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Wie lange hält sich Sekt? - So bewahren Sie Sekt auf

Wie lange hält sich Sekt? - So bewahren Sie Sekt auf1:10
Video von Benjamin Elting1:10

Sekt ist nicht wie Wein. Vor allem ist er nicht unbegrenzt lagerfähig. Wenn Sie wissen wollen, wie lange sich Sekt hält und Sie ihn genießen können, lesen Sie die Erfahrungen eines erfahrenen Sekttrinkers.

Sekt schmeckt, wenn er richtig gelagert wird

  • Die Frage, wie lange sich Sekt hält, können Sie sich selbst grob beantworten, wenn Sie einen Blick auf das Etikett werfen. Achten Sie auf den Alkoholgehalt. Je höher der Alkoholgehalt, um so weniger Zucker befindet sich noch im Sekt und umso länger ist Ihr Sekt haltbar.
  • Gehen Sie davon aus, dass allein ein hoher Preis wenig über die Lagerfähigkeit aussagt.
  • Wenn Sie sicher gehen wollen, probieren Sie alle 3 - 6 Monate den Sekt einer bestimmten Marke. Stellen Sie negative Geschmacksveränderungen fest, entsorgen Sie den restlichen Flascheninhalt.
  • Gehen sie auch davon aus, dass Sekt nicht wie Wein im Laufe der Zeit besser wird.

Der Alkoholgehalt bestimmt, wie lange Sekt sich hält

  • Eine halbwegs brauchbare Angabe technischer Art, wie lange sich Sekt hält, finden Sie in der Dosage-Bezeichnung. Steht auf Ihrer Flasche die Bezeichnung "Brut", ist der Gehalt an Restzucker niedriger als 15 g/l. Dafür ist der Alkoholgehalt und der Gehalt an Kohlensäure höher und Ihr Sekt ist im Vergleich zu anderen Bezeichnungen länger oder zumindest verhältnismäßig am längsten haltbar. Gehen Sie davon aus, dass Sie diesen Sekt bei optimaler Lagerung auch noch nach fünf bis acht Jahren genießen können.
  • Lesen Sie: "Extra dry" beträgt der Restzucker zwischen 12g/l und 20 g/l. "Trocken" bedeutet: Gehalt an Restzucker zwischen 17g/l und 35 g/l, "Halbtrocken = demisec": Gehalt an Restzucker zwischen 33g/l und 50 g/l, "Doux = süß": Gehalt an Restzucker über 50 g/l.
  • Also: Je weniger Zucker im Sekt ist, desto länger dürfen Sie von seiner Lagerfähigkeit ausgehen. Anders gesagt: Je weniger Zucker, umso mehr Alkohol und Kohlensäure. Und je mehr Alkohol und Kohlensäure, umso länger ist der Sekt lagerfähig. Haben Sie beispielsweise einen Sekt "Süß", sollten Sie ihn spätestens nach 2 - 3 Jahren trinken.
  • Der durchschnittliche Alkoholgehalt liegt bei etwa 11 %. Sie können sich an diesem Wert orientieren.

In der Flasche lebt ein Organismus eigener Art

  • Auch wenn der Sekt eine gewisse Lagerzeit überschritten hat, bedeutet dies nicht, dass er gleich untrinkbar ist. Er entwickelt sich, wie jeder Organismus, erst allmählich. Sie merken dies beim Sekt daran, dass sein Kohlensäuregehalt abnimmt, er nicht mehr so sprudelt und die Geschmacksnote fade wird.
  • Lagern Sie den Sekt am besten im Keller und achten Sie auf gleichmäßige Temperaturverhältnisse. Die Temperatur sollte nicht über 15 °C betragen. Auch Dunkelheit hält den Sekt jung. Lagern Sie die Flaschen liegend, damit der Sekt durch den Korken atmen kann und der Korken nicht austrocknet.

Weitere Details zur Lagerzeit

  • Die kleinen 0,2 l-Sektflaschen mit Abreißverschluss sollten Sie nicht länger als ein halbes Jahr aufheben.
  • In Doppel- oder Magnumflaschen sollte sich der Sekt länger frisch halten, als in normalen Flaschen (0,75 l).
  • Durchschnittliche Qualitäten, in der Preisklasse bis zu etwa 10 €, sollten Sie höchstens 2-3 Jahre aufbewahren.
  • Gute Qualitäten können Sie bis zu acht Jahren unter idealen Bedingungen lagern.

Der Zusammenhang zwischen Sektsteuer und Kriegsmarine

  • Wussten Sie übrigens, dass Sie im Gegensatz zu den Franzosen Sektsteuer bezahlen? Die Sektsteuer wurde in Deutschland von Kaiser Wilhelm II. eingeführt. Sie diente der Finanzierung seiner Kriegsmarine.
  • Also: Auf Ihr Wohl!

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