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Geschwollene Knöchel - Ursachen & Behandlung

Geschwollene Knöchel - Ursache beheben2:42
Video von Laura Klemke2:42

Meistens ist die Ursache für geschwollene Knöchel eine vermehrte Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe. Doch woher kommt diese und was können Sie tun?

Der folgende Text kann keinen ärztlichen Rat ersetzen!

Entstehung von Schwellungen

Schwellungen können verschiedene Ursachen haben. Ein Hauptverdächtiger ist die Entzündung. Die fünf typischen Entzündungszeichen sind: Schwellung, Rötung, Überwärmung, Schmerz und Funktionseinschränkung. Schwellungen, die durch Flüssigkeitseinlagerungen bedingt sind, heißen Ödeme.

Bei Ödemen sammelt sich Wasser im Gewebe. Ist der Druck in den arteriellen Schenkeln der Kapillaren zu groß, wird mehr Wasser ins Gewebe abgepresst. Befinden sich zu wenige Bluteiweiße im Blut, wird das Wasser nicht ausreichend in die Blutgefäße rückresorbiert. Ist der Lymphabfluss gestört, verbleibt Wasser, das über die Lymphgefäße abtransportiert werden sollte, im Gewebe.

Schwellungen können weitere Ursachen haben, beispielsweise eine gutartige Fettgeschwulst unter der Haut. Auch bösartige Tumore können als Schwellung sichtbar sein.

Geschwollene Knöchel und die Ursache

Geschwollene Knöchel entstehen in der Regel durch Wassereinlagerungen. Diese Ödeme bereiten normalerweise keine Schmerzen. Je nach Ursache kommen weitere Symptome hinzu.

Die Ursache kann bei den Venen liegen. Durchlässige Venenwände bei Hitze im Sommer oder Belastung durch langes Stehen oder Sitzen lassen Wasser ins Gewebe. Bei der chronisch venösen Insuffizienz schließen die Venenklappen nicht mehr richtig. Sie geht meist mit Krampfadern einher. Bei Ödemen aufgrund einer tiefen Beinvenenthrombose besteht die Gefahr einer Lungenembolie.

Verletzungen wie umgeknickte Füße oder Verstauchungen führen zu einer einseitigen Schwellung am verletzten Fuß. Das Gleiche gilt für eine Entzündung im Bereich des Knöchels, zum Beispiel durch Umknicken oder Insektenstich. Beim Lymphstau entstehen Schwellungen durch Störungen des Lymphabflusses. Gründe können Verletzungen oder OPs sein.

Innere Erkrankungen, die Ursache für geschwollene Knöchel sein können, sind Herzerkrankungen, vor allem die Rechtsherzinsuffizienz, und Nierenerkrankungen wie die Niereninsuffizienz. Hormonstörungen bei Schilddrüsenüberfunktion oder Erkrankungen der Nieren können ebenso Auslöser sein.

Herrscht starker Eiweißmangel durch Mangelernährung, Lebererkrankungen oder nephrotisches Syndrom (Eiweißverlustniere), haben Sie nicht ausreichend Bluteiweiße, um das Wasser in den Gefäßen zu halten. Die Folge sind Ödeme, auch im Bauchraum (Aszites).

Medikamente, beispielsweise Kortison, die Pille oder Hormonpräparate, können geschwollene Knöchel durch Wassereinlagerung verursachen. Eine weitere mögliche Ursache ist eine Schwangerschaft.

Suchen Sie bei wiederkehrenden oder hartnäckigen Schwellungen der Knöchel einen Arzt auf, um die Beschwerden ursächlich zu beheben und gefährliche Grunderkrankungen auszuschließen.

Maßnahmen bei geschwollenen Knöcheln

Ist ein Umknicken oder ein Insektenstich die Ursache für Ihre geschwollenen Knöchel, hilft Schonung, Kühlen mit einem Kühlelement und Schmerzbekämpfung mit Salben oder Tabletten. Ist die Ursache für Ihre geschwollenen Knöchel Hitze oder Überanstrengung, gönnen Sie Beinen und Füßen Ruhe. Lagern Sie die Beine hoch und kühlen Sie sie.

Verzichten Sie auf enge, hohe Schuhe. Wählen Sie flaches, bequemes Schuhwerk und wechseln Sie Ihre Schuhe und Absatzhöhen mehrfach am Tag.

Machen Sie Venengymnastik: Wippen Sie auf Ihren Füßen vor und zurück. Stellen Sie sich abwechselnd auf die Zehenspitzen und auf die Fersen. Das aktiviert die Muskelpumpe im Unterschenkel und hilft dem Lymphsystem beim Transport der Gewebeflüssigkeit.

Kneipp-Anwendungen wie kalte Kniegüsse oder Wassertreten trainieren die Venen und kurbeln den Kreislauf an. Danach reiben Sie Ihre geschwollenen Knöchel und Unterschenkel mit einer Salbe, die Rosskastanien enthält, ein.

Den Schwellungen vorbeugen

Planen Sie Ruhepausen ein und legen Sie beim Sitzen Ihre Beine hoch. Vermeiden Sie es, lange Zeit zu sitzen oder auf einer Stelle zu stehen. Üben Sie eine sitzende Tätigkeit aus, stehen Sie regelmäßig einmal stündlich auf und gehen Sie im Raum umher. Rollen Sie sich über die Fußsohlen nach vorne ab, sodass Ihre Waden aktiviert werden.

Tragen Sie an heißen Tagen oder bei großer Belastung stützende Strümpfe. Diese erhalten Sie in Sanitätshäusern. Die Strümpfe sollten eng sitzen, dürfen aber nicht einschnüren. Lassen Sie sich von einem Arzt oder einer Fachkraft zeigen, wie Sie die Strümpfe richtig anziehen.

Achten Sie auf Ihr Körpergewicht. Eine ausgewogene Ernährung mit viel pflanzlicher Kost trägt zur schlanken Linie bei. Trinken Sie mindestens eineinhalb Liter stilles Wasser täglich, wenn Sie Sport treiben oder viel reden mehr. Wichtig ist tägliche Bewegung wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Walken oder Inlineskaten. Auch Tanzen und Gymnastik helfen, Gewicht zu reduzieren und den Kreislauf zu stärken.

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