Was Sie benötigen:
  • hochwertiges Überbrückungskabel
  • einen hilfsbereiten Autofahrer

Ihr Auto springt nicht an

  1. Das erste was Sie brauchen, um Ihr Auto zu überbrücken, ist ein hilfsbereiter Autofahrer. Meist findet man einen solchen recht schnell, da jeder diese leidige Situation kennt. Falls Sie niemanden finden können, gibt es auch die Möglichkeit ein Taxi zum Fremdstarten zu rufen. Das kostet allerdings pauschal ca. 15-18€ ( plus Anfahrtskosten).
  2. Verwenden Sie zum Überbrücken ein qualitativ hochwertiges Starthilfekabel. Das erkennen Sie an der DIN-Norm 72553 (bzw. ISO-Norm 6722), welche Kabellänge (min. 3m) und -Querschnitt (min. 16mm, bei Diesel-Fahrzeugen 25mm) sowie die (Voll-)Isolierung der Polklemmen vorschreibt.
  3. Stellen Sie die Fahrzeuge möglichst nah zueinander. Nehmen Sie den Gang raus, ziehen Sie die Handbremse an und schalten Sie die Zündungen und sämtliche Verbraucher in beiden Autos aus.

Überbrücke Sie Ihr Fahrzeug richtig

  1. Verbinden Sie nun mit dem roten Kabel die Pluspole beider Batterien. Das eine Ende des schwarzen Kabels wird nun an den Minuspol der funktionierenden Spenderbatterie befestigt. Das andere Ende schließen Sie NICHT an den Minuspol der anderen Batterie an, sondern befestigen es an einem unlackierten Metallteil im Motorraum des Pannenfahrzeugs, einem sogenannten Massepunkt.
  2. Überprüfen Sie, dass die Kabel nicht in die Nähe von Keilriemen, Anlasser oder Kühlerventilator geraten.
  3. Nun wird der Motor des Spenderautos gestartet. Anschließend starten Sie den Motor des Pannenfahrzeugs. Sollte der Motor nicht anspringen, überprüfen Sie den Sitz der Überbrückungskabel und versuchen Sie es erneut.
  4. Wenn das Auto anspringt, sollten Sie als nächstes einen großen Verbraucher einschalten (z.B. Scheinwerfer oder Sitzheizung). Damit verhindern Sie, dass durch Spannungsspitzen die Fahrzeugelektronik beschädigt wird.
  5. Nehmen Sie nun das Starthilfekabel wieder vollständig ab. Dabei entfernen Sie zuerst das schwarze Minuskabel, anschließend das rote Pluskabel. Danach schalten Sie den zusätzlichen Verbraucher wieder aus.
  6. Damit sich die Batterie wieder aufladen kann, sollten Sie nach der erfolgreichen Überbrückung eine längere Strecke fahren. Ist das nicht möglich, empfiehlt es sich, die Batterie an ein Ladegerät anzuschließen.
  7. Und zum Schluss noch eine kleine hilfreiche Eselsbrücke gegen den Kabelsalat: das „Plus“ –Kabel wird zuerst „hinzugefügt“, das „Minus“ –Kabel wird zuerst „abgezogen“. Gute Fahrt!