Was sind lyrische Werke?

Lyrik gehört zu den drei literarischen Hauptgattungen.

  • Mit dem Begriff Lyrik bezeichnet man Gedichte. Lyrische Werke werden zumeist mit Dichtung (und Poesie im Allgemeinen) gleichgesetzt. Dennoch gehört die Lyrik - neben Epik und Dramatik - zu den literarischen Hauptgattungen.
  • Der Verfasser eines lyrischen Werkes äußert darin manchmal die Gedanken (und auch die Gefühle) eines "lyrischen Subjektes" - dem "lyrischen Ich", das nicht zwangsläufig dem "Ich" des Dichters entsprechen muss.
  • Lyrische Werke sind weit mehr verbreitet, als Sie vielleicht meinen. Denken Sie einmal an die Texte Ihrer Lieblingssongs - auch das ist Lyrik. Schon in der Antike und im Mittelalter wurde Lyrik dem Zuhörer teilweise gesungen dargeboten.

Das "lyrische Ich" in Gedichten erkennen und analysieren

Das "lyrische Ich" kann die Stimme des Gedichts sein.

  • Das "lyrische Ich" ermöglicht es dem Autor Stimmungen, Gedanken oder Gefühle auszudrücken und Erkenntnisse in das Gedicht mit einzubringen. Denken Sie daran: Das Wort "ich" in einem Gedicht bezeichnet nicht zwangsläufig den Verfasser.
  • Das "lyrische Ich" finden Sie ausschließlich in der Lyrik. In epischen Werken - oder im Drama - spricht man von einem Erzähler. Wenn Sie sich eingehender mit dem "lyrischen Ich" eines bestimmten Werkes beschäftigen wollen - oder müssen - dann analysieren Sie es.
  • Finden Sie zum Beispiel heraus mit welchen Gefühlen das "lyrische Ich" spricht: Ist es beispielsweise traurig oder voller Freude - ist es ängstlich oder hoffnungsvoll? Überlegen Sie ob das "lyrische Ich" nur für sich selbst oder ob es für eine bestimmte Gruppe spricht.

Das "lyrische ich" finden Sie ausschließlich in der Lyrik. Es ermöglicht dem Verfasser - zum Beispiel - Gedanken, Stimmungen und Gefühle auszudrücken. Das "lyrische Ich" und das "reale Ich" des Autors sind nicht zwangsläufig identisch - auch wenn möglicherweise Parallelen bestehen - es ist lediglich "die Stimme" des Gedichts.