- 28.11.2011 Günter Schulz
Eine zugewucherte Einfahrt oder Gartenweg ist kein schöner Anblick. Wenn Sie das Unkraut nicht früh genug entfernen, wird aus diesem verwilderten Anblick auch bald ein echter Schaden an Ihren Wegen.
Vorsicht bei alten Hausmitteln gegen Unkraut
Leider werden Sie feststellen, dass die alten Hausmittel seit einigen Jahren unzulässig sind. Wenn Sie also die folgenden Ratschläge von Nachbarn oder Verwandten hören, seien Sie eher zurückhaltend.
- Salz wurde früher gerne auf die Ritzen zwischen den Pflastersteinen gestreut. Sie haben sicher auch schon gehört, dass Sie es einfach zwischen die Steine fegen können. Salz gehört zu den alten Hausmitteln, die tatsächlich sehr wirksam sind. Es verteilt sich aber im Boden und versalzt ihn damit. Durch Regenwasser wird es aufgelöst und weit über den Bereich hinausgeschwemmt.
- Ebenfalls mit Salz verbunden ist das Begießen der Ritzen mit einer Salzlösung aus einfachem Kochsalz und Wasser. Hier gilt das Gleiche wie für das Bestreuen mit Salz. Sie richten bei mehrfacher Anwendung mehr Schaden an, als Sie sich wünschen können. Noch dazu ist das Verteilen von Salzwasser auf Plastersteinen nicht mehr zulässig. Wird es gegen Unkraut eingesetzt, ist es ein Herbizid, das nur mit behördlicher Genehmigung und von fachkundigen Personen benutzt werden darf.
- In diese Kategorie fällt auch Essigwasser oder Essigreiniger. Für sich genommen ist jedes dieser Hausmittel völlig harmlos. Nur wenn Sie es als Unkrautvernichter benutzen, ist es gesetzlich nicht mehr zulässig.
- Herbizide dürfen auf Flächen wie Pflastersteinen gar nicht eingesetzt werden. Wenn Sie eine Genehmigung beantragen, damit Sie sie überhaupt kaufen dürfen, werden Sie darüber belehrt, dass es nur für offene Flächen gilt und von sachkundigen Personen gehört.
Mit Werkzeug zwischen Pflastersteinen aufräumen
- Bevor Sie also zu verbotenen Mitteln greifen, greifen Sie einfach in die Küchenschublade. Dort finden Sie noch den wirksamsten Unkrautvernichter. Es handelt sich um ein einfaches Küchenmesser. Sie kommen damit tief zwischen die Fugen der Pflastersteine und können das Unkraut mitsamt Wurzeln heraustrennen. Das ist zwar etwas anstrengender als das Verschütten von Salzwasser, aber im Ergebnis genauso wirksam.
- Ein Fugenkratzer aus dem Baumarkt erfüllt den gleichen Zweck. Das in den Fugen zwischen den Pflastersteinen sitzende Unkraut wird mit der Wurzel herausgelöst. Diese Fugenkratzer haben einen stabilen Griff und sind in der Klinge etwas dicker als das Küchenmesser. Sie reißen das Unkraut deswegen eher aus, als dass Sie es schneiden.
- Mit etwas höheren Kosten, dafür aber nicht so anstrengend ist das Abflammen des Unkrauts. Es gibt spezielle Abflammgeräte. Sie bestehen aus einem Rohr mit einem Flammaufsatz, das mit einer Gaskartusche verbunden wird. Den Flammaufsatz halten Sie einfach über die Ritzen und brennen das Unkraut auf diese Weise ab. Nachher müssen Sie nur noch die verkohlten Überreste wegfegen.
Unkraut zwischen Pflastersteinen wird jedes Jahr wiederkommen. Wenn Sie das nächste Mal Pflastersteine verlegen, machen Sie einfach eine Schicht aus scharfkantigem Splitt darunter. Das dämmt den Wuchs am besten ein.