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Vor- und Nachteile eines Induktionskochfeldes

Vor- und Nachteile eines Induktionskochfeldes2:01
Video von Samuel Klemke2:01

Der Kauf einer neuen Küche steht bevor, doch bevor man sich für das momentan gängige Induktionskochfeld entscheidet, sollte man alle Vor- und Nachteile abwägen. Denn das teure Induktionskochfeld ist nicht immer die beste Wahl.

Wirkungsweise eines Induktionskochfeldes:

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Bei einem Induktionskochfeld wird durch ein magnetisches Wechselfeld, welches durch eine strombetriebene Spule erzeugt wird, Energie auf den Boden eines leitenden Kochtopfes übertragen und in Wärme umgewandelt.

Vorteile eines Induktionskochfeldes:

  1. Bei einem Induktionskochfeld wird nur der Topf selbst durch das elektromagnetische  Feld erwärmt, nicht jedoch die Glaskeramikoberfläche. Dadurch können Sie sich nicht mehr, wie beim Elektroherd, an der Platte verbrennen. Auch überlaufende Flüssigkeiten brennen nicht fest, was die Pflege des Induktionskochfeldes erheblich erleichtert.
  2. Besonders vorteilhaft ist, dass man ein Induktionskochfeld nicht einfach anstellen kann. Hitze entsteht erst bei Kontakt mit einem geeigneten Topf. Kinder können daher nicht versehentlich die Kochplatte erhitzen und sich womöglich daran verbrennen.
  3. Ein weiterer Vorteil des Induktionskochfeldes ist eine deutlich schnellere und damit energiesparendere und umweltfreundliche Erwärmung der Speisen. Auch geht durch die Bündelung des elektromagnetischen Feldes sehr wenig Energie verloren.
  4. Die Erwärmung größerer Töpfe nimmt bei einem Induktionskochfeld die gleiche Zeit in Anspruch wie bei kleineren Töpfen, so dass gerade große Mengen schneller beim Induktionskochfeld erhitzt werden.  Dazu muss man jedoch sagen, dass die Zeit- und Energieersparnis bis zum Aufkochen gegenüber einer Elektro- oder Gasherdplatte am größten ist, danach ist der Verbrauch etwa derselbe.
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Nachteile eines Induktionskochfeldes:

  1. Bevor Sie sich für ein Induktionskochfeld entscheiden, sollten Sie prüfen, ob Sie induktionsgeeignete Kochtöpfe besitzen. Nicht alle Kochtöpfe sind für ein Induktionskochfeld geeignet. Häufig stellt sich heraus, dass gerade hochwertige Edelstahl- und Aluminiumtöpfe aus einer gehobenen Preiskategorie, die nicht ausdrücklich als induktionsgeeignet ausgezeichnet sind, bei Anschaffung eines Induktionskochfeldes unbrauchbar werden. Auch das Erhitzen in Glas oder Keramiktöpfen ist beim Induktionskochfeld nicht mehr möglich.
  2. Um die Leitfähigkeit des Topfes zu überprüfen, müssen Sie einen Magneten an den Topf halten. Wenn dieser am Topf hängen bleibt, ist der Topf leitungsfähig und daher für das Induktionskochfeld geeignet.
  3. Ein Induktionskochfeld arbeitet durch elektromagnetische Strahlung. Diese ist zwar für den Menschen nicht spürbar und beinhaltet daher grundsätzlich keine Nachteile, wenn Sie allerdings einen Herzschrittmacher haben, sollten Sie sich vorher über eine mögliche Beeinflussung durch ein Induktionskochfeld erkundigen. Auch Schwangere sollten einen Abstand von 30 cm zum Induktionskochfeld halten. 
  4. Informieren Sie sich auch über die Lautstärke eines Induktionskochfeldes. Es gibt Geräte, die wegen des Belüftungssystems unter der Glaskeramikoberfläche auch nach Beendigung des Kochvorgangs noch eine nicht unerhebliche Zeit weiter brummen.  
  5. Auch können Induktionskochherde empfindlicher hinsichtlich Überspannungen im Stromnetz sein als Elektroherde und daher evtl. schneller kaputt gehen.
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