Unterschied von Weizen- und Weißbier - eine verständliche Erklärung

Egal ob Weizen- oder Weißbier: hauptsache lecker. Egal ob Weizen- oder Weißbier: hauptsache lecker.
Bestimmt hatten Sie schon einmal eine Diskussion darüber, ob und wann es nun Weizenbier oder Weißbier heißen muss und worin der Unterschied dieser beiden Bezeichnungen besteht. Erfahren Sie hier, wie der Begriff Weißbier entstanden ist und warum Sie beide Bezeichnungen verwenden können.
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Wie der Begriff "Weißbier" entstand

Die Bezeichnung "Weißbier" beruht auf zwei verschiedenen Eigenschaften, die das Weißbier von anderen Biersorten unterscheidet. 

  • Zum einen wurde "Weißbier" zunächst nicht dafür verwendet, die verwendete Getreideart beim Brauvorgang hervorzubeheben, sondern sollte lediglich das Bier farblich von anderen Bieren unterscheiden.
  • Früher gab es sogenannte "Schwarz-", "Rot-" und "Braunbiere", die allesamt Gerstenmalz als Grundlage hatten und heute meist als "Dunkle Biere" verkauft werden.
  • Im Gegensatz zu diesen Biersorten wurde das Weißbier aus einer Mischung von Weizen- und Gerstenmalz gebraut, wobei mindestens zur Hälfte Weizenmalz verwendet wurde.
  • Erst als die Pilsner Brauart entwickelt wurde und dadurch andere helle Biere entstanden, wurde die Bezeichnung "Weißbier" unabhängig von der Farbe für alle Weizenbiere übernommen und zudem die verschiedenen Gerstenbiere entweder als "hell" oder "dunkel" eingeordnet.
  • Zum anderen geht der Begriff "Weißbier" auch auf dessen Brauprozess zurück. 
  • Für das Brauen von Weißbier wird obergärige Hefe verwendet, die während des Gärens Stück für Stück nach oben wandert und dort eine weiße Schicht erzeugt. 
  • Aufgrund dieser markanten weißen Schicht wurde das Bier dann als "Weißbier" bezeichnet. 

Der Unterschied zu Weizenbier

Somit gibt es rein biertechnisch keinen Unterschied zwischen Weizenbier und Weißbier, vielmehr werden beide ebenso wie "Hefeweizen" oder "Weißes" als Synonyme für das gleiche Bier verwendet, die nur aufgrund von regionalen Unterschieden anders verwendet werden.

  • Während fast in ganz Deutschland der Begriff "Weizenbier" verwendet wird, ist in Bayern und dort vor allem in Altbayern sowie in Österreich die Bezeichnung "Weißbier" geläufig. 
  • Ebenfalls zu den Weizenbieren und somit auch zum Weißbier gehört das sogenannte "Schwarze Weißbier". Der einzige Unterschied zu den üblichen Weizenbieren besteht darin, dass ein anderes Malz beim Brauen verwendet wird, weshalb das Bier dann eine dunkle Farbe erhält.
  • Nicht zu den Weißbieren gehört allerdings das "Berliner Weiße". Dieses ist ein Schankbier, also ein alkoholarmes Bier, bei dem nach dem normalen Gärvorgang ein zweiter Milchsäuregärvorgang stattfindet. Dabei entsteht Milchsäure, die auch für den vergleichsweise sauren Geschmack des Bieres verantwortlich ist. Aus diesem Grund wird zum Berliner Weiße auch oft süße Stoffe wie Waldmeister- oder Himbeer-Sirup gemischt und dann als "Weiße mit Schuss" bezeichnet. 

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