Mittlerweile kauft man sich mit einem preiswerten Einsteiger-Computer schon mehr Rechenleistung als die NASA für die gesamte Mondlandung zur Verfügung hatte. Doch diese Leistung hat einen Nachteil - mehr Leistung erfordert mehr Energie und eine größere Energieaufnahme bedeutet fast automatisch auch mehr Abwärme.

Lüftung vom Computer verbessern, Prozessor-Temperatur senken

  • Einige PC-Hersteller sind zudem nicht immer sehr sorgfältig bei der Belüftung des Computers. So kann es kommen, dass Sie ihren PC im Herbst und Winter problemlos und ohne Murren benutzen können, der Rechenknecht aber im Sommer schon bei geringer Belastung abstürzt oder sich plötzlich nur noch sehr langsam arbeitet.
  • Bei zu hohen Temperaturen geschehen in aktuellen Computern nämlich mehrere Dinge: Zum einen versucht der CPU-Lüfter die Wärme abzutransportieren - die Lüftung arbeitet dann teils mit störender Lautstärke. Reicht die Belüftung nicht aus und die CPU überhitzt weiterhin, versucht der Prozessor sich vor Beschädigungen zu schützen und senkt die Taktfrequenz und damit die Arbeitsgeschwindigkeit, um so weniger Wärme zu erzeugen.
  • Das funktioniert oft sehr zuverlässig, senkt die Leistung des PCs aber massiv. Reicht auch diese Maßnahme nicht aus, stürzt der Computer ab. Die Temperatur des Prozessors lässt sich aber durchaus senken.
  • Oft sparen die Hersteller von Komplett-PCs an der Belüftung des Computers. Die Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten lassen sich mit dem kostenlosen Programm SpeedFan überwachen. Der Prozessor sollte dauerhaft nicht mehr als 65 Grad warm werden.
  • Um den Rechner unter erschwerten Bedingungen zu testen sollten Sie Last erzeugen. Das Programm Prime95 beispielsweise berechnet Primzahlen und sorgt so für eine gute Auslastung der CPU. Nutzen Sie bereits einen modernen Mehrkernprozessor, sollten sie das Programm Orthos-Prime nutzen, da dieses mehrere Kerne auslasten kann.
  • Steigt die CPU-Temperatur auf kritische Werte, kann es mehrere Gründe dafür geben. Zuerst sollten Sie das Gehäuse des Computers öffnen und einen Blick ins Innere werfen. Natürlich schalten Sie den PC vorher aus und trennen ihn vom Stromnetz.
  • Mit der Zeit sammelt sich auf den Lüftern Staub an. Entfernen Sie die Verschmutzungen vorsichtig. Hartnäckig in den Kühllamellen sitzender Staub lässt sich mit Druckluft (aus der Dose, gibt es für ca. 10 Euro im Elektronikmarkt zu kaufen) entfernen. Saugen Sie den Rechner bei der Gelegenheit auch vorsichtig aus.
  • Sorgt auch diese Reinigungsaktion nicht für spürbar sinkende Temperaturen, sollten Sie den CPU-Kühler gegen ein stärkeres Modell austauschen. Wichtig: Achten Sie beim Kauf darauf, ein für Ihren Prozessorsockel passendes Modell zu erwerben. Wenden Sie sich im Zweifel an ein PC-Fachgeschäft, die Mitarbeiter dort tauschen den Lüfter gegen ein geringes Entgeld aus.
  • Auch ein zusätzlicher Lüfter im Gehäuse kann die Temperaturen im Rechner stark senken, da so warme Luft aus dem Gehäuse gesaugt wird.