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Holunderblütentee selber machen

Holunderblütentee wird eine fiebersenkende Wirkung zugesprochen. Er ist wohlschmeckend und lässt sich aus selbst gesammelten Blüten zubereiten.

Holunderblütentee selber machen
Video von Bruno Franke

Die Natur hält viele gesundheitsfördernde Pflanzen bereit. Schwarzer Holunder (Sambucus), auch Holler oder Fliederbeere genannt, gehört dazu. Ein aus Holunderblüten zubereiteter Tee hilft bei Erkältung, wirkt fiebersenkend und entschlackend. Viele gute Gründe, Holunderblütentee im Haus zu haben. Sie können den fertigen Tee in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufen oder ihn aus gesammelten Blütendolden selber herstellen.

Holunderblüten sammeln

Der ideale Zeitpunkt, Holunderblüten zu sammeln, ist ein trockener Tag im Juni oder Juli. Dann steht das Gehölz (Holunderbaum) in voller Blüte und alle Knospen sind geöffnet. Blühender Holunder verströmt einen herrlich intensiven Duft. Warten Sie mit der Ernte, bis der morgendliche Tau verdunstet ist - die Dolden sollten möglichst trocken sein.

Holunderbäume kommen auch in freier Natur vor. Wenn Sie Blüten von frei wachsenden Pflanzen sammeln, suchen Sie besser fern ab von Straßen. Die Blüten nehmen Gifte durch Autoabgase auf.

Schneiden Sie die kompletten Dolden direkt vom Baum ab und legen Sie sie locker in einen Korb. Beim Heilkräutersammeln, egal welcher Art, dürfen Sie niemals Plastiktüten verwenden. Durch Luftmangel welken Pflanzen in kürzester Zeit und verlieren ihre Wirkstoffe.

Blüten trocknen

  1. Die Blütendolden reinigen.Die gesammelten Blüten werden nicht gewaschen. Mögliches Ungeziefer entfernen Sie durch kräftiges Schütteln der Dolden. Vor der Zubereitung des Holunderblütentees müssen Sie die Blüten trocknen. Legen Sie dazu die kompletten Blütenstände nebeneinander auf Küchenpapier an einen luftigen, schattigen Platz. Pralle Sonneneinwirkung entzieht den Blütenblättern Wirkstoffe.
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    © Irene Bott
  2. Die Blüten trocken. Wenn Holunderblüten zu langsam trocknen, verlieren sie ihre Wirkstoffe. Insbesondere bei feuchtem Wetter trocknen Sie sie deshalb bei etwa 30 Grad im Backofen auf einem Backblech. Die Dolden liegen beim Trocknen nebeneinander und müssen regelmäßig gewendet werden.
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    © Irene Bott

Ausreichend getrocknete Blüten erkennen Sie daran, dass sie fast von alleine von den Stielen fallen. Die getrockneten Holunderblütenblätter bewahren Sie vor Licht geschützt, in einem dunklen, gut verschließbaren Gefäß auf.

Holunderblütentee zubereiten

  1. Aufguss zubereiten. Geben Sie etwa 70 Grad heißes Wasser in eine Tasse und rühren Sie zwei bis drei Teelöffel der getrockneten Holunderblüten hinein.
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    © Irene Bott
  2. Ziehen lassen. Lassen Sie den Aufguss fünf bis acht Minuten abgedeckt, zum Beispiel mit einer Untertasse, stehen. So verdampfen die ätherischen Öle der Blüten nicht und der Tee bleibt heiß.
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  3. Schweißtreibend.Soll Holunderblütentee besonders schweißtreibend wirken, gießen Sie kochendes Wasser auf und lassen ihn zehn Minuten lang ziehen.
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    © Irene Bott

Nach Geschmack süßen Sie den Tee mit Honig.

Medizinische Wirkung des Holunders

  • regt die Nierentätigkeit an und wirkt dadurch entschlackend
  • stärkt das Immunsystem
  • schweißtreibend und fiebersenkend
  • hilft bei Erkältungen und grippalen Infekten
  • sanfte Hilfe bei Schlafstörungen, Angst und Depressionen
  • leicht verdauungsfördernd (Tee aus getrockneten Holunderbeeren)

Trinken Sie zur Behandlung Ihrer Beschwerden vier Tassen frisch zubereiteten Holundertee pro Tag. Bei Schlafstörungen sollten Sie den Tee gegen Abend trinken.

Artikel aktualisiert von: Irene Bott

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