So verlängern Sie die Haltbarkeit von Kartoffeln

  1. Achten Sie beim Einkauf darauf, möglichst einwandfreie Kartoffeln zu kaufen, also ohne schon sichtbare Druckstellenverfärbungen.
  2. Lagern Sie die Kartoffeln an einem möglichst kühlen Ort in Ihrer Wohnung (in Ihrer Küche), wenn Sie keinen Keller besitzen. Lagern Sie Ihre Kartofflen bei etwa 5 bis 10 Grad Celsius. Bei zu kalter Lagerung gefrieren die Kartoffeln und die Stärke wandelt sich in Zucker um.
  3. Lagern Sie die Kartofflen bei etwa 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Wenn Sie Ihre Kartoffeln zu trocken lagern, werden sie schrumpelig, weil zu viel Wasser aus den Knollen verdunstet.
  4. Lagern Sie Ihre Kartoffeln im Dunkeln. Bei Licht werden sie erst grün und entwickeln das giftige Solanin. Danach keimen die Knollen dann auch noch.
  5. Lagern Sie die Kartoffeln luftig, am besten in einem Korb, den Sie mit Zeitungspapier, Servietten oder Flies ausgelegt haben. Bei zu viel stickiger, feuchter Luft entwickeln sich sonst Pilze.
  6. Lagern Sie die Kartoffeln möglichst nur in einer Schicht. Je mehr Kartoffeln Sie übereinanderschichten, desto mehr Druckstellen können entstehen und mit diesen Druckstellen Herde, an denen sich Fäulnis bilden kann. In sog. Kartoffelmieten sollte die Schütthöhe also nicht zu hoch sein.
  7. Lagern Sie die Kartoffeln getrennt von nachreifendem Obst, etwa Äpfeln, denn Äpfel produzieren Ethylen, das der Haltbarkeit der nahe gelagerten Kartoffeln abträglich ist. Folgende Früchte sind nachreifende Früchte: Bananen, Aprikosen, Avocados, Birnen, Blaubeeren, Feigen, Kiwis, Mangos, PaNektarinen, Pflaumen, Tomaten und auch Wassermelonen.
  8. Auch ätherische Öle dienen dazu, die Haltbarkeit von Kartoffeln zu erhöhen. Aromastoffe aus Munapflanzenblättern (Minthostachys glabrescens), die den Duftstoff Pulegon enthalten, nutzten schon die Inka, um das Keimen der Kartoffelknollen zu hemmen. Auch Kümmelöl (Carvon) oder das synthetisch gewonnene Jasmonat (Jasminduftstoff) behindern die Keimbildung. Nach etwa sechs Wochen brauchen Sie auch kaum noch Rückstände dieser Wirkstoffe und damit eine Geschmacksveränderung zu befürchten.
  9. Besorgen Sie sich sogenannte Keimhemmungsmittel, mit denen Sie die Kartoffeln haltbarer machen. Keimhemmungsmittel wie Carbamate enthalten Propham und Chlorpropham, die herbizid wirken. Propham können Sie als Puder in Lagen über die Kartoffeln streuen. Sie werden wohl kein Großlager besitzen und die Möglichkeit haben, mit Chlorpropham, das über Nebelgeräte per Gebläsbelüftung auf die Kartoffeln strömt, haltbarer zu machen.
  10. Auch mit Fungiziden (etwa Thiabendazol) können Sie dafür sorgen, dass Ihre Kartoffeln länger haltbar bleiben.

Wenn Sie Ihre Kartoffeln durch Keimhemmungsmitteln oder Fungiziden haltbarer machen, dann sollten Sie die Knollen vor dem Garen schälen, da sonst Rückstände auf der Schale in die Kartoffeln wandern, die Sie dann mitessen.