Kakerlaken entfernen - so bekämpfen Sie die Schädlinge

Kakerlaken bekämpfen ist eine Kunst und nur selten erfolgreich. Kakerlaken bekämpfen ist eine Kunst und nur selten erfolgreich.
Wenn eine Küchenschabe aus Ihrem Toaster guckt, ist das ein schlechtes Zeichen. Denn die Schädlinge werden Sie sehr schwer wieder los. Sogar hochgiftige Schädlingsbekämpfungsmittel sind oftmals zwecklos. Und Gerüchten zufolge könnten Kakerlaken sogar einen Atomkrieg überleben. Ganz verloren ist die Sache von vornherein aber nicht. Mit einigen Mitteln und Maßnahmen können Sie Kakerlaken bekämpfen. Im schlimmsten Fall muss der Kammerjäger ran.
Dana Kaule
31.08.2010 Dana Kaule
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
  • Pheromon-Klebefallen oder andere Schädlingsbekämpfungsmittel
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Heißluftföhn
  • Dampfreiniger
  • Talkumpuder
  • Rotlichtlampe

Kakerlaken sind Überträger gefährlicher Krankheiten und haben daher in Haus und Wohnung nichts zu suchen. Die 12 bis 15 Zentimeter großen Schädlinge erkennen Sie an ihrem süßlichen Duft und den kleinen schwarzen Kotkügelchen. Da Kakerlaken Wärme mögen, verstecken sie sich vornehmlich in Küche, Bad oder in Elektrogeräten.

Kakerlaken präventiv bekämpfen

  1. Die sicherste Methode, Kakerlaken zu entfernen, ist, sie gar nicht erst in der Wohnung einnisten zu lassen. Um das zu garantieren, hat Sauberkeit höchste Priorität.
  2. Kakerlaken lieben herumliegende Nahrungsreste und herumstehenden Müll.
  3. Achten Sie aber auch beim Einkauf darauf, dass Sie keine ungebetenen Gäste mitnehmen. Werfen Sie deshalb gebrauchte Kartons aus Supermärken weg. Kakerlaken legen dort gern ihre Eier ab.
  4. Manchmal gelangen die Schädlinge auch aus dem Urlaub mit in die Wohnung.

Küchenschaben in der Wohnung – so bekämpfen Sie die Schädlinge

  1. Kakerlaken sind kleine Überlebenskünstler und stehen in dem Ruf sogar einen Atomkrieg zu überleben. Dementsprechend schwierig ist es, sie zu bekämpfen.
  2. Wenn Ihnen eine Kakerlake über den Weg läuft, zertreten Sie sie nicht. Kakerlaken tragen Ihre Eier in sich und die schlüpfen nach einiger Zeit.
  3. Gegen Kakerlaken gibt es einige Mittel, wie Pheromon-Klebefallen, Borax-Pulver, Sprays, Gel, Fallen oder Biozide. Achten Sie dabei immer auf die jeweilige Gebrauchsanweisung.
  4. Sorgen Sie dafür, dass die Kakerlaken keine anderen Nahrungsquellen finden, wie Lebensmittelreste oder Müll.
  5. Bevor Sie Klebefallen und Co. auslegen, müssen Sie jedoch einige Vorkehrungen treffen.

Erst Verstecke aufspüren, dann die Kakerlaken entfernen

  1. Suchen Sie in Ihrer Wohnung alle möglichen Zugänge, durch die die Kakerlaken in die Wohnung gelangen. Gefunden? Kleben Sie sie mit doppelseitigem Klebeband zu.
  2. Bearbeiten Sie Ritzen, aus denen die Schädlinge ebenfalls krabbeln können, mit einem Dampfreiniger.
  3. Pusten Sie die Verstecke der Kakerlaken mit einem Heißluftföhn aus, denn Kakerlaken reagieren empfindlich auf Zugluft. Streuen Sie danach Kalk aus.
  4. Begeben Sie sich bei Dunkelheit mit einer Rotlichtlampe auf Kakerlaken-Suche. Wie bereits erwähnt, fühlen sich die Schädlinge von Wärme angezogen. Haben Sie eine erwischt, werfen Sie sie in eine Mülltüte mit einem Esslöffel Talkumpuder.
  5. Überprüfen Sie auch immer die Verstecke und Ritzen. Kakerlaken, die zum Beispiel Borax-Pulver fressen und verenden, legen oftmals noch kurz vor ihrem Tod Eier.
  6. Wiederholen Sie diese Sicherheitsmaßnahmen 2 Wochen lang und legen Sie immer wieder Fallen aus oder streuen Borax-Pulver etc.

Manchmal bekämpfen Sie die Schädlinge erfolgreich mit diesen Maßnahmen, manchmal jedoch nicht. Wenn Sie die Kakerlaken einfach nicht entfernen können, hilft nur noch ein Kammerjäger. 

Diese Anleitung
Leser-Tipps (2) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • Riddick | 23.09.2010, 06:55

    Zur berichtigung, Schaben tragen ihre Eier nicht in sich, sondern können am Hinterleib ein Eipaket mit sich herum tragen, das nicht nur abfallen kann und man findet es nicht mehr, man sollte eine Schabe auch nicht zertreten, denn hat so ein Insekt ein Eipaket gesattelt gehabt, so können sich die Eier immer noch an der Schuhsohle befinden und mit herum getragen werden. Schaden: Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z.B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z.B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern. Teil 1

  • Riddick | 23.09.2010, 06:58

    Verwechslung: Höchstwahrscheinlich, brauchen sich die Meisten betoffenen noch nicht einmal sorgen zu machen. In Südeuropa, im Alpenraum und in den letzten Jahren vermehrt in Süddeutschland konnte die Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) beobachtet werden, die in Größe, Form und Farbe der Deutschen Schabe sehr ähnlich sieht. Der auffälligste Unterschied ist, dass bei der Bernstein-Waldschabe der Diskus des Pronotums ohne parallele dunkle Längsstreifen ist. Außerdem sind zumindest die Männchen von Ectobius vittiventris relativ gute Flieger. Meist sind es diese, die sich in menschliche Behausungen verirren, aber im Gegensatz zur Deutschen Schabe keinen Schaden anrichten, sondern nach wenigen Tagen zugrunde gehen. Bekämpfungsmaßnahmen sind daher bei Auftreten der Bernstein-Waldschabe nicht notwendig. Die Waldschabe ernährt sich von zersetztem pflanzlichen Material und zeigt auch im Gegensatz zu Blattella germanica oft Tagesaktivität.

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