Es gibt viele Anlässe, eine Rose selbst zu malen: auf einen Liebesbrief, eine ganz persönliche Gratulation zur Hochzeit, nicht zuletzt für eine Todesanzeige. Sie fragen sich nun sicher: Wie male ich eine Rose? Versuchen Sie es mit dieser Anleitung und etwas Geduld.
- 14.12.2011 Elke M. Erichsen
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- eine halberblühte Edelrose
- weiche Bleistifte
- Zeichenkohle
- Zeichenkarton
- Farbstifte
- Wasserfarbe
- Fixativ
Wie male ich ein Motiv - Vorbetrachtungen
- Legen Sie fest, ob Sie eine farbige Rose oder eine in Schwarz-Weiß malen wollen, danach wählen Sie das Zeichenmaterial aus (Farbstifte, Zeichenkohle o. ä.). Soll die Rose eine Postkarte zieren, schneiden Sie die Karte aus Zeichenkarton zu.
- Kaufen Sie eine halb erblühte, große Edelrose und stellen Sie sie in eine Vase vor sich hin. Notfalls lassen Sie sie noch einen Tag lang stehen, damit sie richtig aufblüht. Schauen Sie sich die Rose sehr genau an und registrieren Sie jede Einzelheit. Sie werden bemerken, dass die Blütenblätter der Rose innen klein sind, eng und aufrecht stehen, nach außen hin immer größer werden, einen größeren Abstand zueinander haben und sich nach außen wölben.
- Erkennen Sie, dass die Farbe der Blütenblätter der Rose innen kräftiger ist als außen an der Wölbung.
- Üben Sie auf einem einfachen Blatt Papier schwungvolle Linien wie für ein Herz oder ein lang gezogenes „S“, ein flaches, liegendes „G“ oder ein Unendlichkeitszeichen. Üben Sie Schraffuren.
- Malen Sie die Rose anfangs mit feinen Strichen, drücken Sie nicht zu fest auf, dann können Sie immer korrigieren und die ungültigen Linien/Striche in späteren Schraffuren untergehen lassen.
Beginn der Zeichenarbeit für eine Rose
- Malen Sie z. B. in die Mitte einer weißen Karte mit einem weichen Bleistift ein lang gezogenes, flaches „G“ oder ein Unendlichkeitszeichen (ca. 2,5 cm lang). Den unteren Rand dieses Zeichens malen Sie doppelt. Das stellt das Herz Ihrer Rose dar. Schauen Sie nun und überlegen Sie: Wie male ich eine Rose weiter?
- Vor dieses Herz der Rose malen Sie nun das erste Blütenblatt in der Form ähnlich einem Apfel (ca. 4 cm lang, fast rund, mit der Einbuchtung für den Stiel), der an der linken Seite offen ist. Diese offene Stelle schließen Sie mit einem schmalen Blatt („S“ verkehrt herum, mit der oberen Hälfte vom schwungvollen „S“ zum Blatt hin schließen, ca. 4 cm lang). In das schmale Blatt malen Sie von oben nach unten eine auseinander gezogene Wellenlinie.
- Das nächste Blatt der Rose beginnen Sie oben in der Mitte des Unendlichkeitszeichens und führen es in einer kleineren, dann größerem Wölbung (fast wie ein liegendes „B“, etwa 4 cm lang) an den unteren Rand des Blattes, das wie ein Apfel aussieht.
- Das erste große Blütenblatt entspringt zwischen dem schmalen Blatt und führt in schwungvollem linken Bogen nach rechts, bildet eine Spitze (wie ein Herz) und führt in schwungvollem rechten Bogen bis zur Mitte des vorigen Blattes (das wie ein liegendes „B“ aussieht). Malen Sie einen kleinen Bogen nach links (eine halbe „0“) und führen den schwungvollen Bogen weiter bis zum Anfang des schmalen Blattes (Durchmesser ca. 5 cm).
- Wie male ich eine Rose: Das nächste große Blatt der Rose ist wiederum ähnlich der Spitze eines Herzens und setzt in der Mitte des schmalen Blattes der Rose an. Malen Sie von dort in schwungvollem Linksbogen großzügig bis zur Spitze, von dort in schwungvollem Rechtsbogen bis kurz vor die Spitze des vorigen Blattes (Durchmesser knapp 5 cm).
- Das nächste Blütenblatt der Rose setzen Sie am unteren Ende des schmalen Blattes an, malen ca. 3 cm fast waagerecht erst nach links (minimal schräg nach unten) und dann mit bauchigem Schwung erst nach links, dann nach rechts bis knapp unter die Spitze des vorigen Blütenblattes. Schließen Sie mit einer schräg liegenden „0“ ab.
- Am unteren Ende des schmalen Blattes setzen Sie auch das nächste große Außenblatt an. Malen Sie in lang gezogenes Wellen (nicht mehr als 4) im Abstand von etwa 1 cm zum vorigen Blatt Ihrer Rose dieses Blatt und lassen Sie es in Höhe des Unendlichkeitszeichens am vorigen Außenblatt aus einem linken Bogen mit einem kleinen Schwenk nach rechts enden.
- In die untere offene Stelle der Rose malen Sie noch ein Blatt als Verbindung der beiden angrenzenden Blütenblätter.
- Wie male ich eine Rose? Was fehlt noch? Um das Herz der Rose zu betonen, malen Sie vom linken und rechten doppelten Rand des Unendlichkeitszeichens jeweils eine Linie nach schräg unten zum nächstliegenden Blütenblatt (das sieht dann aus wie zwei aneinander liegende Krüge).
- Den Stiel der Rose setzen Sie unten in Form von zwei parallel verlaufenden Linien (gleicher Abstand der Linien) an und malen zwei oder drei kleine aufrechte, spitze Dornen hinein.
Wie male ich eine Rose - Zeichenkohle und Schraffuren
- Wenn Sie die Rose mit dem weichen Bleistift malen, setzen Sie die Schraffuren (Schattierungen) an den Innenrändern der Rose dunkler, nach außen hin schwächer, heller werdend an.
- Wie male ich eine Rose mit Zeichenkohle? Wenn Sie Zeichenkohle verwenden, betonen Sie die innen liegenden Linien und verwischen sie mit dem Finger nach außen.
- Falls Sie Farbe verwenden wollen, tragen Sie die sehr sparsam auf, das sieht dann wie nachkoloriert aus.
- Übersprühen Sie die fertige Rose mit Fixativ, wenn Sie die Variante mit Zeichenkohle für „Wie male ich eine Rose“ gewählt haben.