Ursachen eines Lagerschadens an der Maschine

Manche Waschmaschinen sind mit billigen und schlechten Lagern ausgerüstet, das führt natürlich schnell zu Lagerschäden. Bedenken Sie das Folgende:

  • Die Trommel in der Waschmaschine ist nur auf einer Seite an einer Drehachse befestigt. Diese sitzt in einem Lager, das die Trommel tragen muss. Da es kein Gegenlager auf der anderen Seite der Trommel gibt, wird dieses Lager stark belastet.
  • Waschmaschinen mit einer senkrechten Trommel müssen die Wäsche ständig gegen die Schwerkraft heben, was naturgemäß zu einer starken Beanspruchung des Lagers führt. Diese Kräfte sind besonders beim Schleudern sehr hoch. Sicher kennen Sie die alten Wäscheschleudern, bei denen die Wäsche von oben eingefüllt wurde und die sich in der Waagerechten drehten. Bei diesen Geräten waren Lagerschäden sehr selten.

Fettaustritt aus dem Lager der Waschmaschine führt übrigens ebenfalls dazu, dass sie schnell einen Lagerschaden hat.

Vermeidung von Schäden am Lager der Waschmaschine

Sie können natürlich kaum etwas machen, wenn Öl aus dem Lager austritt. Dies führt nach kurzer Zeit zu einem Lagerschaden an der Waschmaschine. Allerdings sind die Lager nicht sehr teuer und ein rechtzeitiger Tausch des Lagers verhindert nicht nur den Lagerschaden, sondern auch Ölflecken an der Wäsche. Gegen die anderen Ursachen eines Lagerschadens können Sie etwas machen.

  • Ein Lagerschaden passiert durch die Nutzung der Waschmaschine. Je weniger Sie diese nutzen, umso länger hält das Lager. Wenn Sie also unnötige Waschgänge vermeiden, indem Sie die Maschine nur anstellen, wenn sie voll ist, leisten Sie einen Beitrag dazu, dass Ihre Waschmaschine so schnell keinen Lagerschaden bekommt.
  • Unwucht ist die größte Belastung des Lagers. Wenn Sie häufig eine starke Unwucht beim Schleudern haben, ist der Lagerschaden an der Waschmaschine vorprogrammiert. Stellen Sie die Maschine sofort ab, wenn Sie merken, dass die Waschmaschine beim Schleudern anfängt, zu schwingen oder zu taumeln.
  • Vermeiden Sie Unwucht, indem Sie die Waschmaschine richtig beladen. Zu wenig Wäsche, einzelne große Wäschestücke in einer fast leeren Maschine verursachen immer Unwucht und Unwucht führt zum Lagerschaden.
  • Überladen Sie die Waschmaschine nicht. Auch das Überladen einer Waschmaschine führt zum Lagerschaden. Stopfen Sie nie mit Kraft die Wäsche in die Maschine, diese muss locker darin liegen. Wenn Sie die Maschine richtig vollstopfen, wird die Wäsche nicht sauber und das Lager wird überlastet. Bei Synthetikstoffen sollten Sie die Waschmaschine normal befüllen, sodass die Wäsche locker in der Trommel liegt, und dann 2 bis 3 Stücke wieder herausnehmen, bevor Sie die Waschmaschine anstellen. Sonst haben Sie die Maschine überladen.
  • Knöpfen Sie Kissen und Bettbezüge zu, bevor Sie diese in die Waschmaschine geben. Ein Kissenbezug, der sich beim Waschen mit Wäsche füllt, sitzt als kompaktes Knäuel in der Maschine. Abgesehen davon, dass die Wäsche so nicht sauber wird, führt das zu Unwucht beim Schleudern und früher oder später zum Lagerschaden. Aus demselben Grund sollten Sie Wäschenetze nur mit wenigen und leichten Textilien bestücken.
  • Reduzieren Sie, wann immer es geht, die Schleuderdrehzahl. Wenn Sie die Wäsche auf der Leine trocknen, brauchen Sie keine hohen Drehzahlen beim Schleudern. Diese machen nur Sinn, wenn Sie die Wäsche anschließend im Wäschetrockner trocknen, weil Sie so Energie sparen. Auf der Leine ist es nicht wichtig, dass die Wäsche fast trocken ist, wenn Sie diese aufhängen.

Mit etwas Umsicht können Sie einen frühzeitigen Lagerschaden an der Waschmaschine vermeiden. Selbst Billigstlager an Waschmaschinen können 10 Jahre halten. Ein Lagerschaden nach 3 Jahren ist nicht normal, den können Sie leicht vermeiden.