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Doppelter Dativ - eine Erklärung

Doppelter Dativ - eine Erklärung1:55
Video von Lars Schmidt1:55

Vom Dativ haben Sie sicher schon etwas gehört. Aber ein doppelter Dativ - gibt es den auch? Ja, es gibt ihn! Wenn Sie die grammatischen Regeln kennen, werden Sie keine Probleme bei der Verwendung des doppelten "Wemfalls" haben.

Was Sie benötigen:

  • eventuell ein Nachschlagewerk (z. B. Grammatik-Duden)

Sicher kennen Sie das Sprichwort: deutsche Sprache - schwere Sprache! Doch es gibt für alles eine Erklärung. Und: So kompliziert ist es dann meistens doch nicht.

Der dritte Fall - der Dativ

Ein doppelter Dativ? Hier geht es um die Grammatik. Der Dativ gehört zu den sogenannten "Fällen" (Kasus). In der deutschen Grammatik wird er auch als der "dritte Fall" oder als "Wemfall" bezeichnet. In der deutschen Grammatik finden Sie vier Fälle.

  • Der erste Fall ist der Nominativ. Einfacher gesagt, handelt es sich hier um den "Wer- oder Was-Fall".
  • Als den zweiten Fall oder als "Wes(-sen)-Fall bezeichnet man den Genitiv.
  • Der Dativ ist - wie schon beschrieben - der dritte Fall. Er wird mit "wem" erfragt.
  • Fehlt noch der vierte Fall - das ist der "Wen- oder Was-Fall". Dieser Kasus wird als Akkusativ bezeichnet.

Ein doppelter "Wemfall" - was ist das?

Ja, so ist das mit der Grammatik: Nur ein einziger Wemfall, das wäre dann wohl doch zu einfach. Lesen Sie hier, wie ein doppelter Dativ gebildet wird und welche Regeln Sie beachten sollten.

  • Einmal Dativ - immer Dativ? Wie ist das denn nun mit den Endungen? Folgt auf ein "m" ein "m" oder ist es richtig, dass auf ein "m" immer ein "n" folgt?
  • Betrachten Sie einmal diesen Satz: Ich habe eine Frau mit einem roten Kleid gesehen. Mit wem? Mit einem roten Kleid. Hier folgt auf das "m" (einem), ein "n" (roten). Die Regel, dass auf ein "m" ein "n" folgt, trifft hier zu, da es sich um einen unbestimmten Artikel handelt.
  • Anders ist es bei diesem Satz: Die Möbel bestehen aus kaltem, hartem Stahl. Hier folgt auf das "m" ein "m" und die Regel "einmal Dativ - immer Dativ" trifft zu. Denn hier handelt es sich um eine Aufzählung der Eigenschaften (kalt und hart).

Meist können Sie sich aber auch auf Ihr Sprachgefühl verlassen. Probieren Sie einfach einmal aus, was sich für Sie richtig anhört und was nicht. Im Zweifelsfall können Sie dann ja immer noch einen Blick in ein Grammatikbuch werfen.

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