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Nisthilfen - Bauanleitung für Starenkasten

Nisthilfen - Bauanleitung für einen Nistkasten für Stare2:11
Video von Lars Schmidt2:11

Nisthilfen erleichtern Vögeln das Brüten. Eine Bauanleitung hilft Ihnen, Nisthilfen richtig zu bauen und anschließend aufzuhängen.

Was Sie benötigen:

  • 4 Bretter (15x15x25)
  • Boden (15x15x15)
  • Dach (15x15x20)
  • Säge
  • kleine Scharniere für das Dach
  • Bohrer, 50 mm + 8 mm
  • Bauschrauben, 45 mm

Passendes Holz und Aufbau des Starenkasten

Nistkästen erleichtern den verschiedenen Vogelarten in ihrem Garten den Bau eines geschützten Nests, denn manche haben das Problem, eine passende und sichere Brutstätte zu finden. Ein Nistkasten schützt das Nest vor Witterung und Fremdlingen. Auch der NABU rät zum Anbringen eines Nistkastens im eigenen Garten.

Zum Bau eines Starenkastens eignen sich Kiefernholz, Fichtenholz oder Tannenholz am besten. Gemäß der Bauanleitung für Nisthilfen versehen Sie die zurechtgesägten Bretter mit Belüftungslöchern und einem Einflugloch. Anschließend verleimen Sie die Bretter.

Das Dach versehen Sie mit Scharnieren, damit Sie den Nistkasten reinigen können. Eine Reinigung ist jährlich nach der Brutzeit anzuraten, damit sich kein Ungeziefer im Nistkasten einnistet.

Das Dach vom Vogelhäuschen sollte schräg sein, damit der Regen abfließen kann. Dazu müssen Rückwand und Seitenwände länger sein und die Seitenteile schrägen Sie ab. Da Holzschutzmittel die Gesundheit der Stare beeinträchtigen könnte, reiben sie die Bretter besser mit Leinöl ein.

Auch die üblicherweise an Nisthilfen angebrachte Wellpappe ist umstritten, da der Nistkasten trotzdem nass wird, aber die Pappe eine spätere Austrocknung verhindert.

Bauanleitung - so bauen Sie einen Starenkasten

Verwenden Sie am besten einfache, unbenutzte Holzbretter mit 20 bis 25 Millimeter Dicke ohne chemische Behandlung. Damit der Bau Ihres Starenkastens gelingt, befolgen Sie diese Bauanleitung:

  1. Bretter zurecht sägen. Sägen Sie sich zirka zwei Zentimeter dicke Bretter, ungehobelt, mit den Maßen 15 Zentimeter breit, 15 Zentimeter lang und 25 Zentimeter hoch, aus.
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  2. Abflusslöcher einbohren. Am Boden des Kastens bringen Sie einige kleine Löcher von etwa acht Millimeter an. Diese dienen zum Ableiten von eingedrungenem Wasser.
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  3. Einflugloch einbohren. Bohren Sie ein Einflugloch für die Gartenvögel in eines der Bretter mit einem Durchmesser von 48 Millimetern mit einem vier Zentimeter großen Abstand zur Oberkante der Vorderwand des Kastens.
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  4. Dach aufsetzen. Das Dach vom Kasten muss schräg sein, damit der Regen abfließt. Dazu muss die Rückwand länger sein, als die Vorderseite mit dem Einflugloch und die Seitenteile schrägen Sie auf einen Gefälle von etwa zwei bis drei Zentimetern ab. Schneiden Sie das Dach nach den Maßen zu, setzen die Scharniere an das Dach und verbinden es mit dem Kasten.
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  5. Bretter leimen. Nun verbinden Sie die seitlichen Bretter und den Boden mittels eines wasserfesten Holzleims und Schraubzwingen, damit der Starenkasten stabil wird.
  6. Sitzstange befestigen. Bohren Sie ein Loch von etwa acht Millimeter unterhalb des Einfluglochs und drücken eine Sitzstange aus Holz mit einer Länge von etwa sechs Zentimetern hinein.
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  7. Krampe befestigen. Bringen Sie eine Krampe mittig des Daches Ihres Starenkastens an. Diese schlagen Sie jedoch noch nicht ganz fest, damit ein Drahtbügel noch hindurch passt.

So hängen Sie Nisthilfen richtig auf

Bringen Sie den Starenkasten mittels eines festen Drahtbügels in drei Metern Höhe an einem Baum an, damit keine Katzen und andere Fremdlinge eindringen können.

  1. Drahtbügel anbringen. Hängen Sie den Drahtbügel über den gewünschten Ast. An diesen hängen Sie den Nistkasten mit der Krampe ein.
  2. Montage im Herbst. Den Starenkasten bringen Sie schon im Herbst an. Spätestens bis März sollte dies geschehen.
  3. Kasten ausrichten. Den Nistkasten nach Osten oder Südosten ausrichten.
  4. Gefälle beachten. Der Nistkasten darf nicht nach hinten, sondern eher nach vorne hängen, damit kein Regen ins Innere des Vogelhäuschens eindringt.

Nisthilfen können Sie ganz leicht und ohne viel Aufwand selbst bauen. Damit gewähren Sie Vögeln in Ihrem Garten ein geschütztes Nest, um Brüten zu können. 

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