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Lecksuche an der Heizung

Lecksuche an der Heizung - so finden Sie die undichte Stelle0:52
Video von Marie Pertz0:52

Wenn Sie häufig Wasser in die Heizung füllen müssen, sollten Sie sich auf Lecksuche begeben. Sie verliert vermutlich Wasser.

Leck in der Heizung erkennen

An der Heizung ist ein Manometer angebracht, das den Druck in der Anlage anzeigt. Wenn dieser fällt, fehlt Wasser in der Heizung. Ein solcher Druckabfall kann auf ein Leck hindeuten.

Manometer an der Heizung

Manometer
Manometer © Roswitha Gladel

Füllen Sie Wasser nach und beobachten Sie dabei die Wasseruhr. Merken Sie sich, wie viel Wasser Sie einfüllen müssen, bis der Druck wieder stimmt. Achten sie darauf, ob Sie in den nächsten Wochen häufiger einen solchen Druckabfall haben. Falls dem so ist, kann ein Leck die Ursache sein.

Wasseruhr

Wasseruhr
Wasseruhr © Roswitha Gladel

Beobachten Sie, ob der Druck weiter fällt, wenn Sie nicht auffüllen. Pendelt dieser sich beispielsweise bei 0,6 Bar ein, können Sie von einem Leck in der oberen Etagen ausgehen. Fällt er bis auf null, spricht vieles für einen Defekt im Druckausgleichsbehälter oder eine Leckage im Keller.

Drei Hinweise auf ein Leck:

  • Der Druck fällt immer wieder ab.
  • Es muss eine größere Menge Wasser aufgefüllt werden, bevor der Druck wieder stimmt.
  • Der Druck fällt nicht bis auf null, wenn Sie nicht auffüllen.

Tipps, um Leckstellen zu finden

Sie wissen durch das Auffüllen, welche Mengen Wasser aus der Heizung austreten. Wenn ein bis zwei Liter Wasser je Woche aus der Heizung laufen, kann das Leck überall sein. 

Größere Mengen Wasser, die aus einer Heizung nach einem Rohrbruch auslaufen, bleiben in der Regel nicht unbemerkt. Falls niemand einen Wasserschaden feststellt, resultiert der Wasserverlust vermutlich aus einem Überkochen. Das Wasser fließt über einen Überlauf ab. Achten Sie auf die Vorlauftemperatur der Heizung. 

Größere Mengen Wasser können auch direkt am Brenner austreten und dort durch die Hitze verdampfen. Ein feuchter Geruch, der an einen Waschkessel erinnert, deutet auf einen solchen Rohrbruch hin.

Lecksuche an der Heizungsanlage

Wenn regelmäßig weniger als fünf Liter je Woche entweichen, ist die im Folgenden beschriebene Methode sinnvoll. Beginnen Sie an den obersten Heizkörpern und arbeiten Sie sich pro Etage nach unten vor.

1. Sichtprüfung an Heizkörperventilen. Es heißt zwar "aus Sicht prüfen", aber verlassen Sie sich nicht nur auf Ihre Augen. Drehen Sie das Ventil voll auf und fühlen Sie, ob es daran feucht wird. Wiederholen Sie diese Prüfung bei komplett zugedrehtem Ventil.

Ventil untersuchen.
Ventil untersuchen. © Roswitha Gladel

2. Rohrleitungen prüfen. Fahren Sie mit den Fingern an den Zu- und Ableitungen Ihrer Heizung entlang. Legen Sie zur Sicherheit Papier unter die Heizung. So finden Sie auch kleine Leckagen.

Leitungen abtasten.
Leitungen abtasten. © Roswitha Gladel

3. Wände abfühlen. Streichen Sie mit der flachen Hand über die Wände an den Stellen, an denen vermutlich Heizungsrohre verlaufen. Achten Sie auf Wärme und Feuchtigkeit.

Wand auf Feuchtigkeit untersuchen.
Wand auf Feuchtigkeit untersuchen. © Roswitha Gladel

4. Heizungsanlage prüfen. Untersuchen Sie zum Schluss alle sichtbaren Bestandteile der Heizung. Undichte Stellen befinden sich oft an Bauteilen wie dem Füllschlauch oder dem Überdruckventil. 

Auf Anschlüsse im Keller achten.
Auf Anschlüsse im Keller achten. © Roswitha Gladel

Fachmann beauftragen

Wenn Sie die Lecksuche nicht selber durch Sichtprüfung erfolgreich abschließen können, brauchen Sie einen Fachmann. Dieser ist auch sinnvoll, wenn Sie vermuten, dass eine Wand durch austretendes Heizungswasser feucht ist.

Fachbetriebe für Leckageortung spüren Lecks über Feuchtigkeitssensoren auf oder fertigen mit einer Wärmebildkamera eine Thermografie an. Wenn dies nichts nützt, setzen Sie in der Regel Prüfgas ein. Die Leckortung verursacht keinen Schaden und führt sicher zu einem Ergebnis. Nach der Untersuchung wissen Sie, ob es einen Schaden in den Leitungen gibt und wo dieser genau liegt.

Durch die Erkenntnisse des Fachmanns haben Sie die Möglichkeit, den Schaden mit geringem Aufwand zu reparieren. Sie brauchen nicht unnötig die Wand oder den Boden großflächig aufzustemmen, es genügt den Schadenbereich freizulegen.

Eines ist wichtig: Zögern Sie nicht mit der Lecksuche zu beginnen, wenn Ihre Heizung Wasser verliert. Sie müssen die Ursache aufklären und beseitigen, um weitere Schäden zu vermeiden.

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