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Ein Ohr zeichnen - Tipps

Ein Ohr zu zeichnen ist, wie bei allen menschlichen Körperteilen, gar nicht so einfach. Denn wie können Sie an eine Vorlage kommen? Worauf achten und wie beginnen? Keine Sorge, es gibt für alles eine Lösung.

An Familienmitgliedern können Sie das Ohr ausgiebig betrachten.
An Familienmitgliedern können Sie das Ohr ausgiebig betrachten.

Was Sie benötigen:

  • Papier
  • Bleistifte in B und 2B
  • Radiergummi
  • Ohren

Sehen lernen und Ohren studieren

Es klingt paradox, aber zum Zeichnen von etwas komplizierteren Formen müssen Sie das Sehen neu lernen. Sie werden überrascht sein, was Sie alles entdecken.

  • Schauen Sie sich die Ohren Ihrer Mitmenschen doch einmal genauer an. Bei Familienmitgliedern geht das am besten. Doch auch unterwegs begegnen Ihnen, zum Beispiel in der S-Bahn, Menschen (mit Ohren), die Sie aus verschiedenen Blickwinkeln in aller Ruhe betrachten können.
  • Achten Sie auf die Formen und Proportionen. Jedes Ohr ist anders und hat etwas Besonderes. Sehen Sie sich auch das Größenverhältnis zum Gesicht an. Und schauen Sie auf die Position des Ohrs am Kopf, sowohl von vorn als auch von der Seite. Liegt es exakt in der Mitte?
  • Bevor Sie mit dem Zeichnen beginnen, sollten Sie sich für Ihre erste Übung aus dem Internet oder aus Büchern Vorlagen heraussuchen. Bildbände von Sportlern eignen sich oftmals sehr gut dafür. Titelbilder von Zeitschriften eignen sich eher nicht, da diese meistens in Bildbearbeitungsprogrammen retuschiert wurden. Das bedeutet, die Proportionen der Personen könnten eventuell nicht mehr stimmen.

Die Zeichnung des Ohrs

Es ist im Grunde genommen egal, wie Sie mit Ihrer Zeichnung beginnen. Jeder Zeichner entwickelt seine eigene Vorgehensweise. Für Ihre erste Ohrzeichnung gibt es aber einige Tipps.

  1. Zeichnen Sie das Ohr erst einmal von der Seite, sodass Sie das gesamte Ohr sehen können. Das ist die einfachste Perspektive. Nehmen Sie dafür den etwas härteren Bleistift in B.
  2. Beginnen Sie mit dem Umriss und zeichnen Sie zunächst die Linien nur leicht vor.
  3. Um die Proportionen von Höhe zu Breite in der äußeren Form und im Innenbereich hinzubekommen, können Sie bei einer Fotovorlage einfach mit dem Bleistift "messen". Überprüfen Sie, ob die Breite des Ohres wirklich exakt zweimal in die Länge passt und wie lang das Ohrläppchen und die obere Ohrmuschel im Verhältnis zur Ohrlänge sind. Egal, wie groß Ihre Zeichnung wird, die Proportionen müssen gleich bleiben.
  4. Nun arbeiten Sie sich vom Rand aus nach innen vor. Es folgt deshalb eine zweite Linie, die über dem Ohrläppchen endet. 
  5. Sobald Sie alle Linien auf dem Papier haben, folgt die Ausarbeitung der Details.
  6. Nehmen Sie sich den weicheren Bleistift in 2 B und zeichnen Sie leicht kreisend, ohne fest aufzudrücken, die ersten Vertiefungen ein.
  7. Das Ohr hat verschiedene Tiefen, die auf einer Zeichnung von hellem Grau bis hin zu Schwarz reichen können. Das macht die Ausarbeitung etwas aufwendig. Arbeiten Sie deshalb sorgfältig, gleichmäßig und geduldig. 
  8. Die dunkleren Stellen gelingen Ihnen, indem Sie, wo es notwendig ist, einfach mit dem weichen Bleistift erneut in kreisenden Bewegungen die Schatten vertiefen. Mit etwas Übung haben Sie das schnell herausgefunden.

Ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie  noch nie detailliert gezeichnet haben und sich mit den Schattierungen schwer tun, gibt es eine gute Übung für die richtige Bleistiftführung: Nehmen Sie ein Blatt Papier und zeichnen Sie vier exakt gleich große Quadrate in gleichem Abstand zueinander und in einer Reihe liegend darauf. Die äußeren Quadrate sind jeweils ganz dunkel und ganz hell mit kreisenden Bewegungen auszufüllen (weiß lassen gilt nicht). Die beiden Quadrate dazwischen sollen die Übergänge von dunkel zu hell zeigen. Die Aufgabe ist, die Quadrate so auszufüllen, dass man keinen Bleistiftstrich sieht - auch nicht in Kreisen. Das sogenannte "Schummern" mit schräg gehaltenem Bleistift ist dabei tabu. Wenn Ihnen diese Aufgabe gelingt, können Sie jede Schattierung meistern.

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