Wie mache ich Pappmaché?
In Europa seit dem 15. Jahrhundert bekannt, erfreut sich Pappmaché noch heute bei allen Altersgruppen großer Beliebtheit – egal ob als gemeinschaftliches gestalterisches Erlebnis für Kinder, zur Herstellung einzigartiger Deko-Objekte für Zuhause oder im künstlerisch-kreativen Bereich. Die Zutaten für Pappmaché lassen sich in fast jedem Haushalt finden, die Herstellung ist einfach und preiswert, das Ergebnis in jedem Fall ein Unikat. So lassen sich relativ große und leichte Skulpturen, Plastiken oder Masken herstellen.
- 11.05.2010 Fanni Schmidt
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Zeitungspapier
- Eimer o. Kochtopf
- Wasser
- Tapetenkleisterpulver
- Handmixer
- Farben (Acryl, Lack etc.)
- Zerreißen Sie für die Herstellung von Pappmaché zunächst das Zeitungspapier in möglichst kleine Stücke. Ein Zerkleinern im Aktenvernichter ist ebenfalls möglich. Die langen Streifen sollten Sie allerdings noch mal zerreißen.
- Weichen Sie die Papierschnipsel in einem Eimer einige Stunden in heißem Wasser ein. Wahlweise können Sie die Schnipsel auch in einem Topf mit Wasser erhitzen und 10 Minuten kochen lassen. Man rechnet hierbei mit ungefähr 1,5 l Wasser pro Tageszeitung. Das Papier kann sich so auflösen und die Fasern werden frei. Achten Sie hierbei aber darauf, dass das Wasser nicht verdampft. Gießen Sie gegebenenfalls etwas nach.
- Zerkleinern Sie die Masse mit dem Handmixer.
- Gießen Sie das überflüssige Wasser ab, lassen Sie die Papiermasse etwas abkühlen und drücken Sie sie dann mit den Händen aus.
- Geben Sie nun etwas Kleisterpulver hinzu. Hierbei sollte ein formbarer Brei entstehen. Wird zuviel Kleister hinzu gegeben, wird die Masse zu klebrig.
- Kneten Sie nun alles gut durch und fertig ist das Pappmaché.
- Füllen Sie das fertige Pappmaché am besten in eine Plastiktüte oder –dose, um ein Austrocknen zu vermeiden. Entnehmen Sie immer nur soviel, wie Sie gerade benötigen.
- Aus der Masse lassen sich nun Plastiken, Skulpturen oder Masken formen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Für größere Plastiken kann zusätzlich eine Art inneres Skelett als Hilfsmittel benutzt werden. Dafür eignet sich Draht, zusammengeknüllte Zeitung, aber auch leere Plastikflaschen. Flaschen sollten Sie zuvor zum Beschweren eventuell mit Sand befüllen.
- Nach dem Trocknen können Sie das Pappmasché-Objekt mit feinem Schleifpapier oder einem scharfen Messer bearbeiten.
- Gestalten Sie das Objekt abschließend zum Beispiel mit Acrylfarbe oder einem Lack farblich. Sie können Ihrer Kreativität hierbei wieder freien Lauf lassen.
- Im Kühlschrank lässt sich das Pappmaché bis zu 4 Wochen aufbewahren. Allerdings sollten Sie Schimmelbildung beachten.
