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Junikäfer bekämpfen - wirksame Hilfsmittel für Ihren Garten

Junikäfer bekämpfen - wirksame Hilfsmittel für Ihren Garten2:35
Video von Jule Jansson 2:35

Der Junikäfer ist nur halb so groß wie der Maikäfer und neigt in manchen Jahren dazu in Massen aufzutreten. Die sogenannten Engerlinge, die aus den Eiern des Junikäfers entstehen, können sehr große Schäden anrichten. Es gibt verschiedene Hilfsmittel und Möglichkeiten, den Junikäfer in Ihrem Garten wirksam zu bekämpfen.

Schäden, die durch den Junikäfer entstehen

  • Ebenso wie der Maikäfer richtet der Junikäfer im Garten große Schäden an. Die Fressgewohnheiten sowohl der Larven als auch der Käfer sind die eigentlichen Verursacher der Schäden in Ihrem Garten. Nicht nur Gemüsepflanzen wie Möhren, Mangold oder Tomaten, sondern auch Obstbäume und Rasenflächen können im Wurzelbereich, an den Blüten und Blättern massiv geschädigt werden und im schlimmsten Fall eingehen.
  • Darum sollte man den Junikäfer unbedingt bekämpfen. Eine Bekämpfung mit chemischen Mitteln ist nicht ratsam, da diese in großen Mengen ausgebracht werden müssten, und die Gefahr besteht, dass sie ins Grundwasser gelangen können.

Wirksam den Schädling bekämpfen

  • Hier kann man ganz auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten. Es stehen zahlreiche biologische Hilfsmittel zu Bekämpfung zur Verfügung. Eine wirksame Methode ist das Aufstellen oder Aufhängen von Duftfallen im Garten. Die in den Duftfallen enthaltenen Sexuallockstoffe locken den Junikäfer an. Dadurch gelangt der Käfer in die Falle, aus der er nicht wieder herauskommt, er verendet. Die Fallen sollten zwischenzeitlich von den Schädlingen befreit werden, um Platz für weitere Käfer zu schaffen. Entsprechende Duftfallen sind in Baumärkten erhältlich.

  • Sehr wirkungsvoll ist das Ausbringen von Nematodenbruten. Das sind Nützlinge, die im Handel über Nützlingslieferanten angeboten und per Post versendet werden. Für Mensch und Tier besteht kein Risiko. Der Packungsinhalt, ein Pulver, wird entsprechend der Gebrauchsanweisung mit Wasser verdünnt, wobei sich die sogenannten HM-Nematoden (Fadenwürmer) entwickeln. Dies wird nun mittels einer Gießkanne aufgebracht. Die Fadenwürmer setzten sich in den Larven der Junikäfer fest und töten sie ab. Beim Junikäfer funktioniert dies nur im Stadium des Engerlings, und zwar 6 bis 8 Wochen nach ihrem Flugzeitpunkt. Wenn dieser Mitte Juni ist, müsste die Behandlung Mitte August erfolgen. Bei einem späteren Flugzeitpunkt, z.B. im Juli, kann die Behandlung bis in den September erfolgen. Die Bodentemperatur sollte mindestens 12 Grad betragen, da die Nematoden bei niedrigeren Temperaturen inaktiv sind.

  • Natürlich gibt es auch eine Vielzahl an natürlichen Fressfeinden, um den Junikäfer zu bekämpfen. Zu ihnen gehören vor allem Fledermäuse, Spitzmäuse, Maulwürfe, Katzen und Vögel. Indem man ausreichend Nistmöglichkeiten für die Vögel schafft, kann man dies unterstützen.

Vorbeugende Maßnahmen, um den Junikäfer zu bekämpfen

  • Da die Weibchen ihre Eier vor allem in feuchter Erde ablegen, ist eine gezielte Bewässerung förderlich. Pflanzenschutznetze können auch den gewünschten Erfolg bringen, sollten aber nur bei einem massiven Befall eingesetzt werden.

  • Das wirksamste Hilfsmittel gegen die Junikäfer und ihre Larven sind auf jeden Fall die natürlichen Fressfeinde, die bei einem normalen Befall auch vollkommen ausreichend ist.

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