Was Sie benötigen:
  • Kompressionsstrümpfe
  • Kompressionsverband (optional)
  • Eispack
  • Medikamente (Diuretika oder Antihistamin)
  • Bewegung
  • Lymphdrainage
  • weniger trinken (nicht bei harmlosen Ursachen)

Wasser in den Beinen - woher kommt es

  • Wasseransammlungen sind Ödeme, die sich im interstitiellen Gewebe befinden. Das interstitielle Gewebe ist Bindegewebe, Zwischengewebe, welches die inneren Organe untergliedert. Diese Ödeme bilden dann eine Wasseransammlung nicht nur in den Füßen, sondern auch in den Beinen. Dehnt sich solch eine Wasseransammlung aus, weil sie beispielsweise unbehandelt bleibt, kann sich das Wasser bis ins Unterhautzellgewebe fortbilden und so beispielsweise zu einem Lungenödem (Pleuraerguss) oder einem Bauchödem (Aszitis) führen. Ein Ödem erkennen Sie daran, indem Sie mit einem Finger in das geschwollene Gewebe an Ihrem Bein drücken und die entstehende Delle in Ihrer Haut danach bestehen bleibt.
  • Die Ursache für Ihr Wasser in den Füßen ist also ein Flüssigkeitsaustritt aus dem Gefäßsystem, als Folge beispielsweise einer Herzinsuffizienz oder Niereninsuffizienz (Nierenschwäche). Hier ist also das Verhältnis des Wasseraustritts zum Wiedereintritt in das Gefäßsystem zugunsten des Austritts verschoben und ins Ungleichgewicht geraten. Weitere Ursachen können eine Leberzirrhose, Allergien, Insektenstiche, Medikamente, Stauung durch zu langes Sitzen oder auch eine Venenthrombose u. a. sein.
  • Nun muss man zwei verschiedene Arten von Ödemen unterscheiden. Hier gibt es Ödeme, die rein aus Wasser bestehen (Transsudat), welches also sehr eiweißarm ist (generalisierte Ödeme) und eiweißreiche Ödeme (Exsudat), welche bei entzündlichen Prozessen freigesetzt werden. Diese Ödeme enthalten proteinreiche Blutbestandteile. Deshalb muss vor der Einnahme von Diuretika (Entwässerungsmedikamenten) erst abgeklärt werden, woher Ihr Ödem eigentlich kommt.

In Ihren Füßen ist Gewebeflüssigkeit - was Sie tun können

  • Zur allgemeinen Therapie von generalisierten Ödemen werden Wassertabletten (Diuretika) wie beispielsweise Lasix eingesetzt. Damit wird das überschüssige Gewebewasser wieder über Ihre Nieren ausgeschieden. Die Einnahme von Medikamenten beseitigt aber nur das Symptom der Wassereinlagerung in Ihren Füßen und Beinen, jedoch nicht die Ursache dessen, was das Wasser hervorgerufen hat.
  • Trinken Sie dazu auch weniger, 1,5 Liter am Tag reichen. Beachten Sie auch, dass feste Nahrungsmittel wie Obst (wird zu einem Viertel gerechnet) oder Suppe (volle Anrechnung) auch gerechnet werden müssen.
  • Bei eiweißreichen Ödemen kann man gut mit einer manuellen Lymphdrainage arbeiten, die Sie am besten durch einen Krankengymnasten durchführen lassen. So kann durch das leichte Ausstreichen der Lymphabfluss gefördert  und die Lymphwege wieder freigemacht werden, wobei es durch diese spezielle Massagetechnik sogar zur Neubildung von Lymphgefäßen kommen kann.
  • Bei zu viel Wasser in den Füßen und Beinen wird Ihnen auch dringend eine Kompression der Gefäße empfohlen. Eine solche Kompression kann durch spezielle Kompressionsstrümpfe oder einen speziell angelegten Kompressionsverband durchgeführt werden. Wenn Sie selbst einen Kompressionsverband anlegen, müssen Sie darauf achten, dass Sie immer von unten her an den Füßen zu wickeln anfangen und nach oben in Herzrichtung weiterwickeln. Der Verband sollte möglichst straff gewickelt sein (aber auch nicht so fest wickeln, dass es schmerzt) und mindestens bis zum Knie reichen. Bei angeschwollenen Knien wickeln Sie auch darüber hinaus.
  • Bei leichteren Schwellungen in den Füßen harmloserer Herkunft, beispielsweise einem Insektenstich, kühlen Sie die Einstichstelle mit einem Eispack für 20 Minuten (in der Akutphase, später bringt es nichts mehr) und geben anschließend etwas Antihistamin Gel (Fenistil) auf, damit dürfte sich das Gewebewasser sehr schnell wieder abbauen und die Schwellung verschwinden.
  • Bei Stauungsödemen, die durch zu langes Sitzen entstanden sind, wurden Ihre Gefäße in der Leistengegend abgedrückt. Hier hilft nur, sich dringend zu bewegen. Sollte der Zustand jedoch länger anhalten und Ihre Füße dauerhaft geschwollen sein, suchen Sie baldmöglichst einen Facharzt auf.
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