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Pilze trocknen - so geht's

Pilze trocknen - so geht's1:24
Video von Bianca Koring1:24

Ist die Pilzernte weitaus größer ausgefallen als zuvor angenommen, stellt sich die alte Frage: Wohin mit den vielen Steinpilzen, Maronen, Birkenpilzen oder Hallimasch? Früh, Mittag und Abend Pilze essen ist keine gute Idee. Und verschenken ist ja auch nicht so schön, schließlich möchte man die Pilze ja selber verputzen. Wie wäre es mit Trocknen? Pilze zu trocknen ist eine sehr schonende Methode, um sie mindestens ein Jahr lang haltbar zu machen. Sie werden intensiver im Geschmack und man kann sich mit dem Verzehr Zeit lassen. Das Trocknen ist relativ einfach.

Was Sie benötigen:

  • Backpapier oder Stoff
  • Schnur
  • Backofen

Um Pilze zu trocknen, steht Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung. Am schnellsten geht es in einem Dörrofen. Sparsamer dagegen ist das Trocknen der Pilze auf Papier, aufgefädelt auf einer Schnur oder im Backofen. Bevor Sie nun aber Ihre Pilze voller Tatendrang in die Sonne legen oder hängen, denken Sie daran: Nur kleine und dünn geschnittene Pilze trocknen gut und richtig.

Gesammelte Pilze vorbereiten

  1. Sortieren Sie zunächst aus Ihrem Pilzkorb die Pfifferlinge aus, da sie beim Trocknen bitter werden. Champignons, Hallimasch und alle Röhrlinge wie Birkenpilze, Steinpilze, Maronen, Goldröhrlinge, Sandröhrlinge oder Butteröhrlinge eignen sich dagegen sehr gut zum Trocknen.
  2. Putzen Sie die Pilze mit einem Messer oder einem Pinsel ab. Entfernen Sie Schmutz, Nadeln, faule, madige und von Schnecken angeknabberte Stellen. Schneiden Sie auch die Röhren aus dem Pilz, wenn sie nass oder zu weich sind.
  3. Vorsicht! Waschen Sie die Pilze vor dem Trocknen auf gar keinen Fall mit Wasser. Sie saugen sich mit dem Wasser voll und sind zum Trocknen nicht mehr geeignet.
  4. Damit sie leichter trocknen, schneiden Sie sie in Scheiben beziehungsweise sehr kleine Exemplare in Hälften.
  5. Durch Dörren können Sie selbst Trockenobst ohne chemische Zusätze wie Schwefel oder …

Diverse Möglichkeiten zum Trocknen

  • Pilze trocknen Sie klassischerweise auf einem Stück Papier oder aufgefädelt auf Schnüren. Das kann mehrere Tage dauern.
  • Verwenden Sie kein Zeitungspapier, da die Druckerschwärze giftig ist. Backpapier oder ein Stück Stoff tun es auch. Verteilen Sie die Pilze auf der Unterlage, sodass sie nicht übereinander liegen. Es hat sich zudem bewährt, sie einmal am Tag zu wenden. Zum Trocknen benötigen die Pilze einen warmen und luftigen Ort, zum Beispiel in der Nähe einer Heizung oder in der Sonne.
  • Dasselbe gilt für das Auffädeln auf eine Schnur. Je wärmer und luftiger der Ort ist, desto besser trocknen die Pilze. Ist es dagegen zu kalt und feucht, kann es passieren, dass sie verschimmeln.
  • In einem Dörrofen trocknen sie aufgrund der hohen Temperatur innerhalb von ein paar Stunden. Doch nicht jeder kann sich einen Dörrofen leisten. Im Backofen kann es genauso gut und schnell funktionieren. Erwärmen Sie den Backofen auf maximal 50 °C und lassen Sie ihn leicht geöffnet, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Denn Pilze verlieren während des Trocknens 90 Prozent ihres Gewichts und das ist nun einmal hauptsächlich Wasser. Heizen Sie den Pilzen auf keinen Fall mehr ein, da sie sonst Geschmack und Farbe verlieren. Fertig getrocknet sind sie, wenn sie rascheln.

Getrocknete Pilze richtig lagern

  • Lagern Sie sie luftdicht, trocken und dunkel. Dazu eignen sich am besten Einweckgläser mit einem festen Schraubverschluss, die Sie an einen dunklen Ort stellen.
  • Auf diese Weise sind sie mehrere Jahre haltbar.
  • Riechen sie jedoch muffig und schimmelig, waren sie zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt und sind verdorben.

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