Die klassische Spielanleitung

Fast jeder kennt Dominosteine und viele haben auch schon damit gespielt, meist nach der klassischen Spielanleitung, doch es geht auch anders.

  • Die Ursprünge des Domino sind nicht genau bekannt, bekannt ist jedoch die Grundregel, nach der die Spieler reihum Steine mit Feldern, die die gleiche Punktzahl haben aneinanderlegen müssen. Dabei sind die Steine in zwei Felder aufgeteilt, auf denen eine bestimmte Punktzahl abgebildet ist. Je nachdem, ob es sich um ein Doppel-Sechser-, Doppel-Neuner-, Doppel-Zwöfer-, Doppel-Fünfzehner- oder Doppel-Achtzehner-Domino handelt, können auf einem Feld von 0 bis zu 6, 9, 12, 15 oder 18 Punkte aufgemalt sein. Jedoch müssen nicht auf beiden Feldern eines Steins gleich viele Punkte abgebildet sein, sondern es sind die unterschiedlichsten Kombinationen möglich.
  • Beim klassischen Domino, das meist mit einem Doppel-Sechser, das aus 28 Steinen besteht, gespielt wird, werden die Steine gemischt und an jeden Spieler gleich viele verteilt. Die übrig gebliebenen Steine werden umgekehrt hingelegt, aus ihnen muss jeweils derjenige einen Stein ziehen, der selbst keinen passenden zum anlegen hat. Wenn diese aufgebraucht sind, muss ein Spieler der nicht anlegen kann aussetzen. Beginnen darf der Spieler mit dem höchsten Doppelstein, das heißt derjenige, der zweimal die Sechs hat. Hat kein Spieler diesen Stein, beginnt derjenige mit dem nächsthöchsten Doppelstein. Sieger ist, wer als erstes alle Steine anlegen konnte. Er bekommt zusätzlich zu seinen Punkten, die er anlegen konnte, die Punkte der übrigen Steine der Mitspieler angerechnet.

Ein etwas anderes Domino-Spiel

  • Eine interessante Variante ist das sogenannte Mexican Train. Dieses Spiel, das im Allgemeinen mit einem Doppel-Zwölfer-Domino gespielt wird, gibt es als eigenes Spiel zu kaufen. Enthalten sind neben den Dominosteinen acht kleine verschiedenfarbige Lokomotiven, eine Zugstation und eine Spielanleitung.
  • Zum spielen stellen Sie in die Tischmitte die Zugstation, von dieser aus starten der Mexican Train, das ist gewissermaßen ein öffentlicher Zug, sowie je ein privater Zug pro Spieler. In die Mitte der Station legen Sie den Doppel-Zwölfer-Stein. Alle anderen Steine legen Sie umgedreht auf den Tisch. Bei zwei Spielern nimmt jeder 17 Steine, bei drei bis fünf Spielern 12 und bei mehr als fünf Spielern 10 Steine. Jeder Spieler stellt seine Steine so vor sich hin, dass die Mitspieler die Punkte nicht sehen können. Die übrig gebliebenen Steine liegen, wie beim klassischen Domino, verdeckt auf dem Tisch. 
  • Es beginnt derjenige mit der höchsten Punktzahl auf einem seiner Steine, wobei auf einer Seite zwölf Punkte abgebildet sein müssen, damit er an den in der Mitte liegenden Doppel-Zwölfer anlegen kann. Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn. Sie können jeweils einen Stein entweder an Ihren eigenen Zug anlegen oder an den öffentlichen Zug oder, unter bestimmten Bedingungen, auch an einen Zug eines Mitspielers. Letzteres können Sie dann tun, wenn ein Mitspieler seinen Zug geöffnet hat. Öffnen muss ein Spieler, wenn er auch nachdem er einen verdeckten Stein gezogen hat nicht anlegen kann. Einen geöffneten Zug zeigt er an, indem er die kleine Lok an das Ende des Zuges stellt. Entfernen darf ein Spieler die Lok nur, wenn er wieder an der Reihe ist und an seinen eigenen Zug anlegen kann.
  • Wer möchte, kann seinen Zug auch freiwillig öffnen, wenn die Reihe an ihm ist. Das kann strategisch sinnvoll sein, wenn Sie keinen passenden Stein haben, so haben Sie die Chance, dass ein Mitspieler einen passenden anlegt und Sie, wenn Sie erneut dran sind, wieder anlegen können.    
  • Legen Sie als Spieler einen Doppelstein, also einen Stein mit zweimal gleicher Punktzahl an, dann müssen Sie gleich einen zweiten passenden Stein zu diesem hinzufügen, können Sie das nicht, müssen Sie einen verdeckten ziehen, klappt es dann immer noch nicht, müssen Sie Ihren Zug öffnen. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Dieser muss jedoch auch an Ihren Doppelstein anlegen, erst wenn ein Spieler an den Doppelstein anlegen konnte, kann auch an die anderen Züge wieder angelegt werden, wobei natürlich jeder Spieler gegebenenfalls einen verdeckten Stein ziehen und, wenn es immer noch nicht klappt, seinen eigenen Zug öffnen muss.

Domino: Unterschiedliche Spielanleitungen, großer Spaß

  • Sieger ist, wie beim klassischen Domino, wer zuerst seine Steine los ist. Die übrigen Spieler bekommen die Punktzahl ihrer übrig gebliebenen Steine als Minuspunkte. Zweimal die Null auf einem Stein ergibt 50 Minuspunkte.
  • Wenn Sie mehrere Runden spielen, beginnen Sie beim nächsten Mal mit der Doppel-Elf als Ausgangsstein.
  • Mexican Train können Sie auch mit einem normalen Doppel-Zwölfer-Domino spielen und die Lokomotiven durch bis zu acht verschiedenfarbige Kegel oder Spielsteine ersetzen, je nachdem wie viele Spieler teilnehmen. Den Doppel-Zwölfer-Stein legen Sie einfach so in die Mitte. Die persönlichen Züge und der öffentliche Zug gehen strahlenförmig von diesem aus.

Probieren Sie doch einfach mal aus, welche Variante Ihnen am meisten Spaß macht.