Wenn auch Sie nicht wissen, was der Unterschied zwischen den drei Wortarten ist oder Sie vielleicht Ihren Kindern diesen erklären wollen, reichen schon ein paar einfache Übungen aus, anhand derer man erkennt, was Nomen, Verben und Adjektive sind. Ein Satz im Deutschen besteht immer mindestens aus Nomen und Verb. Das Adjektiv kann, muss aber nicht, in einem Satz enthalten sein.

Was sind Adjektive und Verben?

  • Adjektive sind eine Wortart, die die Eigenschaften von Dingen, Lebewesen und Vorgängen angibt. Beispiele dafür sind: heiß, still, lustig. So kann man also sagen: „das heiße Essen“, „das stille Mädchen“, „die lustige Party“.

  • Ein Adjektiv können Sie im Satz vor das Nomen/Substantiv stellen, z.B. „Das heiße Essen.“ Sie können es aber auch danach verwenden, z.B. „das Essen ist heiß“ oder als sogenanntes Umstandswort: „Das Essen wird heiß serviert.“

  • Verben wiederum sind Wortarten, die Handlungen, Vorgänge und Zustände ausdrücken. Beispiele dafür sind: wachsen, sein, laufen. So können Sie Sätze bilden wie: „das Gras wächst“, „der Hund ist groß“, „die Kinder laufen“. Verben können konjugiert werden. Das heißt, Sie können ein Verb nach Person und Numerus (der Anzahl) definieren, z.B.: „ich rufe“, „er ruft“, „sie rufen“ usw. Auch nach dem Tempus (der Zeit) können Sie Verben konjugieren, z.B.: „ich rief“, „ich rufe“, „ich werde rufen“ usw.

  • Verben werden auch nach aktiver und passiver Tätigkeit konjugiert. Ein Beispiel dafür wäre: „ich rief“, was eine aktive Handlung darstellt, im Gegensatz zu „ich wurde gerufen“, was eine passive Form ist.

 

Nomen richtig erkennen

  • Nomen bilden eine Sonderform der Wortarten, denn sie bezeichnen Substantive, Adjektive sowie Artikel und Pronomen. Jedoch werden Sie am häufigsten mit Substantiven gleichgesetzt.

  • Nomen oder Substantive sind Wörter, die Dingen, Lebewesen und Abstraktem (z.B. Gefühlen) einen Namen geben. Beispiele dafür sind: Flugzeug, Freiheit, Tinte, Apfel.

  • Substantive können Sie deklinieren. Und zwar erfolgt die Deklination nach Numerus, Genus und Kasus. Ein Beispiel für den Numerus wäre: „der Bauer“ im Singular oder im Plural „die Bauern“.

  • Der Genus bezeichnet beim Nomen das Geschlecht. Im Deutschen können Sie hier zwischen maskulin, feminin und neutral unterscheiden. Ein Beispiel für maskulin wäre „der Hof“, für ein feminines Wort wäre es „die Dusche“, ein Beispiel für ein neutrales Wort wäre „das Haus“. Wie Sie sehen spielt der Artikel vor dem Wort eine große Rolle.

  • In der deutschen Sprache gibt es zudem vier Fälle (den Kasus), in denen man das Nomen verwenden kann. Der Nominativ, Dativ, Genitiv und Akkusativ. Durch Fragewörter wie: „Wer oder was...?“ für den Nominativ oder „Wessen..?“ für den Genitiv, können Sie erkennen, in welchem Fall Sie das Nomen richtig verwenden.

  • Wenn Sie nun das nächste Mal gefragt werden: „Was sind Nomen, Verben und Adjektive eigentlich?“, können Sie anhand einer einfachen Beschreibung die Unterschiede erklären. Am leichtesten können Sie sich die Unterschiede merken, wenn Sie sich die Frage stellen, welche Funktion das Wort im Satz hat.