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Weiße Zecke - das sollten Sie bei einem Biss beachten

Weiße Zecke - das sollten Sie bei einem Biss beachten2:20
Video von Heike Kadereit2:20

Seit einigen Jahren gibt es die weiße Zecke auch in Deutschland. Beheimatet ist dieser Parasit ursprünglich am Mittelmeer. Was Sie tun können, wenn Ihr Hund von ihm gebissen wird, erfahren Sie hier.

Was Sie benötigen:

  • Spot On
  • Fieberthermometer
  • Zeckenzange
  • Zeckenhaken
  • Tierarzt
  • Jodsalbe

Die weiße Zecke ist zwar selten, kann aber trotzdem auch schwere gesundheitliche Folgen für ein gebissenes Tier haben.

Weiße Zecken können Babesiose verbreiten

Beheimatet ist die weiße Zecke nicht in unseren Regionen, sondern am Mittelmeer. Dort kommt sie so häufig vor wie in Deutschland der bekannte Holzbock. Die weiße Zecke kann Ihren Hund mit Babesiose anstecken.

  • Babesiose ist eine Hundemalaria, die mit der Malaria beim Menschen verglichen werden kann. Ist Ihr Hund nach einem Biss der weißen Zecke an Hundemalaria erkrankt, dann zeigt das Tier ähnliche Symptome wie ein Mensch bei einer normalen Malaria.
  • Dabei zerstört die weiße Zecke die roten Blutkörperchen und es kommt zu einer Blutarmut bei Ihrem Hund. Im Vergleich zu anderen Zeckenbissen kann ein vom Biss der weißen Zecke infizierter Hund die Hundemalaria zum Beispiel bei einer Beißerei auch auf einen anderen Hund übertragen.

Wenn sich eine weiße Zecke festgebissen hat

  • Hat sich bei Ihrem Haustier eine weiße Zecke festgebissen, dann muss dieser Parasit wie eine ganz normale Zecke entfernt werden. Dazu nehmen Sie die üblichen Hilfsmittel wie eine Zeckenzange oder einen Zeckenhaken und entfernen die Zecke vorsichtig.
  • Kontrollieren Sie anschließend genau, ob die Zecke unverletzt ist und auch keine Reste mehr in der Haut verblieben sind. Ist dies der Fall, dann entsorgen Sie den Parasiten sofort und desinfizieren Sie die Zeckenzange und auch Ihre Hände gut.
  • Geben Sie auf die Bissstelle etwas Jodsalbe zum Desinfizieren. Die Salbe verhindert auch, dass sich Bakterien oder Viren weiter ausbreiten können. Dann sollten Sie die betreffende Stelle genau beobachten und auch auf das Verhalten Ihres Hundes achten.

Wenn sich der Hund durch den Zeckenbiss infiziert hat

  • Hat sich Ihr Haustier mit der Hundemalaria infiziert, dann dauert es zwischen zehn Tagen und drei Wochen, bis sich die ersten Symptome zeigen. Ihr Tier wird dann schwach und die Schleimhäute sehen blass aus oder bekommen einen gelben Farbstich.
  • Zusätzlich kann Ihr Haustier Fieber bekommen, das schnell auf 42°Grad ansteigt, und auch der Urin kann sich rötlich färben. Wenn nun noch die Nieren, die Milz oder die Leber angegriffen werden, dann kann der Biss einer weißen Zecke tödlich enden. Deshalb ist das Beobachten nach dem Zeckenbiss so wichtig.

Am besten schützen Sie Ihre Haustiere mit einem Spot On gegen die weiße Zecke. Haben Sie trotzdem solch eine Zecke gefunden und entfernt, lassen Sie das Tier zur Vorsicht von einem Tierarzt untersuchen.

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