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Beim Stricken die Fäden vernähen - so klappt's

Beim Stricken die Fäden vernähen - so klappt's2:25
Video von Liane Spindler2:25

Individuelle Strickarbeiten ziehen vielfach bewundernde Blicke auf sich. Hier kann die eigene Kreativität ausgelebt werden. Eine wichtige Arbeit beim Stricken ist jedoch besonders mühsam: Viele Fäden vernähen dauert Zeit und verlangt etwas Geschicklichkeit. Selten ist dieser Abschlussstress beliebt, besonders bei zahlreichen Wollenden. Vielfach werden bereits beim Stricken die ersten Fäden verarbeitet. Ob mittendrin oder am Ende der Strickarbeit, auch links sollte alles ordentlich und adrett aussehen.

Das Vernähen der Fäden beim Stricken nicht unterschätzen

  • Es gibt fleißige „Stricklieseln“, die sich an raffinierte Muster heranwagen und Beeindruckendes stricken. Sieht man sich dann alles von links an, hängen Fäden herum und es besteht die Gefahr, an diesen hängen zu bleiben. Wenn Sie eine Strickjacke offen tragen und es flattern Wollfäden im Wind, gefällt Ihnen das sicher nicht. Aber wie können Fäden beim Stricken so vernäht werden, dass alles ordentlich aussieht? Eigentlich ist das nicht kompliziert, wenn Sie einige Kleinigkeiten beachten.
  • Nach dem Vernähen der Fäden passiert es vielfach, dass die Enden nach dem Abschneiden beim Tragen und Waschen doch hervorschauen. Die Maschen nach dem Stricken sind elastisch und dehnbar.
  • Wenn Sie das verhindern möchten, vernähen Sie auf der Rückseite diagonal in einem Winkel von 45 Grad. Sie ziehen den Faden vorsichtig  durch die einzelnen Maschenschlaufen und stechen dabei den jeweiligen Faden nur zum Teil durch und niemals die Masche komplett. Das Vernähen der Fäden nach dem Stricken darf auf der Außenseite nicht sichtbar sein.
  • Damit der vernähte Wollfaden sich nicht herausschlängeln kann, ziehen Sie die Fäden auf dieser Linie zurück, ohne die Wolle unfreiwillig herauszufädeln. Abschließend können Sie den restlichen Faden abschneiden und Sie spüren den festen Halt des Vernähten.
  • Vielfach hat man jedoch beim Ansetzen der Wolle zwei Fäden, Ende und neuen Anfang. Je nach Wollstärke empfiehlt es sich, 1 bis 2 Maschen mit doppelten Fäden zu arbeiten. Anschließend suchen Sie sich für das zweite Ende eine andere Diagonale zum Vernähen, damit sich die Wolle besser verteilt und nicht aufträgt.
  • Einen Nachteil hat diese Methode aber: Wenn Sie alles irgendwann nach dem Stricken auftrennen möchten, wird es in dem Bereich, auf dem Sie die Fäden vernäht haben, nicht einfach.
  • Beim mehrfädigen Stricken mit sehr dünner Wolle können vor dem diagonalen Vernähen der Fäden diese miteinander verknotet werden.
  • Wenn Sie das Haus verlassen und nicht bemerken, dass Sie Ihren Strickpullover links herum tragen, dann haben Sie sehr ordentlich gearbeitet.

Schulternähte zusammenstricken und nicht mit Fäden vernähen

  1. Vielfach können Sie die Schulternähte Ihres Modells zusammenstricken. Die erste Schulternaht (Vorder- oder Rückteil) belassen Sie auf der Rundstricknadel.
  2. Dann stricken Sie die dazugehörige Seite (Rück- oder Vorderteil) hoch.
  3. Nun nehmen Sie beide Enden der Rundstricknadeln in die linke Hand und nutzen das zweite Nadelende einer Nadel mit der rechten Hand zum Zusammenstricken. Mit dem Wollfaden gleiten Sie zuerst durch die Masche der ersten Nadel und dann der zweiten Nadel und ziehen den Faden durch.
  4. Das Gleiche erfolgt nun mit der jeweils zweiten Masche pro Nadel. Abschließend ziehen Sie die erste Masche über die Schlaufe des zweiten Maschenpaares.
  5. So ketteln Sie nacheinander alle Maschen ab und haben die Gewissheit, dass die Maschen eines Teils perfekt zu denen des anderen passen. Die Schulternaht wird beim Nähen nicht zusammengezogen und das Kleidungsstück sieht einfach perfekt aus, innen und außen. 

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