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Fenster nass von innen - was tun?

Fenster nass von innen - was tun?1:54
Video von Samuel Klemke1:54

Wenn Fenster von innen nass werden, hat dies in der Regel nichts mit Undichtigkeit zu tun, sondern ist die Folge von Kondenswasserbildung an kalten Fenstern, wenn dort warme Zimmerluft entlangstreicht.

Was Sie benötigen:

  • Dichtmaterial
  • Folien
  • Plexiglasscheiben
  • Lüften

Gründe, wenn Fenster innen feucht werden

Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte, da Fenster in der kalten Jahreszeit deutlich kälter als die Raumluft sind, kühlt sich diese dort ab. Bei diesem Abkühlen kondensiert Wasserdampf in der Luft und setzt sich am Fenster ab. Die Fenster beschlagen.

  • Diese Art von nassen Fenstern erkennen Sie daran, dass die Fenster umso nasser werden, je kälter es draußen ist, Regen aber wenig Einfluss auf die Nässe hat.
  • Seltener kommt es vor, dass die Dichtungen an Fenstern von außen Wasser hineinlassen. Schadhafter Fensterkitt oder rissige Gummidichtungen können aber auch dafür verantwortlich sein, wenn Fenster von innen nass werden.
  • Meistens sind dies aber Tropfen, die herunterrinnen, der gleichmäßige nebelartige Beschlag ist dann kaum zu finden. Außerdem sind die Fenster in der Regel nur dann innen nass, wenn draußen Niederschläge fallen.

Abhilfe bei nassen Glasflächen durch Undichtigkeit

  • Bei Fenstern, die mit Kitt eingesetzt sind, entfernen Sie losen Kitt und ersetzen diesen durch neuen, den Sie möglichst schnell streichen sollten.
  • Undichte Gummidichtungen müssen Sie entweder ersetzen oder die Fenster durch transparentes Silikon abdichten. Rahmen können auch durch Dichtbänder aus Schaumgummi oder aus Dichtungsprofilen abgedichtet werden.

So vermeiden Sie nasse Fenster durch Kondenswasser

Halten Sie die Zimmerluft so trocken wie möglich:

  • Trocknen Sie keine nasse Kleidung im Zimmer oder bügeln mit dem Dampfbügeleisen größere Menge an Wäsche. Wenn Sie es trotzdem tun müssen, öffnen Sie die Fenster so weit es geht.
  • Vermeiden Sie es großblättrige Zimmerpflanzen in geschlossenen Räumen zu pflegen, weil diese größere Mengen Wasser verdunsten und so die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
  • Heizen und Lüften Sie mit Verstand, das heißt lassen Sie die Räume nicht auskühlen und vermeiden Sie große Temperaturunterschiede. Günstig ist es, alle Räume gleichmäßig bei Temperaturen zwischen 18° und 20 ° C zu halten und diese bei Bedarf auf 22 ° C zu heizen.
  • Lüften Sie morgens und abends ca. 30 Minuten bei weit geöffneten Fenstern, am besten mit etwas Durchzug. So transportieren Sie warme feuchte Luft hinaus und trockene kühle Luft hinein, ohne den Raum auszukühlen.

Nasse Fenster können Sie am besten verhindern, wenn keine  Raumluft an die Fenster gelangen kann. Spannen Sie vor die Fenster transparente Folien. Solche Folien werden mit doppelseitigem Klebeband angebracht und mit einem Föhn bei Bedarf von Falten befreit. Die zwischen Scheibe und Folie gefangene Luftschicht verhindert, dass die feuchte Zimmerluft die kalten Scheiben erreicht. Sie können statt der Folie auch dünne Plexiglasscheiben anbringen.

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