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Zwielaut einfach erklärt

Zwielaut einfach erklärt1:03
Video von Samuel Klemke1:03

Viele Menschen wissen nicht, was ein Zwielaut überhaupt ist und können mit dem Begriff an sich nichts anfangen, obwohl sie diesen Laut jeden Tag gebrauchen. Hier wird Ihnen erklärt, was Zwielaute sind und wann Sie sie verwenden.

Was ist ein Zwielaut?

  • Die deutsche Sprache hat viele Tücken und Macken. Vor allem die Grammatik macht es vielen Leuten schwer. Besonders gemein ist es, wenn ein PHänomen verschiedene Namen hat. So wie Nomen, Substantive und Namenwörter dasselbe sind, so gibt es auch für das Wort Zwielaut Synonyme. Zum Beispiel Zweilaut oder Diphthong. Vielleicht sind Ihnen diese Begriffe geläufiger.
  • Diphthonge sind Doppellaute aus zwei verschiedenen Vokalen, wie in „Haus“ oder „Seite“.
  • Sie kommen nicht nur im Deutschen vor, sondern auch in anderen Sprachen, zum Beispiel im Englischen oder Französischen.  
  • Zwielaute oder Diphthonge dürfen nicht mit einem Hiatus gleichgesetzt werden. Ein Hiatus zeichnet sich durch die vorhandene Silbentrennung aus (zum Beispiel Radi-o oder Cha-os). Bei einem Diphthong ist eine Silbentrennung zwischen den Vokalen nicht möglich (lei-se).

Zungenbewegungen beim Diphthong

  • Es gibt vier verschiedene Arten von Diphthongen, die sich durch die unterschiedlichen Zungenbewegungen und die unterschiedlichen Aussprachen unterscheiden.
  • Beim fallenden Zwielaut bewegt sich die Zunge von oben nach unten, wie zum Beispiel bei dem Wort „Haus“.
  • Bei einem steigenden Zwielaut bewegt sich die Zunge genau entgegengesetzt zum fallenden Zwielaut, also von unten nach oben, wie bei dem spanischen Wort „historía“.
  • Bei einem zentrierten Zwielaut bleibt die Zunge locker in der Mitte des Mundes, wie bei dem Wort „Pier“ 
  • Der schwebende Zwielaut zeichnet sich durch eine horizontale Zungenbewegung aus, wie bei dem Wort „hui“.

Diphthonge im Deutschen

  • Im Deutschen gibt es die Diphthonge  „au“, „ei“, „ai“, „eu“, „äu“ und „ui“.
  • Dementsprechend werden im Deutschen hauptsächlich fallende und schwebende Zwielaute verwendet.
  • Eine Ausnahme im Deutschen bildet das im Allgemeinen bekannte „lange i“ oder „ie“. Es besteht zwar aus zwei direkt hintereinander folgenden Vokalen und lässt sich nicht in zwei Silben trennen (zum Beispiel in „Lied“), ist aber kein Diphthong. Seit dem 11.-12. Jahrhundert gilt das „ie“ als Monophthong, ein eigenständiger Vokal.

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