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Brandblase - was tun?

Beim Kochen waren Sie nur kurz unaufmerksam und schon war es passiert. Sie sind mit Ihrer Hand auf die heiße Herdplatte geraten, jetzt hat sich eine große Brandblase gebildet und weh tut es obendrein noch richtig. Aber was macht man nun mit so einer Brandblase? Was sollen Sie also tun, wenn Sie eine solche Blase haben – einfach weiterlesen!

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Eine Brandblase sollte nicht geöffnet werden.
Eine Brandblase sollte nicht geöffnet werden.

Was Sie benötigen:

  • kaltes Wasser (im Akutfall)
  • Brandsalbe

Eine Brandblase - wie verhalten Sie sich im Akutfall

  • Wenn die Verbrennung frisch ist, tut es erst einmal richtig weh. Bevor sich eine Brandblase (Verbrennung 2. Grades) bildet, finden im Inneren der Brandblase einige wichtige Vorgänge statt. Durch eine Temperatureinwirkung von mehr als 40°C, kann die überschüssige Wärme nicht durch einen normalen Temperaturausgleich, wie Abstrahlung oder Ableitung durch das Blut, durchgeführt werden, sondern es kommt zur Degeneration zellulärer Eiweiße mit temporärem Funktionsverlust. Und ab 45°C führt der thermische Hitzestress zur vollständigen Denaturierung und damit zum endgültigen Funktions- und Stabilitätsverlust der Bau- und Funktionseiweiße. Diese veränderten Moleküle wirken toxisch.
  • Behandeln Sie Ihre Verbrennung nicht, werden als sichtbare Zeichen eine Rötung, Schwellung und Blasenbildung bei Ihnen zu sehen sein. Dies ist ein Mechanismus von austretender Flüssigkeit aus dem Inneren der Gefäße in das außen liegende Gewebe. Sollte Kleidung oder Ähnliches am Körper anliegen, beispielsweise nach einer Verbrühung, entfernen Sie diese sofort.
  • Um größere Schäden durch heißes Gewebe auf nicht betroffenes Gewebe zu vermeiden, sollten Sie sofort, das heißt maximal 10 Minuten nach verlassen der heißen Wärmequelle, das betroffene Gewebe kühlen. Bei kleineren Brandverletzungen genügt kaltes, aber nicht zu kaltes Leitungswasser (etwa 20°C). Dadurch werden auch die Schmerzen des Brandopfers gelindert. Eis verursacht oft zusätzlich zu den Verbrennungen durch Hitze auch noch "Verbrennungen" durch Erfrieren. Auf eine Brandwunde dürfen auch weder Öl noch Mehl aufgetragen werden, wie es früher weit verbreitet war. Bei kleineren Verbrennungen kann, nach ausreichend langem Kühlen (mind. 15-20 Minuten), auch noch eine Brandsalbe (in der Apotheke erhältlich) aufgetragen werden. Anfangs kann eine sterile, nicht flusende Wundauflage aufgelegt werden, danach aber sollte man bei kleinen Verletzungen auf Pflaster oder Ähnliches verzichten, da auch kühle Luft oft den Schmerz lindert und die Brandwunde schneller abheilt.
  • Da im Inneren einer Brandblase immer sterile Zustände herrschen, dürfen Sie auf keinen Fall eine Brandblase öffnen, da Sie sich sonst selbst der Gefahr einer Infektion aussetzen. Nach Abbau der Gewebeflüssigkeit im Inneren der Blase trocknet diese dann relativ schnell ein.

    Was tun Sie bei größeren Brandverletzungen mit Blasenbildung

    • Größere Brandverletzungen gehören immer in die Hände eines Arztes. Eingebrannte Kleidung oder Gegenstände nehmen Sie sofort ab, verbleibende Reste werden in Fachkliniken entfernt und verbleiben bis dahin bei dem Verbrennungsopfer. Sollte der Betroffene bewusstlos werden, so gelten für Sie die normalen Regeln der Ersten Hilfe (beispielsweise Wiederbelebung oder stabile Seitenlage). Brandblasen müssen auf jeden Fall vorerst geschlossen bleiben.
    • Danach ist es wichtig, dem Betroffenen durch Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit (ggfs. Infusion) wieder das  Blutvolumen zu erhöhen. Auch das wird in der Regel im Krankenhaus passieren.
    • Eine Kühlung ist nur bei etwa 20-30% verbrannter Körperoberfläche sinnvoll, weil darüber hinaus der Körper zu viel an Wärme verlieren würde, was wiederum einen gegenteiligen Effekt herbeiführen würde. Studien zu diesem Thema gibt es wenige und diese sagen nichts über positive Erfolge bei den Betroffenen aus.
    • Nach erfolgreicher Behandlung sollte möglichst schnell eine hochkalorische Ernährung angestrebt werden. Das heißt, bis zu 6000 kcal/Tag und eine besonders gute und ausreichende Vitaminzufuhr sind wichtig, weil Brandgeschädigte einen stark erhöhten Grundumsatz vorweisen. Oft wird in der Akutphase im Krankenhaus eine Mischung aus parenteraler (über Port, Infusion oder intramuskulär - Umgehung des Magen-Darm-Trakts) und enteraler Ernährung (über den Magen-Darm-Trakt) vorgenommen. Mit dem Ziel später wieder die Normalität zu erreichen.
    • Wichtig ist, dass Sie den Betroffenen beruhigen, wenn möglich beistehen und Erste Hilfe leisten, da, wie Sie sicher wissen, Brandwunden oft nicht schön anzusehen und zudem äußerst schmerzhaft sind. Alles Weitere, wie eine schnelle Schmerztherapie, kann ebenfalls nur im Krankenhaus vorgenommen werden.

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