Alle Kategorien
Suche

Kasus, Numerus und Genus - Definition

Kasus, Numerus und Genus - Definition1:33
Video von Jule Jansson 1:33

Kasus, Numerus und Genus laufen jedem Schüler irgendwann einmal über den Weg. Sie müssen Worte grammatikalisch genau bestimmen können, und genau hier helfen Ihnen alle drei Kriterien, dieses zu können. Die lateinischen Begriffe finden auch in der deutschen Grammatik Anwendung.

Generelles über die Bestimmung von Substantiven

  • Alle drei Worte, Kasus, Numerus und Genus, stammen aus dem Lateinischen und bestimmen die konkrete Form eines Substantivs. Ebenso müssen Adjektive im Lateinischen, die sich auf ein Substantiv beziehen, mit diesem in allen drei Formen übereinstimmen.
  • Auch im Deutschen werden drei Bestimmungen verwendet, gefragt wird nach dem Fall des Wortes, dem Geschlecht und der Mengenstufe.
  • Die genaue Bestimmung eines Substantivs gehört zu fundiertem, grammatikalischem Grundwissen.

Die Definition des Kasus ist die Umfassendste

  • Casus, us, m bedeutet übersetzt "der Fall". Entsprechend ist damit der Fall gemeint, in welchem sich das zu bestimmende Wort befindet. Abgeleitet aus dem Lateinischen gibt es 5 Fälle, den Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ und Ablativ.
  • Sie finden den jeweiligen Fall heraus, in dem Sie entsprechende Fragen bilden können. Nach dem Nominativ fragen Sie "wer oder was?", nach dem Genitiv "wessen?", die Dativfrage lautet "wem oder was?", im Akkusativ fragen Sie "wen oder was?" und im Ablativ "durch wen, von wem?".
  • Ein Beispielsatz kann lauten: "Frau Müllers Kinder bringen dem Hund von Herrn Schmidt einen Ball." Wenn Sie nun die Fragen korrekt stellen, finden Sie schnell heraus, in welchem Fall sich die einzelnen Substantive befinden. "Frau Müller" steht im Genitiv, "die Kinder" im Nominativ, wodurch sie das Subjekt des Satzes bilden. "Der Hund" befindet sich im Dativ, "Herr Schmidt" verkörpert den Ablativ und "der Ball" ist letztendlich im Akkusativ gebildet.

Numerus und Genus ergänzen die Wortbestimmung

  • Auch diese beiden Worte haben ihren Ursprung im Lateinischen, numerus, i, m bedeutet "Anzahl" und genus, eris, m "das Geschlecht".
  • Hieraus können Sie die Bedeutung bereits ableiten. Der Numerus bestimmt, ob sich das Wort im Singular oder im Plural befindet, also in der Einzahl oder der Mehrzahl. Dem Beispiel von oben folgend sind "die Kinder" im Plural und "der Hund" beispielsweise ist ein Singularwort.
  • Das Geschlecht eines Wortes ist entweder feminin, maskulin oder neutral, entsprechend werden die bestimmten und unbestimmten Artikel gesetzt. Ein feminines Wort hat als Artikel "die" oder "eine" wie eine Tür oder die Tür. Im Maskulinen lauten die Artikel "der" oder "ein" und im Neutrum entsprechend "das" oder ebenfalls "ein". Genau wie das Substantiv werden natürlich auch die Artikel in den jeweiligen Fällen verändert. Aus "die Frau" wird im Genitiv "der Frau". Alle anderen Fälle werden entsprechend verändert.

Kasus, Numerus und Genus gehören zum Grundlagenwissen in der Grammatik, allerdings haben Sie, wenn Sie Latein in der Schule gelernt haben, bei der Bestimmung einen entschiedenen Vorteil, denn die lateinische Grammatik ist sehr genau und komplex.

Verwandte Artikel

Redaktionstipp: Hilfreiche Videos