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Erhöhte Leberwerte senken

Die Leber ist die zentrale Entgiftungs- und Stoffwechselfabrik des Körpers. Erhöte Leberwerte gilt es dringend zu senken.

Mit der richtigen Ernährung können Sie die Leberwerte senken.
Mit der richtigen Ernährung können Sie die Leberwerte senken.

Aufgabe der Leber

Die Leber ist in der Lage, Nährstoffe im Blut, welche vom Körper gerade nicht benötigt werden, in eine Speicherform umzuwandeln. Tritt ein Mangel an Nährstoffen auf, gibt sie diese wieder an den Körper zurück. Sie beteiligt sich also wesentlich am Kohlenhydrat-, Eiweiß und Fettstoffwechsel. Aber auch bei der Entgiftung des Blutes nimmt die Leber eine wichtige Rolle ein.

Diese Aufgabe ist für den Körper sehr wichtig. Wird die Entgiftungsfunktion durch schädigende Einflüsse gestört, bricht das gesamte Sicherheitssystem langsam zusammen. Ein Arzt wird dies bei der Kontrolle der Leberwerte entdecken oder Sie finden aufgrund spezifischer Symptome selbst den beginnenden oder bereits vorhandenen Schaden.

Symptomatik bei erhöhten Leberwerten

Sind die Leberwerte erhöht, spielt der Stoffwechsel verrückt. Hierbei übernimmt der Gallenfarbstoff Bilirubin, ein schwer wasserlösliches Abfallprodukt, eine wichtige Rolle: Das in der Pfortader mit einem Eiweißstoff verbundene Bilirubin wird in der Leber mit Glukuronsäure versetzt. Dadurch wird es über den Darm und den Urin besser abgebaut. Bei einer gestörten Leberfunktion verbleibt die Substanz jedoch im Körper und sorgt nicht nur für eine Gelbfärbung der Haut.

Zunächst werden Sie vermutlich einen Druck im rechten Oberbauch spüren. Dies ist der Fall, wenn es zu einer Leberverfettung als Folge von Entzündungen des Gewebes, wie bei einer Hepatitis üblich, kommt. Hervorgerufen, also ursächlich, werden Lebererkrankungen durch Fettsucht, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Entzündung der Galle und vor allem übermäßigem Alkoholkonsum sowie Viren, Bakterien, Protozoen, Parasiten beziehungsweise Autoimmunerkrankungen.

Symptome erhöhter Leberwerte

  • Ständige Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Druckgefühl im rechten Oberbauch
  • Juckreiz
  • lehmfarbener Stuhl
  • dunkelbrauner Urin
  • Appetitverlust
  • Gewichtsveränderungen
  • Blähbauch
  • Nasenbluten
  • Blutergüsse
  • Gelbfärbung der Haut oder Augen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Verminderung der Körperbehaarung

Welche Leberwerte sind erhöht

Leberwerte sind allgemein betrachtet ein Spiegelbild der Gesundheit der Leber. Erhöhte Werte deuten auf eine bereits bestehende oder beginnende Leberschädigung hin. Im Übrigen kann sich eine Fettleber bei entsprechend gesunder Lebensweise wieder vollständig zurückbilden. Eine Leberzirrhose ( Leberzerfall), als zweites und letztes Stadium ist irreversibel. Das Organ löst sich auf und kann den Körper nicht mehr von Giften zu befreien.

Diese Werte werden immer über eine Blutentnahme ermittelt.

Tabelle der Leberwerte

Leberwert weiblich männlich
Gamma -GT bis 39 U/l bis 66 U/l
GPT - Transaminasen  (ALAT) bis 19 U/l 10-50 U/l
GOT - Transaminasen  (ASAT) 10-35 U/l 10-35 U/l
GLDL bis 5,0 U/l bis 7,0 U/l
alkalische Phospatase 35 - 104 U/l 40 - 129 U/l
Billirubin < 1,1 mg/dl < 1,1 mg/dl

 

Wie Sie die Werte senken

Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Theoretisch dürfen Sie alles essen, was Sie vertragen. Achten Sie dennoch darauf, den Fettkonsum stark einzuschränken. Essen Sie viel Gemüse und Obst. Trinken Sie täglich mindestens zwei bis drei Liter. Nur eben keine alkoholischen Getränke, insbesondere kein Bier. Verzichten Sie auf Fast Food.

Sind Sie stark übergewichtig, ist nicht nur eine ausgewogene Ernährung wichtig sondern vor allem viel Bewegung. Diäten bringen in der Regel nur einen kurzfristigen Gewichtsverlust und belasten besonders die Galle. Sie sorgen dafür, dass die Gallenflüssigkeit eindickt und nicht richtig abfließt. Hierbei erhöhen sich Leberwerte ebenfalls. Die Folge sind Gallenblasenentzündungen, Koliken bis hin zu Verschlüssen der Gallenwege, ausgelöst durch Gallensteine, die sich mit der Zeit gebildet haben.

Volksheilkundlich hat sich die Einnahme von Artischockenherzen, Mariendistel und Fenchel  (TCM Medizin - Erwärmung des Lebermeridians) bewährt. Diese drei Komponenten nehmen Sie entweder in Form von Tabletten sowie Saft ein oder essen sie als Gemüse. Welche Form Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Entweder frisch als Gemüsebeilage oder als Nahrungsergänzungsmittel. Auf jeden Fall ist eine tägliche und vor allem langfristige Anwendung sinnvoll. Wenn Sie an Gallensteinen leiden, befragen Sie bitte vor dem Einsatz von Artischocke erst einmal Ihren Arzt. Artischocke kann die Beschwerden verschlimmern.

Stellt Ihr Arzt erhöhte Leberwerte fest, wird er Ihnen eine ganze Reihe an Maßnahmen inklusive entsprechender Medikamente mit an die Hand geben. Bitte denken Sie daran, dass dieser Text keinen ärztlichen Rat ersetzt, sondern lediglich als Vorabinformation dient.

 

 

Artikel aktualisiert von: Diana Schmidtbauer
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