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Nähmaschine - die Fadenspannung richtig wählen

Nähmaschine - die Fadenspannung richtig wählen3:27
Video von I. Wentz3:27

Die richtige Fadenspannung bei einer Nähmaschine zu finden, stellt häufig ein Problem dar. Mit einem kleinen Test lässt sich diese leicht einstellen.

Wissenswertes zur Fadenspannung und Nähmaschine

Nähmaschinen nähen mit zwei Nähfäden. Einer ist auf einer Spule in der Nähmaschine, einer auf der Garnrolle oben auf der Maschine. Für beide Fäden gibt es eine Fadenspannung.

Die Fadenspannung für den Oberfaden stellen Sie an einem kleinen Rädchen ein, das oberhalb der Nadel am Gehäuse der Nähmaschine sitzt. Auf dem Rädchen sehen Sie Zahlen aufgedruckt. Den Nähfaden führen Sie von der Spule zwischen zwei Scheiben hinter dem Rädchen durch und anschließend durch ein Loch in einem kleinen Hebel sowie durch den Halter am Nähfuß. Zum Schluss fädeln Sie den Faden in die Nadel.

Die Spule vom Unterfaden legen Sie in die Spulenkapsel ein. Anschließend führen Sie diesen Faden durch einen Schlitz, auf dem eine kleine Feder sitzt, die eine Schraube hält. An dieser Schraube spannen Sie den Unterfaden. Der Verlauf der Fäden ist je nach Modell verschieden. Üblicherweise wird die Unterfadenspannung nicht verstellt.

So wählen Sie die richtige Fadenspannung

Da die Fadenspannung je nach Stoffdicke und Garn verschieden ist, müssen Sie diese regulieren. Die Zahlen, die Ihnen im Handbuch angegeben sind, können Sie nur als Richtwerte betrachten.

  1. Stoffrest nehmen. Nehmen Sie einen Stoffrest, der von der Beschaffenheit dem Stoff entspricht, den Sie mit der Nähmaschine nähen wollen, sowie zwei weitere Fäden. Beide Fäden müssen die gleiche Stärke haben wie das Garn, mit dem Sie später nähen möchten.
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  2. Garn einfädeln. Fädeln Sie das Garn ein und wählen Sie die empfohlene Fadenspannung. Wenn Sie keine Empfehlung finden, stellen Sie eine mittlere Fadenspannung an der Nähmaschine ein.
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  3. Zur Probe nähen. Nähen Sie etwa zehn Zentimeter auf dem Probestück mit einer mittleren Stichlänge und entnehmen den Stoff danach.
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  4. Fadenspannung optimal. Wenn die Fadenspannung korrekt ist, dann verschlingen sich die beiden Fäden genau in der Mitte des Stoffes. Sie sehen also vom Unterfaden auf der Oberseite nichts und umgekehrt.
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  5. Fadenspannung zu gering. Wenn Sie den Oberfaden auf der Unterseite des Stoffes sehen, ist die Fadenspannung des Oberfadens zu gering. Sie müssen diese erhöhen.
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  6. Fadenspannung zu hoch. Ist der Unterfaden auf der Oberseite zu sehen, reduzieren Sie die Fadenspannung des Oberfadens. Auch in dem Fall ändern Sie also nicht die Spannung des Unterfadens.
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Wenn Sie einen Unterfaden haben, der eine andere Stärke hat als der Oberfaden, kann es vorkommen, dass Sie auch die Fadenspannung des Unterfadens verändern müssen. Das ist aber die Ausnahme und sollten Sie nur machen, wenn Sie einen sehr dicken Unterfaden verwenden.

Die Fadenspannung lässt sich nicht richtig einstellen

Wenn es Ihnen nach der Methode nicht gelingen sollte, die Fadenspannung korrekt einzustellen, prüfen Sie Folgendes nach:

  • Achten Sie auf den Verlauf im Fadenspanner und am Träger der Nähnadel.
  • Fädeln Sie den Nähfaden korrekt ein.
  • Legen Sie die Unterfadenspule richtig ein.
  • Entfernen Sie Garnreste, Flusen oder Stoffreste, die sich verklemmt haben.
  • Prüfen Sie die Nähnadel und tauschen diese bei Bedarf (falls stumpf) aus.

Damit das Stichbild gleichmäßig ist und ordentlich aussieht, müssen Sie die richtige Fadenspannung für den Stoff wählen. Führen Sie daher einen kleinen Test durch, um die optimale Fadenspannung herauszufinden. 

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