entfernt Futterreste.

Geben Sie Ihrem Hund Kaudrops, um leichten Zahnstein zu lösen, auch Arnika hilft bei der Zahnpflege. Hat Ihr Hund bereits einen starken Zahnbelag, kann ihn nur der Tierarzt unter Vollnarkose beseitigen.

Geruchsentstehung im Maul- und Rachenbereich erfordert medizinische Behandlungen

Auch im Rachen und der Speiseröhre kann es zu entzündlichen Prozessen kommen, die Mundgeruch auslösen. Durch eingedrungene Krankheitserreger kann es zu einer Mandelentzündung (Tonsillitis) kommen. Aussackungen der Speiseröhrenwand (Divertikel) führen beim Hund zu einer Schleimhautentzündung, Schluckbeschwerden und Schmerzen. Faulig-aasigen Geruch stellen Sie bei eitrigen Prozessen wie beispielsweise Tumorbildungen fest.

Bei infektiösen Entzündungen des Rachens und der Speiseröhre ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig. Antibiotika und schmerzstillende Mittel, aber auch homöopathische Präparate helfen, die Erkrankung zu heilen.

Maßregeln bei Mundgeruch durch falsche Fütterung

Zu Symptomen von Magenerkrankungen gehört häufiges Erbrechen und ein saurer Geruch aus dem Maul. Dabei kann es sich um eine Schleimhautentzündung des Magens, aber auch um Magengeschwüre handeln. Falsche Fütterung, psychische Faktoren, wie eine veränderte Umgebung oder ein Besitzerwechsel sowie Infektionen mit schädigenden Organismen, sind Auslöser für Magenkrankheiten.

Häufigste Ursache von Magenerkrankungen sind Fütterungsfehler. Wenn der Hund sein Trockenfutter zu schnell frisst, bleibt es lange im Magen liegen. Dabei führen Zusatzstoffe zur Schädigung der Schleimhaut. Zusätzlich bildet die beim Fressen aufgenommene Luft Gase, die zu Magenproblemen führen können.

Reichen Sie daher mehrere kleinere Portionen. Schließen Sie eine falsche Fütterung aus, kann eine Untersuchung durch Ihren Tierarzt Klarheit schaffen. 

Mundgeruch bei Organerkrankungen behandeln

Durch Störungen in der Leber und Funktionseinschränkungen der Nieren und der Bauchspeicheldrüse, entsteht unangenehmer Mundgeruch.

Riecht Ihr Hund süßlich-erdig aus dem Maul, ist dies ein Symptom für eine akute oder chronische Lebererkrankung. Diese kann durch toxische Einflüsse wie Giftstoffe oder Schimmelpilze erfolgen. Auch die Aufnahme von verdorbenem Fleisch- und Fischmehl und Krankheitserreger wie Salmonellen im Hundefutter, zeigen dieses Krankheitsbild. Verstärkt sich der Krankheitsprozess erfolgt der Umbau des Lebergewebes, sodass eine Leberzirrhose entsteht. 

Besitzen Sie eine kleine oder mittelgroße Hunderasse, wie beispielsweise einen Pudel oder Dackel? Dann berücksichtigen Sie, dass diese Tiere häufig an Diabetes mellitus erkranken. Aber auch ältere Hündinnen zeigen während und kurz nach der Läufigkeit dieses Krankheitsbild.

Durch eine Störung der Bauchspeicheldrüsenfunktion erhöht sich, mit unzureichender Produktion von Insulin, der Blutzuckerspiegel. Stellen Sie bei Ihrem Vierbeiner vermehrtes Trinken mit erhöhtem Urinabgang fest, verliert er Gewicht und riecht süßlich aus dem Maul, ist ein sofortiger Besuch beim Tierarzt notwendig.

Ältere und besonders übergewichtige Hunde zeigen oft Symptome einer chronischen Nierenerkrankung. Eine Erkrankung der Nieren verläuft schleichend und ist deshalb erst spät zu erkennen. Wie beim Diabetes mellitus trinkt Ihr Haustier viel, setzt vermehrt Urin ab, frisst wenig und leidet an Durchfall und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Krankheit stellen Sie fest, dass Ihr Vierbeiner urinös aus dem Mund riecht. 

Stoffwechselerkrankungen werden vom Tierarzt mit Medikamenten behandelt. Sie unterstützen die Genesung durch eine spezielle Diät. So sollte das Futter für Hunde mit Lebererkrankungen eiweißarm sein und viele Kohlenhydrate enthalten. Dagegen benötigt ein Hund der an Diabetes mellitus leidet und übergewichtig ist, eine Ernährung, die einen hohen Eiweißanteil, wenig Fett und einen geringen Kohlenhydrateanteil enthält.

Auch Ihrem nierenkranken Hund reichen Sie besonderes Futter. Durch die Erkrankung fehlt dem Hund Eiweiß, welches sich durch leicht verdauliches Protein wie Muskelfleisch, Innereien und Molkereiprodukten ersetzen lässt. Zusätzlich sind Vitaminpräparate sinnvoll.

Gegenmaßnahmen, wenn Ihr Welpe aus dem Mund stinkt

Mundgeruch bei Welpen ist nicht der Vorbote einer ernsthaften Erkrankung. Mundgeruch entsteht hier durch den dreimonatigen Zahnwechsel. Ab dem vierten Lebensmonat werden die Milchzähne durch das bleibende Gebiss ersetzt. 

Geben Sie Ihrem Junghund häufig Kauknochen, um das Wechseln der Zähne zu beschleunigen. Homöopathische Mittel, wie beispielsweise Belladonna, helfen bei entzündetem Zahnfleisch, das Schmerzen bereitet und zu vermehrtem Speicheln führt. 

Stinkt Ihr Hund aus dem Mund, ist dies meist ein Hinweis für eine Erkrankung. Ignorieren Sie daher das Symptom nicht, sondern suchen Sie Ihren Tierarzt auf. Nur er ist in der Lage, die Ursache für den Mundgeruch herauszufinden.

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