Da vielerorts heute alte und morsche Bäume fehlen, fehlen den Staren ihre Naturhöhlen zum Ausbrüten. Das Bauen eines Starenkastens kann, vor allem wenn man Kinder in der Familie hat, großen Spaß machen. Vielen gestressten Berufstätigen tut in der Freizeit handwerkliche Arbeit gut und den Kindern bringen sie somit spielerisch die Nähe zur Natur bei.
- 08.09.2010 Marc Tilian
Einen Starenkasten bauen
- Zum Bau eines Starenkastens eignet sich Kiefern-, Fichten- oder Tannenholz am besten. Sägen Sie sich ca. 2 cm dicke Bretter, ungehobelt, mit den Maßen ca. 15 cm breit, ca. 15 cm tief und ca. 25 cm hoch, aus. Bohren Sie etwa 4-5 mm breite Löcher zur Belüftung und Entfeuchtung in das Bodenbrett.
- Das Flugloch für einen Star sollte zwischen 45 mm und 50 mm betragen und ungefähr 4 cm Abstand von der Oberkante der Vorderwand des Kastens haben.
- Nun verbinden Sie die einzelnen Brettchen mittels eines wasserfesten Holzleims und Schraubzwingen, damit der Starenkasten stabil wird. Das Dach sollte schräg sein wegen Abfluss von Regen, dazu müssen Rückwand und Seitenwände länger sein und die Seitenteile abgeschrägt werden.
Eine Sitzstange für den Star anbringen
- Soll eine Sitzstange angebracht werden, wird diese mit den Maßen 10 cm lang und 8 mm Durchmesser zurechtgesägt und unter das Flugloch am Kasten montiert.
- Wegen der Gesundheit der Tiere verwenden Sie bitte kein Holzschutzmittel zum Einlassen des Holzes, sondern reiben die Bretter mit Leinöl ein. Auch die üblicherweise an Starenkästen angebrachte Wellpappe ist etwas umstritten, da der Kasten trotzdem nass wird, aber die Pappe eine spätere Austrocknung verhindert.
Den Starenkasten an einem Baum anbringen
Nun können Sie den Starenkasten mittels eines festen Drahtbügels in ca. 3 m Höhe an einem Baum anbringen. Dies sollte möglichst schon im Herbst, aber spätestens bis März geschehen. Die geeignete Himmelsrichtung ist Osten oder Südosten. Der Kasten darf nicht nach hinten, sondern eher nach vorne hängen, damit kein Regen ins Innere eindringt.