- 08.12.2010 Ina Seyfried
- Rechtsanwalt
- Mieterschutzbund
Während der kalten Jahreszeit kann es durchaus mal vorkommen, dass das eine oder andere Fenster mal beschlagen ist. Dies kommt vor, wenn kalte Luft auf warme Luft trifft. Dies ist besonders beim Kochen zu beobachten oder wenn Sie geduscht haben. Haben Sie allerdings richtig klatschnasse Fenster, kann etwas mit den Fenstern oder der Bauweise des Hauses nicht stimmen. Sie sollten dies unbedingt begutachten lassen, denn daraus können sich sehr schnell Schimmelpilze bilden, die hochgradig gesundheitsgefährdend sind.
Erste Maßnahmen bei beschlagenen Fenstern
- Lüften Sie regelmäßig, auch wenn das im Winter manchmal schwer fällt. 3 Mal am Tag für etwa 15 Minuten reicht.
- Heizen Sie Ihre Wohnung richtig. Es sollten etwas 20-22 Grad in jedem Zimmer sein, ansonsten können die Wände auskühlen.
- Trocknen Sie Wäsche in der Wohnung? Dadurch können Ihre Fenster auch beschlagen sein. Sorgen Sie dann für eine ausreichende Belüftung oder hängen Sie, wenn möglich, Ihre Wäsche in einen Trockenraum.
- Da man natürlich warme Luft ausatmet und im Schlaf auch Feuchtigkeit verliert, können hier die Scheiben besonders beschlagen sein. Dagegen ist man natürlich machtlos, außer Sie haben nachts Ihr Schlafzimmerfenster geöffnet.
- Haben Sie uralte Fenster oder sogar alte Aluminiumrahmen, ist dies ein Mangel, der unbedingt behoben werden sollte. Viele alte Fenster sind schlecht isoliert und lassen zuviel Kälte hindurch.
- Hier sollten Sie unbedingt Ihren Vermieter informieren oder einen Fachmann zu Rate ziehen. Dieser Mangel muss beseitigt werden!
Bei beschlagenen Fenstern muss der Vermieter informiert werden
- Informieren Sie Ihren Vermieter schriftlich über die Mängel und setzten Sie eine Frist, in der die Mängel beseitigt werden sollen.
- Sie haben das Recht auf eine Mietkürzung, wenn Sie den ganzen Winter über beschlagene Fenster haben.
- Holen Sie sich jedoch Rat bei einem Rechtsanwalt oder einem Mieterschutzbund, wenn Sie das Mietrecht nicht genau kennen. Da es auch ein Fall für ein Gericht werden könnte, brauchen Sie unbedingt rechtlichen Beistand.