• Manche Gründe, aus denen ein Auto nicht anspringt, sind so alt wie simpel und die Frage danach wird vom Fahrer oft als Beleidigung aufgefasst. Doch sie kommen dennoch sehr häufig vor und sollten deshalb zuerst abgeklärt werden: Haben Sie noch Treibstoff im Tank? Oder haben Sie vielleicht das Licht angelassen und jetzt ist die Batterie leer? 
  • Wenn das Auto nicht anspringt, liegt es sehr oft an der Batterie. Achten Sie beim Startversuch auf die Geräusche. Gibt es nur ein leichtes Klacken kann der Grund eine zu schwache Batterie sein. Sie liefert nicht mehr genug Saft, um den Magnetschalter im Anlasser anzuziehen. Probieren Sie mal aus, ob das Radio noch funktioniert. Wenn nicht, haben Sie den Fehler vermutlich gefunden. Versuchen Sie es mit Fremdstarten. Wenn auch das nicht funktioniert (ein Fremdstarten kann z.B. auch an mangelnder Qualität der Überbrückungskabel scheitern), laden Sie Ihre Batterie entweder richtig durch (füllen Sie wenn nötig auch destilliertes Wasser nach) oder besorgen Sie sich eine Neue.
  • Sollte das gleiche Problem kurz danach wieder auftreten, ist es möglich, dass die Lichtmaschine nicht genügend Ladestrom liefert. Richtig geladen wird die Batterie auch dann nicht, wenn Sie hauptsächlich Kurzstrecken fahren. Hier empfiehlt es sich, die Batterie ab und zu mit einem Ladegerät richtig durchzuladen, um die Lebensdauer zu verlängern. Bei einer gesunden Batterie spielt es übrigens für deren Lebensdauer keine Rolle, wie viele Verbraucher Sie während der Fahrt eingeschaltet haben. (Es sei denn, Sie haben gerade Starthilfe bekommen, dann sollten es natürlich erstmal möglichst wenige sein.)
  • Wenn das Auto nicht anspringt, ist auch manchmal ein defekter Verteiler das Problem. Selbst wenn er nur verdreckt ist, verhindert das den Kontakt zur Verteilerkappe. Es kann sich auch Kondenswasser unter der Verteilerkappe ansammeln, wodurch die Weiterleitung der in der Zündspule erzeugten Hochspannung an die Zündkerzen ebenfalls verhindert wird. Prüfen Sie auch die Zündkerzen (bzw. Glühkerzen bei einem Diesel) und die Sicherungen. Sie lassen sich relativ leicht wechseln. Bedenken Sie aber, dass es auch einen Grund dafür gibt, dass eine Sicherung kaputt ist, bzw. Zündkerzen nicht nur durch Verschleiß, sondern auch durch schwerwiegendere Probleme im Motor beschädigt werden. Lassen Sie das von einem Fachmann abklären.
  • Sie selbst können noch überprüfen, ob auch wirklich alle Kabel angeschlossen sind. Andernfalls kann auch das verhindern, dass der Motor anspringt. Öffnen Sie einfach mal die Motorhaube und zupfen Sie vorsichtig an den verschiedenen Kabeln. Manchmal lockern sich während der Fahrt die Verbindungen. Ist irgendetwas lose, stecken Sie es wieder an die entsprechende Stelle. Oft wirkt das Wunder. Ein ebenso einfach zu behebendes Problem ist ein ausgehängter Gaszug. Um den Motor zu starten, ist oft ein leichtes Gasgeben nötig. Sehen Sie unter dem Gaspedal nach und hängen Sie den Gaszug gegebenenfalls wieder ein.
  • Zum Schluss noch einmal zurück zu den einfachen Fehlern. Denn oft denkt man viel komplizierter als nötig. Stellen Sie sicher, dass die Wegfahrsperre deaktiviert ist, bzw. hier kein Defekt vorliegt (gerade bei modernen Autos immer wieder ein Problem). Bei Automatikgetriebe ist ein Starten nur möglich, wenn Sie die Schaltung auf „N“ (neutral) oder „P“ (Parken) gestellt haben und die Bremse gedrückt halten. Und sollten Sie einen Diesel ohne Direkteinspritzer fahren, vergessen Sie beim Starten nicht das Vorglühen. Ein Diesel mag es nun mal lieber mit Vorspiel...