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Unterfaden zieht Schlaufen - Problemlösung

Unterfaden zieht Schlaufen - Problemlösung1:50
Video von I. Wentz1:50

Ein Unterfaden, der ständige Schlaufen zieht, verleidet jedem die Freude am Nähen. Meist genügt es, die Fadenspannung leicht zu verändern.

Unterfaden und Oberfaden an Nähmaschinen

Der Unterfaden ist der Faden, der auf der unteren Spule der Nähmaschine aufgespult ist. Wenn alles korrekt eingestellt ist, verläuft dieser auf der Rückseite des Stoffs und verschlingt sich mit dem Oberfaden genau in der Mitte des Stoffes.

Der Oberfaden ist der Faden, der in der Nadel eingefädelt ist. Dieser muss, wenn alles korrekt ist, über dem Stoff verlaufen. An der Einstichstelle soll er sich mit dem Unterfaden verschlingen.

Idealerweise sehen Sie auf der Oberseite nichts vom Unterfaden und auf der Unterseite nichts vom Oberfaden. Damit das alles klappt, müssen die Spannungen vom Oberfaden und vom Unterfaden zueinanderpassen.

Ist die Fadenspannung des Oberfadens zu stark, dann wird der Unterfaden durch die Einstichstelle nach oben gezogen. Wenn die Fadenspannung vom Unterfaden im Verhältnis zu der des Oberfadens sehr gering ist, entstehen Schlaufen an der Oberseite des Gewebes.

Schlingen an der Unterseite Ihrer Näharbeit beruhen meist auf einer zu geringen Spannung des Überfadens. Stammen diese Schlingen vom Unterfaden, haben Sie einen Fremdkörper in der Spule eingeklemmt.

Was hilft, wenn die Maschine Schlaufen zieht

Wie beschrieben, sind Schlaufen auf der Unterseite meist ein Zeichen, dass der Oberfaden dafür verantwortlich ist. Umgekehrt sind die Schlingen des Unterfadens meistens auf der Oberseite zu sehen. Es ist also nicht ganz einfach zu erkennen, welcher der Fäden Schlingen zieht. Daher versuchen Sie am besten Folgendes:

  1. Gebrauchsanweisung beachten. Schauen Sie in die Anleitung der Maschine, um beim Einlegen des Garns keinen Fehler zu machen.
    Schauen Sie in die Anleitung.
    Schauen Sie in die Anleitung. © Roswitha Gladel
  2. Oberfaden neu einlegen. Entfernen Sie den Oberfaden aus der Maschine und legen einen andersfarbigen Faden der gleichen Stärke ein. 
    Fädeln Sie den Oberfaden neu ein.
    Fädeln Sie den Oberfaden neu ein. © Roswitha Gladel
  3. Unterfaden einlegen. Wählen Sie Garn einer anderen Farbe und spulen Sie es auf die Spule für den Unterfaden.
    Spulen Sie Garn in einer anderen Farbe auf die Unterfadenspule.
    Spulen Sie Garn in einer anderen Farbe auf die Unterfadenspule. © Roswitha Gladel
  4. Fadenspannung testen. Lassen Sie die Spule am Faden herabhängen. Sie darf sich nicht abwickeln. Durch einen kurzen Ruck am Faden soll sie sich ein wenig nach unten bewegen.
    Prüfen Sie die Spannung des Unterfadens.
    Prüfen Sie die Spannung des Unterfadens. © Roswitha Gladel
  5. Ein Probestück nähen. Sie sehen durch das unterschiedlich gefärbte Garn, welcher Faden Schlaufen zieht. Stammen diese vom Unterfaden, reduzieren Sie die Fadenspannung des Oberfadens.
    <a class='inlinelink' href='/handarbeit/naehen-9316'>Nähen</a> Sie ein paar Stiche, um zu prüfen, welcher Faden das Problem verursacht.
    Nähen Sie ein paar Stiche, um zu prüfen, welcher Faden das Problem verursacht. © Roswitha Gladel
  6. Spannung des Unterfadens. Nützt das nichts, entfernen Sie den Unterfaden. Reinigen Sie die Spule mit einem Pinsel. Drehen Sie die kleine Schraube an der Spulenkapsel ein kleines Stück nach rechts, um die Fadenspannung zu erhöhen.
    Stellen Sie die Spannung des Unterfadens an der Schraube ein.
    Stellen Sie die Spannung des Unterfadens an der Schraube ein. © Roswitha Gladel

Zieht der Unterfaden oder auch der Oberfaden immer noch Schlaufen, müssen Sie die Nähmaschine in die Wartung geben. Bitten Sie den Fachmann die Maschine zu überholen und die Einstellungen zu prüfen.

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