Was Sie benötigen:
  • kaltes Wasser
  • Pflaster
  • sterile Kompressen
  • Verbandwatte
  • Mullbinden

Ist das Aufstechen von Brandblasen gut oder nicht?

Im Haushalt oder beim Basteln mit der Heißklebepistole ist es Ihnen vielleicht auch schon einmal passiert, Sie haben sich zum Beispiel am heißen Bügeleisen oder am Backofen verbrannt, vielleicht ist Ihnen auch etwas Heißkleber auf den Finger getropft und es hat sich eine schmerzhafte Brandblase gebildet. Nun sind Sie sich nicht sicher, wie Sie sich verhalten sollen. Sollen Sie die Brandblase aufstechen oder nicht? Was können Sie tun, um den Schmerz nach einer Brandverletzung zu lindern und wann müssen Sie mit Ihrer Verbrennung einen Arzt aufsuchen?

  • Hat sich nach einer Verbrennung eine Brandblase gebildet, so haben Sie eine Verbrennung zweiten Grades erlitten. Ist die Brandblase nicht größer als ein Euro Stück und handelt es sich nur um eine einzelne Verbrennung, können Sie die Brandblase selbst behandeln. Ist die Verbrennung großflächiger oder haben sich sehr große oder viele Brandblasen gebildet, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Wie nach jeder Verletzung, so sollten Sie auch bei Brandverletzungen Ihren Tetanusimpfschutz überprüfen lassen.
  • Als Erstes sollten Sie Ihre Verbrennung unter laufendem, kalten Wasser kühlen. Lassen Sie mindestens für zehn Minuten kaltes Wasser über die Verbrennung laufen. 
  • Bei kleinen Brandblasen reicht es, wenn Sie ein Pflaster über die Brandblase kleben. Damit ist die Verbrennung geschützt und die Brandblase kann in Ruhe abheilen.
  • Bei etwas größeren Brandblasen können Sie eine sterile Kompresse auf die Brandblase legen. Danach legen Sie etwas Verbandwatte zum Polstern darüber und verbinden die Brandverletzung mit einer Mullbinde. Diese Art der Versorgung ist besonders geeignet, wenn sich die Brandblase zum Beispiel am Handballen befindet.
  • Es bleibt immer noch die Frage, ob Sie eine Brandblase aufstechen sollten oder nicht? Dass sich nach einer Verbrennung eine Brandblase bildet, ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Durch die flüssigkeitsgefüllte Brandblase wird das geschädigte Gewebe geschützt. So kann die Verbrennung heilen und das geschädigte Gewebe ist vor Infektionen geschützt. Um den Heilungsprozess nicht zu stören, sollten Sie deshalb eine Brandblase nicht aufstechen.
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Erste-Hilfe-Maßnahmen ausreichend sind, sollten Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt aufsuchen. Das Aufstechen einer Brandblase im häuslichen Bereich sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.
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