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Sind Hunde Allesfresser? - Darauf sollten Sie bei der Ernährung Ihres Vierbeiners achten

Hunde gehören zu den Carni-Omnivoren, das heißt, sie sind Fleisch- und Allesfresser. Das Gebiss besitzt Fang- und Reißzähne, jedoch keine Kauflächen. Daran kann man erkennen, dass das ideale Hundefutter hauptsächlich aus rohem Fleisch samt Knochen bestehen sollte. Schon der Wolf hat als Allesfresser zusätzlich Beeren, Kräuter und Obst zu sich genommen.

Bananen und Erdbeeren werden von vielen Hunden sehr gerne gefressen.
Bananen und Erdbeeren werden von vielen Hunden sehr gerne gefressen.

Was Sie benötigen:

  • Fleisch
  • Knochen
  • Gemüse
  • Obst
  • Öl

Gebiss und Verdauung des Hundes

  • Mit seinen 42 Zähnen ist das Gebiss des Hundes darauf ausgelegt, Beutetiere zu greifen und zu erlegen. Knochen zu durchbeißen stellt kein Problem dar. Die erlegte Beute wird bei frei lebenden Hunden sehr schnell verschlungen und eventuelle Reste vergraben. Bei den meisten unserer Haushunde ist es immer noch so, dass sie ihren Napf in sehr kurzer Zeit leerfressen, doch leider haben sie kaum noch die Möglichkeit, Knochen und andere Reste zu verbuddeln. 
  • Die Magensäure ist beim Hund extrem stark und Sie sollten darauf achten, dass der Säuregrad erhalten bleibt. Durch den hohen Säuregehalt werden die Erreger im Fleisch abgetötet, sodass es für gesunde Hunde auch nicht schädlich ist, älteres Fleisch zu fressen. Frisst der Hund öfters Gras, kann dies auf eine Übersäuerung des Magens hindeuten. Mit der Fütterung von grünem Pansen unterstützen Sie die Gesundheit Ihres Hundes.

So ernähren Sie Ihren Allesfresser gesund und artgerecht

  • Der Hund als Fleisch- und Allesfresser benötigt eine Ernährung, die zum größten Teil aus rohem Fleisch besteht. Grundsätzlich können Sie fast jede Fleischsorte, also Rind, Lamm, Huhn, Pferd, Kaninchen, Ziege, Kalb und Schaf füttern, nur von einer Fütterung von Schweinefleisch und Wildschwein ist abzuraten. Bei allergischen Hunden sollte man mit nur einer Sorte, am besten mit Pferdefleisch, beginnen und diese Fütterung für einige Wochen beibehalten. Ansonsten ist Abwechslung die beste Methode, damit Ihr Hund gesund ernährt wird.
  • Das Nagen von Knochen gehört zu einem glücklichen Hundeleben dazu. Außerdem wird damit die Reinigung und Stärkung der Zähne unterstützt. Bieten Sie Ihrem Allesfresser nach einer Fleischmahlzeit rohe Knochen an. Schweineknochen lieber meiden und Knochen vom Geflügel unbedingt nur in rohem Zustand verfüttern. 
  • Der Allesfresser liebt auch überreifes Obst und Beeren und sehr gerne grünes Gemüse. Zur besseren Verwertung sollten Sie es jedoch zerdrücken oder pürieren. Sie können die Komponenten je nach Bedarf zusammenstellen. Leidet Ihr Hund unter Durchfall, so geben Sie ihm Bananen oder Äpfel, plagt ihn jedoch Verstopfung benötigt er etwas rohe Leber. Nach einer pflanzlichen Entwurmung bieten sich fein geraspelte Möhren oder Kokosflocken an und um die Abwehrkräfte zu steigern können Sie Hagebuttenpulver füttern. 
  • Hunde benötigen außerdem täglich etwas Öl. Hierfür eignet sich Fisch-, Mais- oder Olivenöl. Hat Ihr Allesfresser Probleme mit Haut und Fell, sollten Sie Nachtkerzenöl bevorzugen. Auch hier ist Abwechslung die beste Gesundheitsvorsorge. Das Öl sollte am besten mit dem Gemüse vermischt werden. Verträgt Ihr Hund Milchprodukte, können Sie ihm ab und an Hüttenkäse oder Quark mit frischem Leinöl anbieten.
  • Auch wenn ein Hund ein Allesfresser ist, gibt es Lebensmittel, die für ihn nicht gesund sind. Sehr giftig für Hunde sind Schokolade, Zwiebeln, Auberginen und Avocados. Unreifes Obst und Obstkerne sollten auch gemieden und Knoblauch nur in geringen Mengen verfüttert werden. Auch Weintrauben und Rosinen können für Hunde giftig sein.

Eine artgerechte rohe Fütterung mit viel Abwechslung ist für Hunde die beste Gesundheitsvorsorge. Lassen Sie sich bei einem Ernährungsberater für Hunde oder bei Ihrem Lieferanten für Frostfutter ausführlich beraten. 

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