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Akkusativ, Dativ, Genitiv und Nominativ - Deutsche Fälle einfach erklärt

Akkusativ, Dativ, Genitiv und Nominativ - Deutsche Fälle einfach erklärt3:17
Video von Valentin Falkenrot3:17

In einem deutschen Satz steht jedes Hauptwort, auch Substantiv genannt, in einem bestimmten Fall, nämlich dem Nominativ, dem Genitiv, dem Dativ oder dem Akkusativ. Das Fremdwort für Fall ist Kasus. Sie müssen vier Fälle unterscheiden, indem Sie den Kasus mithilfe von Fragewörtern bestimmen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen die deutschen Fälle Akkusativ, Dativ, Genitiv und Nominativ zu verstehen.

Anhand von Beispielsätzen lässt sich das Erfragen der Fälle am besten darstellen. Den Kasus erfragen Sie in der Einzahl (Singular) genauso wie in der Mehrzahl (Plural).

Der erste Fall ist der Nominativ

  • Den Nominativ erfragen Sie immer mit "Wer" oder "Was". Wobei Sie das "Was" auf Gegenstände beziehen, wie z. B. das Auto, der Stuhl, das Tier.
  • An folgendem Beispielsatz sehen Sie nun, wie ein Nominativ erfragt wird: "Das Auto steht im Stau." Sie fragen nun: "Wer oder was steht im Stau?" Die richtige Antwort lautet: "Das Auto."
  • Ein weiteres Beispiel ist: "Der Lehrer unterrichtet die Schüler." Sie fragen: "Wer oder was unterrichtet die Schüler?" Die Antwort: "Der Lehrer."
  • Somit wissen Sie, dass die Beispielsätze im ersten Fall, dem Nominativ, dekliniert sind. Fragen Sie immer mit "Wer" oder "Was", um sich die Fragewörter für einen Nominativ einzuprägen, auch wenn der Fall nur mit einem Fragewort erfragt wird, wie im ersten Beispielsatz zu sehen ist. Dort haben Sie mit "Was" gefragt.

Zweiter Fall: Der Genitiv

  • Den Genitiv erfragen Sie mit "Wessen". Wobei der Genitiv immer besitzanzeigend ist. Sie erfragen, wem etwas gehört.
  • Ein Beispiel: "Ein Hund spielt mit dem Schuh seines Besitzers." Sie erfragen nun nach dem Genitiv, indem Sie sagen: "Mit wessen Schuh spielt der Hund?" Die Antwort ist: "Mit dem Schuh seines Besitzers."
  • Zur Verdeutlichung ein weiterer Satz: "Das Mädchen malt mit den Stiften ihres Bruders." Die Frage zum zweiten Fall lautet: "Wessen Stifte benutzt Sie?" Antwort: "Die Ihres Bruders."
  • Ihnen wird aufgefallen sein, dass Sie das Substantiv im zweiten Beispielsatz in der Mehrzahl genauso erfragt haben wie zuvor in der Einzahl. Wie schon zuvor erwähnt, hat der Numerus keinen Einfluss auf die Deklination.

Dritter Fall: Der Dativ

  • Der dritte Fall, der Dativ, ist ebenfalls besitzanzeigend und wird mit dem Fragewort "Wem" erfragt. Verwechseln Sie Dativ nicht mit Genitiv, das passiert leider immer wieder.
  • Ein Beispielsatz hierzu soll Ihnen zeigen, wie Sie den Dativ erfragen können: "Eine Schülerin schenkt Ihrem Lehrer einen Apfel." Sie fragen nun: "Wem schenkt die Schülerin einen Apfel?" Die Antwort lautet: "Dem Lehrer."
  • Ein weiterer Beispielsatz lautet: "Der Lehrer dankt der Schülerin." Die Frage zur Deklination lautet: "Wem dankt der Lehrer?" Antwort: "Der Schülerin."

Vierter Fall: Der Akkusativ

  • Den vierten Fall, den Akkusativ, erfragen Sie mit "Wen" oder "Was". Vor dem Substantiv muss ein Verb stehen. Somit können Sie beim Erfragen mit "Was" den Akkusativ nicht mit dem Nominativ durcheinanderbringen, obwohl beide mit dem Fragewort "Was" dekliniert werden.
  • Erfragen Sie am folgenden Beispielsatz den vierten Fall: "Der Lehrer lobt die Schülerin." Die Frage: "Wen oder was lobt der Lehrer?" Die Antwort: "Die Schülerin."
  • Ein weiteres Beispiel zur Veranschaulichung: "Sie sehen ein Auto im Stau stehen." Die Frage lautet: "Wen oder was sehen Sie?" Die Antwort: "Ein Auto".
  • Hier ist mit Absicht der Beispielsatz aus dem Nominativ verwendet worden, um Ihnen zu zeigen, wann Sie den Nominativ und wann den Akkusativ vor sich haben.
  • Lassen Sie sich nicht dadurch verunsichern, dass sowohl im Nominativ als auch im Akkusativ das Fragewort "Was" verwendet wird. Da es im Beispielsatz heißt: "Sie 'sehen' ein Auto….", wissen Sie, dass es sich nur um den vierten Fall der Deklination handeln kann. Im ersten Fall, dem Nominativ, lautet der Beispielsatz dagegen: "Das Auto steht im Stau."

Lernen Sie die vier Fälle auswendig und merken Sie sich besonders die Fragewörter dazu. Mit der Zeit werden Sie die Substantive automatisch richtig deklinieren. Lassen Sie sich zu den einzelnen Fällen weitere Beispielsätze einfallen, dies ist die einfachste Übung zur Vertiefung des Erlernten.

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