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Druck im Heizungssystem senken - so geht's

Der Innendruck in einem Heizungssystem wird vom Hersteller vorgeschrieben. Er ist notwendig, um die ordnungsgemäße Funktion der Anlage zu gewährleisten. Abzulesen ist der Druck an einem Manometer, das meist im Steuerungsblock steckt. Es gestattet eine gewisse Toleranz, die mit einem grünen Feld markiert ist. Schlägt der Zeiger nach oben in den roten Bereich aus, muss der Druck gesenkt werden.

Der Heizungsdruck muss stimmen.
Der Heizungsdruck muss stimmen.

Der Druck im System hängt von 2 Faktoren ab

  • Vorausgesetzt, das gesamte System ist dicht, bestimmen der Wasserinhalt und der Anfangsdruck im Druckausgleichsbehälter die Stellung der Manometernadel. Es kann nun vorkommen, dass bei unverändertem Druck im Druckausgleichsbehälter zu viel Wasser aufgefüllt wurde. Dann kann einfach soviel Wasser wieder abgelassen werden, bis der Druck im Heizungssystem stimmt.
  • Der Anfangsdruck im Druckausgleichsbehälter wird vor dem Befüllen der Anlage mit Wasser hergestellt. Er liegt meist bei 1,6 bar und Sie können ihn bei gefüllter Anlage nicht mehr kontrollieren, denn das Verbindungsrohr zwischen dem System und dem Ausgleichsbehälter lässt sich nicht ohne Weiteres absperren.

Das Heizungssystem unterliegt ständigen Druckschwankungen

  • Die physikalischen Eigenschaften von Wasser bedingen eine Änderung des Volumens mit der Änderung der Temperatur. Im Klartext: Wasser dehnt sich beim Erwärmen aus und zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen. Dementsprechend verhält sich auch der Druck im Heizungssystem.
  • Sie müssen beim Auffüllen von Wasser bei kalter Heizung bedenken, dass der Druck während des Heizvorganges deutlich steigen wird. Diese Ausdehnung aufzufangen, ist Aufgabe des Druckausgleichsbehälters (Ausdehnungsgefäß). Das dort enthaltene Gas wird bei steigendem Druck zusammengepresst und hält so die Druckschwankungen in vertretbaren Grenzen.
  • Steigt in Ihrem Heizungssystem der Druck exorbitant an, wenn Sie heizen, während er beim Abkühlen ungewöhnlich stark sinkt, deutet das auf einen defekten Druckausgleichsbehälter hin. Lassen Sie Wasser ab bis der Druck auf 0 gesunken ist.  Messen Sie dann den Druck am Luftventil und füllen Sie Stickstoff (möglichst keine Luft) nach, bis das Manometer wieder 1,6 bar zeigt. Das Entlüftungsventil muss dabei geöffnet bleiben.
  • Entlüften Sie Ihr Heizungssystem, wenn dies nicht automatisch geschieht. Tritt weiterhin zu hoher, bzw. zu niedriger Druck auf, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen, der den Ausgleichsbehälter prüft und den Fehler schnell finden wird.
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