Pop Art ist "volkstümliche Kunst"

  • Der Begriff Pop Art leitet sich von "popular art" her, was man mit "volkstümliche Kunst" übersetzen kann. Die Strömung innerhalb der modernen Kunst entwickelte sich in den 50er-Jahren und war in den Sechzigern bereits weit verbreitet und beliebt.
  • Vorbild beziehungsweise Inspiration für diese Kunstrichtung waren die Unterhaltungs- und Werbeindustrie. Die Künstler begannen, sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass die Objekte dieser Bereiche zur ästhetischen Realität der jeweiligen Gesellschaft gehören und entsprechend künstlerisch verarbeitet werden können.
  • Der daraus entstehende ungewohnte Blick auf eigentlich banale Gegenstände des "Konsumalltags" macht den Reiz der Pop Art aus. Mit den stilistischen Mitteln bspw. der Isolierung, Vergrößerung oder Nachahmung wurden bekannte Objekte künstlerisch verfremdet.

Die Merkmale der Pop Art fallen ins Auge

Kunstwerke dieser Richtung sind leicht zu erkennen, da einige der Merkmale dem Betrachter unwillkürlich auffallen. Sie drängen sich dem Auge regelrecht auf, da sie eine deutliche Verfremdung bewirken.

  • Eine Besonderheit sind die grellen Farben, in denen die Malerei gestaltet wurde. Die sogenannten Popfarben wie Pink haben mit der natürlichen Farbgebung der dargestellten Objekte nichts mehr zu tun und beeindrucken besonders auch durch ihre z. T. als gewagt empfundene Zusammenstellung.
  • Weitere Merkmale dieser Kunstströmung sind die großen Formate sowie die Darstellung der Objekte in reduzierten Ausschnitten. Beides miteinander kombiniert erzielt eine besonders eindringliche Wirkung auf den Betrachter und ermöglicht durch die Herauslösung aus dem bekannten Umfeld eine neue Auseinandersetzung mit einem Gegenstand oder Thema.
  • Bekannte Künstler der Pop Art sind Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg oder George Segal. Der schnelle und große Erfolg dieser Kunst hing auch damit zusammen, dass sie vor allem in Amerika als Neubewertung einer Volkskunstbewegung verstanden und aufgegriffen wurde.