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Zeitwörter in der Grundschule - so üben Sie effektiv mit Ihren Kindern

"Mama, warum heißen Tun-Wörter Zeitwörter? Die sagen doch keine Uhrzeit an." Kennen Sie solche Fragen? Wenn Kinder nach der Schule solche Fragen stellen, ist klar, dass sie weder den Lehrer noch den Unterrichtsstoff verstanden haben. Kinder wollen wissen, begreifen, verstehen. Deshalb bleiben die meisten Kinder im Unterrichtsstoff dort stecken, wo sie etwas nicht verstanden haben, denn sie suchen nach einer für sie verständlichen Antwort, während der Lehrer im Stoff weiter erklärt. In Folge begreifen sie die weiterführenden Lehrstoffe nicht und Probleme entwickeln sich. Freuen Sie sich, wenn Ihre Kinder diese Fragen stellen, denn dann können Sie dort ansetzen.

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Die deutsche Grammatik ist umfangreich.
Die deutsche Grammatik ist umfangreich.

Was Sie benötigen:

  • Übungsblätter
  • Anschauungsmaterial

Zeitwörter sind "Tun-Wörter"

  • Für viele Kinder ist die deutsche Grammatik undurchschaubar. Bezeichnungen wie Zeitwörter, Tun-Wörter, Verben, Gegenwart, Perfekt, Vergangenheit, Perfekt, Vorvergangenheit, Plusquamperfekt, Zukunft, Future und Präteritum, Imperfekt können die Erklärungen erschweren.
  • Zwar ist die deutsche Grammatik sehr funktional und systematisch aufgebaut, doch müssen Kinder dieses System erst einmal kennenlernen, verstehen und dann begreifen. Wie soll ein Kind verstehen, warum Verben "Zeitwörter" oder "Tun-Wörter" heißen?
  • Lehrer in der Schule können bei den großen Klassen oft nur den mittleren Wissensstand aller Kinder berücksichtigen, um den Lehrstoff im geforderten Maß zu vermitteln. Kinder, die spüren, sie kommen nicht mit, verzweifeln und resignieren innerlich oft.
  • Kein Kind will in der Schule versagen. Wenn Ihr Kind den unverstandenen Lehrstoff nicht hinterfragt, kann das, anstelle von Desinteresse, an seinem Schamempfinden liegen. Arbeiten Sie sich in die Materie ein, um Ihrem Kind zu helfen, zu verstehen. 

So üben Sie mit Grundschulkindern effektiv

Unterstützen Sie Ihr Kind moralisch und geben Sie ihm recht, dass dieser Unterrichtsstoff schwer ist und die vielen verschiedenen Worte sehr irreführend sind. Gleich darauf ermuntern Sie es, dass Sie es gemeinsam schon schaffen werden, diesen "Wort-Wald" zu durchdringen:

  • Machen Sie sich erst selber deutlich, dass Verb, aus dem Lateinischen übersetzt, "verbum temporale", also "Zeitwort" bedeutet. Das Wort "Tun-Wort" wurde für Kinder eingeführt, um diesen die Unterscheidungen von z. B.  Adjektiven (Eigenschaftsworte) und Adverbien (Umstandsworte) zu erleichtern. Erst, wenn Sie für sich dies geklärt haben, werden Sie mit Ihrem Kind hauptsächlich nach dem Begriff "Zeitwörter" lernen.
  • Bereiten Sie Arbeitsblätter vor, die deutlich aufzeichnen, um was es geht. Leider werden Kinder bei den Erklärungen durch viele weitere, beiläufige Wortbezeichnungen verunsichert. Führen Sie daher die Konzentration des Kindes sehr bewusst auf die Verben, indem Sie gemeinsam deutlich ausschließen. Als Beispiel: Erklären Sie, dass ein Satz sehr viele Bausteine hat, z. B. "Ich (Pronomen) baue (Verb) dort hinten (Adverb) ein neues (Adjektiv) Haus (Nomen)", um die Sie sich nicht jetzt, sondern später kümmern.
  • Schreiben Sie darunter den Satz: "Ich baue ein Haus" und fragen Sie Ihr Kind, wie die Worte heißen: Pronomen - Verb - Nomen. Nun schreiben Sie auf: "Ich baute ein Haus". Fragen Sie, was Ihrem Kind auffällt. Anschließend schreiben Sie: "Ich werde ein Haus bauen." Lassen Sie Ihr Kind überlegen, was ihm auffällt. Erarbeiten Sie gemeinsam, dass ein Verb die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft beschreiben kann. Damit wird Ihr Kind sicher umgehen können und verstanden haben, dass man mit Verben verschiedene "Zeitformen" aussagen kann. Deshalb heißt ein Verb "Zeitwort".
  • Verstärken Sie die Konzentration auf die Verben (Zeitwörter), indem Sie den Satz schreiben: "Ich (Pronomen) baue (Verb) ein Haus (Nomen)". Fragen Sie Ihr Kind, was sein würde, wenn dort nur stünde: "Ich (Pronomen) ein Haus (Nomen)" oder "baue (Verb) ein Haus (Nomen)"? Richten Sie den Blick des Kindes darauf, dass Verben immer mit Pronomen im Zusammenhang stehen, weil sie erklären, was das Pronomen tut. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, dass dies der Grund ist, warum Verben auch "Tun-Wörter" heißen.
  • Üben Sie gemeinsam die Verben (Zeitwörter), die von gestern, heute und morgen berichten können. Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, dass ein Verb immer eine Ergänzung benötigt, weil es ansonsten nichts aussagt: "Ich baue". "Ich baute". "Ich werde bauen." Mit dieser Form haben Sie die bedeutendste Ergänzung, die Nominativ-Ergänzung erklärt, denn in der Nominativ-Ergänzung wird immer das Subjekt genannt, dass mit dem Verb zusammen eine Einheit bildet.

Übungsblätter helfen lernen

  • Fertigen Sie Arbeitsblätter an, mit denen Ihr Kind die Verben (Zeitwörter) lernen kann. Schreiben Sie z. B.: spielen - zum Spielen. Fragen Sie, wo der Unterschied zwischen beiden Worten liegt. Führen Sie die Erklärungen darauf hin, dass Verben (Zeitwörter) immer klein geschrieben werden und mit einem "zum" - "zu dem"..., zu einem Hauptwort (Nomen) werden.
  • Zeichnen Sie eine Tabelle auf, mit den Rubriken: Verb, Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft. Fügen Sie noch, zur Differenzierung, die Mitvergangenheit (Imperfekt) hinzu. Üben Sie mit vielen Arbeitszetteln gemeinsam die Grundformen (sprechen, spielen, tanzen) den Zeiten gegenüberzustellen: spielte (Imperfekt), habe gespielt (Vergangenheit), spiele (Gegenwart), werde spielen (Zukunft).
  • Das Imperfekt wird nur im schriftlichen Umgang eingesetzt, z. B.: "Ich baute ein Haus". Sprachlich würde man ausführen: "Ich habe ein Haus gebaut." Für das Kind bedeutet dies noch den Lernschritt der Konjugation.
  • Machen Sie Ihr Kind auf die Ergänzungen der Vergangenheits- und Zukunftsform aufmerksam: habe gespielt - werde spielen. Ergänzungen der Vergangenheit sind die Hilfsverben "haben" und "sein". Auch das Futur benötigt Hilfsverben "werde", "wirst". Machen Sie Ihr Kind auf die Konjugation der Vergangenheitsform aufmerksam (gespielt).



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